Buch: Chronik der Burg Dorneck
| Autor: | unbekannter Chronist |
| Verfasst: | 1022? TZ |
| Form: | dünnes Buch |
| Umfang: | 30 Seiten |
| Sprache: | Chondathan |
| Anspruch: | leicht |
| Zugang: | offen |
Dieses Büchlein stellt eine chronologische Abhandlung der Geschichte der Burg Dorneck dar.
524 TZ
König Javilarhh Schneeschwert erhebt Lurnot aus dem Geschlecht der Dorneck für seine Taten bei der Sicherung Delimbiyrans in den Freiherrenstand. Lurnot I. (478 bis 534 TZ) wird Freiherr über die Länderein östlich der neu errichteten Hauptstadt.
526 TZ
Der Grundstein für Burg Dorneck, nordöstlich von Lautwasser, wird gelegt.
534 TZ
Lurnot I. stirbt bei der Verteidigung der Baustelle gegen marodierende Orkhorden. Die Streitkräfte unter der Führung seines Sohnes können die Orks erfolgreich zurückschlagen. Lurnot d.J. (507 bis 578 TZ) wird als Lurnot II. Herrscher von Dorneck.
538 TZ
Beendigung des Baus an Burg Dorneck.
538 bis 578 TZ
Zahlreiche Orkangriffe können zurückgeschlagen werden. Die Länderein um die Burg gelten als sicher. Zahlreiche Holzfäller siedeln sich an.
578 TZ
Lurnot II. stirbt eines natürlichen Todes. Sein Nachfolger wird sein Sohn Endrom (536 bis 582 TZ) als Luarnet III.
582 TZ
Endrom stirbt nach nur vier Jahren Regentschaft. Da er kinderlos war, übernahm sein Bruder Jeraned (539 bis 601 TZ) den Titel des Barons.
595 TZ
In einer Schlacht am Einhornlauf gegen einen Ork-Clan wird Jeraned schwer verwundet. Besiegt müssen sich die Truppen Burg Dornecks zurückziehen. Jeraned erholt sich bis zu seinem Tod nicht gänzlich von den Wunden.
601 TZ
Jeraned stirbt nach langer Krankheit und sein Sohn, Jaranek (570 bis 643 TZ), wird neuer Baron.
603 TZ
Jaraneks erste Frau, Udene, stirbt im Kindbettfieber. Das Kind, Jadanek, kann gerettet werden, leidet aber unter Schwächeanfällen und stirbt im Alter von zehn Jahren.
609 TZ
Jaranek heiratet seine zweite Frau, Galea. Sie bringt ihm drei Töchter zur Welt, aber keinen männlichen Nachkommen.
616 TZ
Das Königreich der Menschen wird begründet. Für seine glorreichen Taten wird Jaranek in den Stand eines Grafen erhoben.
616 bis 643 TZ
Die Burg mitsamt der umliegenden Ländereien prosperiert. Der Bergfried wird erhöht und die Verteidigungsanlagen werden ausgebaut.
643 TZ
Jaranek stirbt. Da er keinen männlichen Nachkommen hinterlässt, wird sein Bruder, Deronek (575 bis 645 TZ) sein Nachfolger.
645 TZ
Deronek stirbt an Altersschwäche. Sein Sohn Udenok (601 bis 648 TZ) wird neuer Graf von Dorneck.
648 TZ
Udenok stirbt in einem Scharmützel mit Orks. Da er keinen männlichen Nachkommen hat, wird sein Cousin Ladanik (606 bis 679 TZ), Enkel Jaraneks, Graf von Dorneck
648 bis 679 TZ
Handelskontakte zum Zwergenkönigreich Ammarindar werden geknüpft. Gleichzeitig verstärkt Ladanik die Rekrutierungsmaßnahmen und rüstet die Truppen der Grafschaft auf.
