
| Titel | Die Augentyrannen |
| Autor | Tsabaal |
| Jahr | 5252 Jahre nach Gründung Ched Nasads |
| Sprache | Elfisch (Dunkelelfische Ausprägung) |
| Status | Buch |
| Zugang/Nachweis | Hort des Wissens?, verschlossen |
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
- 1. Beschreibung
- 2. Herkunft
- 3. Anatomie
- 4. Gesellschaft
- 5. Fähigkeiten
1. Beschreibung
Die Augentyrannen, auch Betrachter genannt, sind große Kreaturen, welche sich frei schwebend bewegen können. Sie erreichen eine Größe von zweieinhalb Schritt im Durchmesser oder wenigstens einen Schritt. Ihre Gestalt erinnert an einen nahezu kugelförmigen Ball, geformt aus Fleisch und wird von einem zentralen Auge beherrscht, welches mehr als eine Hand misst. Frei beweglich und in unterschiedlicher Anzahl finden sich an Seitenarmen weitere Augenstiele. Es wurden alle Arten von braunen bis roten und außerdem grünen Färbungen gesehen.
2. Herkunft
Die Herkunft dieser besonderen Kreatur ist ungeklärt. Anhand von Untersuchungen im Bau sei die Ansicht erwähnt, dass eine Art Ursprungskreatur aus einer anderen Ebene eigenständig diese Art erzeugt haben soll. Die Ebene ist jedoch fraglich, ebenfalls der Ursprung dieser ersten Schöpfung. Es liegt nahe, dass ein Ebenenwechsel nach dieser Vorstellung freiwillig herbeigeführt wurde und weiterhin herbeigeführt werden kann. Diese Herkunftsvorstellung birgt zugleich gewisse religiöse Natur.
3. Anatomie
Anhand der Untersuchung zweier Exemplare lässt sich auf einen vollkommen eigenen, doch gemeinsamen Körperaufbau schließen. Obwohl die Exemplare kleineren Wuchses waren, lässt sich annehmen, dass ein ausgewachsener Betrachter im Gewicht mehr als fünfzig ausgewachsene Drowmännchen übertreffen kann. Doch trotzdem sind Betrachter nicht behäbig, sondern gleiten mühelos durch die Gänge. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Hülle des Betrachters nur schwer beizukommen ist, bevor die Innereien freigelegt werden können. Dennoch konnten weiche Stellen an Augen, ihren Lidern und an der Fressöffnung gefunden werden. Letztere ist, mit Ausnahme der abnorm spitzen Zähne, ähnlich wie bei einem Drow beschaffen. Bemerkenswerterweise beweisen die Augenstiele auch lange Zeit nach dem Tod große Flexibilität. Die Hülle selbst erwies sich von der Beschaffenheit als eher glatt und leicht, wenn doch hart. Bei den größeren Geschöpfen konnten Panzerplatten beobachtet werden. Zuweilen scheinen diese sehr unbeständig und empfindlich zu sein. Mehr können nur eine Reihe von Untersuchungen an größeren Exemplaren offenbaren. Überall auf der Hülle finden sich in größeren Abständen kleine empfindlichere Einbuchtungen ungeklärten Zwecks.
Die Augen der Betrachter sind ihre Besonderheit und ihr wichtigstes Sinnesorgan, obwohl andere nicht ausgeschlossen sind. Sie werden nach außen hin von Hautlappen geschützt, die sich unabhängig voneinander bewegen können. Nach sorgfältiger Teilung der Augen ergab sich, dass sich in ihrem Inneren eine verschiedene Anzahl zusammengehöriger, winziger Kristalle findet, welche hinter den, anders als bei den Drow, vielfachen Linsen durch fasrige Stränge gehalten wird. Man kann jede dieser Linsen vorsichtig und eigenständig bewegen. Die Wahrnehmung muss also anders sein, als wir sie kennen. Auch muss der überragende Intellekt dieser Betrachter soviele Eindrücke erfassen können. Hinter den Kristallen und in der Mitte des Augenballs befindet sich eine merkwürdige, fasrige und sehr feine Substanz, die offenbar nicht das Sehen behindern kann. Der Zweck dieser Substanz ist ungeklärt, könnte jedoch zum Einsatz ihrer Fähigkeiten beizutragen.
Die Inneren geben ebenfalls mehrere Rätsel auf. Ihre Vielfarbigkeit und Beschaffenheit weicht so stark von der der Drow ab, dass vielfach nur Vermutungen über ihren Zweck angestellt werden können. Nach Heraustrennung einiger dieser Inneren begannen diese selbstständig zu schweben, während sie noch Flüssigkeit absonderten. Sie müssen in Zusammenhang mit der Schwebfähigkeit der Betrachter stehen. Bemerkenswert ist, dass Betrachter keine Art von Skelett aufweisen. Im unteren Teil der Kreatur konnte eine flache, verzweigte Masse ausgemacht werden, welche Teile von Kobolden und Pilzen enthielt. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um den Magen handelt, welcher offensichtlich den Drow ähnlich ist. Die Betrachter sind zur Aufnahme von Nahrung gezwungen, wobei gewaltige Mengen an Nahrung beobachtet werden konnten. Allein die Natur meiner Anwesenheit erlaubte es mir, dem Hunger zu entgehen. Die größeren Geschöpfe wiesen mich jedoch an, dem Futter und Fressen fern zu bleiben. Ähnlichkeiten konnten dagegen wieder bei der Atmung festgestellt werden, mit großer Ausnahme einer unbekannten pinken Flüssigkeit.
Im oberen Teil des Wesens befindet sich ein absonderlicher Teil der Innereien, der für das Hirn gehalten werden kann. Dieses ist jedoch den Drow wesensfremd. Es konnte nicht ergründet werden, wie sein Wirken und seine Anbindung an den Körper ist.
Die Fortpflanzung ist ungeklärt. Eine einfache und unmittelbare Schaffung neuer Betrachter aus einer älteren Kreatur kann angenommen werden.
4. Gesellschaft
Betrachter leben in Gemeinschaft in einem gemeinsamen Bau. Mehrere sehr kleine Betrachter konnten beobachtet werden, welche stets im Inneren der gesicherten Gänge blieben und ein außergewöhnliches Interesse an mir und den gesegneten Geschenken der Göttin hegten. Die größeren unter ihnen verlangten das Wirken von Magie. Ich konnte weder die Ursache des einen noch des anderen ergründen. Dabei wird der Kern des Betrachterbaus und gewissermaßen sein Mittelpunkt von einem gewaltigen fliegenden Stein gebildet. Es ist ein massiver Fels, welcher durch verschiedene, kristalline Segmente unterschiedlichste Färbungen und Strukturen erreicht. Ich bin der Ansicht, dass diese unterschiedlichen Gesteine und Kristalle, in allen ihren Formen und das Schweben derselben in Verbindung mit einer besonderen Form des faerzress' steht. Lichter und andere Quellen der Verwirrung umkreisten das Gebilde. Darüber hinaus waren an dieser und auch an anderer Stelle magische Gesteine zu entdecken. Die exponierte Position des Gebildes – über einem Abgrund – ermöglichte es mir nicht, es näher zu untersuchen. Es ist ungeklärt, ob solche Formationen im Zentrum eines solchen Baus üblich sind.
Ebenfalls scheint Aggression innerhalb der Gemeinschaft gewöhnlich zu sein. Ähnlich primitiven Kreaturen, wie Kobolden und Selvetarmiten, dienen diese wohlmöglich zur Festlegung einer Rangstruktur. Dabei verließ eines der Wesen den Bau. Der Kampf wurde vorallem mithilfe der Zähne geführt. Mehrmals schien es, als würde nur die Wache eines Betrachters andere von meiner Tötung abhalten. Und obwohl diese Gemeinschaft zu zerbrechlich ist und von Aggression getrieben wird, sind ihre Mitglieder mit einem wunderbaren Intellekt gesegnet und der unerbittlichen Gier nach Wissen.
Die Augentyrannen leben eindeutig in einer Hierarchie. Diese ist vonnöten, um ihre Gemeinschaft nicht auseinanderfallen zu lassen. Denn ihre Art scheint kaum an einen natürlichen Zusammenhalt zu glauben. Vielmehr scheint es, als betrachten sie es als ein notwendiges Übel. Die Art der Hierarchie und das Erreichen von verschiedenen Stufen dieser Struktur konnte bedauerlicherweise nicht ergründet werden. Doch scheint es mir, als wäre sie alles andere als fest zusammengefügt und dass die Stärksten herrschen. Ihr Bau scheint dabei jedoch nicht wachsen zu sollen. Die Größe überschreitet nie ein gewisses Maß, doch wurden dafür keine Gründe genannt. Betrachter schätzen ihre Natur als die hochwertigste. Andere scheinen lediglich in Gefahreinquell und Nahrung geteilt zu werden.
Es ist unwahrscheinlich, dass sie im gewöhnlichen Sinne sprechen können. Sie verständigen sich mittels Telepathie untereinander und mit Anderen. Es konnte noch kein Weg entdeckt werden, diese Telepathie zu unterbinden.
5. Fähigkeiten
Mittels ihrer Augen gelingt es ihnen eine gute Wahrnehmung in vollkommener Dunkelheit zu wahren, wie sich ihrer gesamten Umgebung sicher zu sein. Auch werden sie für fast alle Arten von Angriffen oder zum Einsatz ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten genutzt. Bei Angriffen wird Magie durch die Augen kanalisiert und lässt die Ziele unter anderem versteinern, lähmen, willenlos werden, verbrennen, zurückschleudern oder einfach sterben. Es gelingt ihnen ebenfalls alle Magie zu unterdrücken, wenn sie dies wünschen. Alle ihre Fähigkeiten scheinen unbegrenzt einsatzfähig zu sein
Autor: Mukade