679 TZ
Ladanik stirbt eines natürlichen Todes, sein Sohn Lagodar (631 bis 689 TZ) wird als Ladanik II. neuer Graf. Noch im selben Jahr führt ein schweres Unwetter zu weitreichenden Verwüstungen im Umland der Burg.
689 TZ
Ladanik II. stürzt eine Treppe hinunter und ist sofort tot. Sein Sohn Lagodar d.J. (660 bis 734 TZ) wird als Ladanik III. Graf von Dorneck. Er trägt später den Beinamen "der Standhafte" als Zeichen seiner langen Herrschaft und Erhaltung Burg Dornecks über den Untergang Delimbiyrans hinweg.
697 TZ
König Davyd stirbt ohne Nachkommen, womit der Fall des Königreichs der Menschen eingeleitet wird. Graf Ladanik lässt die Wehranlagen der Burg abermals verstärken und schließt ein Verteidigungsbündnis mit Ammarindar ab.
702 TZ
Zahlreiche Orkangriffe bringen die Splitterkönigreiche Delimbiyrans zu Fall. Burg Dorneck erlebt einen Flüchtlingszustrom. Zusammen mit dem Heer des Herzogs von Calandor gelingt es Ladanik III., die Orks zurückzuschlagen.
702 bis 714 TZ
Die Burg erlebt eine relativ friedliche Zeit. Ladanik lässt die im Berg unter der Festung liegenden Höhlen erkunden und zum Teil ausbauen. Es werden reiche Erzvorkommen vorgefunden und eine Mine wird errichtet.
714 TZ
Im Rahmen der Auseinandersetzungen des Weinenden Krieges werden weite Teile des Landes der südlichen Delimbiyr-Region und die Stadt Delimbiyran durch eine magische Explosion zerstört. Die Verteidigungsanlagen Burg Dornecks werden schwer beschädigt und die Minen stürzen ein. Dabei kommen zahlreiche Bewohner der Burg ums Leben, darunter auch Nodia, die Frau Ladaniks III. und der erste Sohn des Grafen, Ledanek (687 bis 714 TZ).
714 bis 724 TZ
Ladanik III. lässt die Burg wieder herrichten und die Stollen der Mine freiräumen und ausbauen. Dorneck übersteht den Zerfall der verbliebenen Reiche Delimbiyrans.
724 TZ
Ladanik III. stirbt und hinterlässt eine stabile Grafschaft. Seine Nachfolge tritt sein zweiter Sohn Usmar (690 bis 751 TZ) als Ladanik IV. an.
724 bis 751 TZ
Usmars Regentschaft ist geprägt von Dekadenz. Zwar bleibt Dorneck sicherer Zufluchtsort für die umliegenden Ländereien und die Minen werfen genug Erz für die Versorgung Dornecks mit Waffen und Rüstungen und sogar Handel ab, aber harte Winter fordern den Bauern der Region viel ab. Die Zeit ist geprägt von Hungersnöten, denen gegenüber sich Ladanik IV. hilflos sieht.
751 TZ
Ladanik IV. stirbt eines natürlichen Todes, sein Sohn Usdek (715 bis 752 TZ) wird als Ladanik V. neuer Graf von Burg Dorneck zum Missfallen der Bevölkerung. Usdek gilt als seinem Vater sehr ähnlich und kümmert sich in seiner kurzen Regierungszeit auch nicht um die Belange des Volkes.
752 TZ
Usdek wird vergiftet. Verantwortlich ist Lodgar (713 bis 775 TZ), Sohn Ledaneks, des frühzeitig verstorbenen ersten Sohnes von Ladanik III. Gestützt wird er von alten Freunden Ladaniks III. Lodgar lehnt es allerdings ab als Ladanik VI. tituliert zu werden.
754 TZ
Ein Attentatsversuch auf Lodgar durch Anhänger Usdeks, die das Ziel haben, dessen Sohn Usok (734 bis 819 TZ) als neuen Grafen einzusetzen, schlägt fehl. Alle Putschisten werden hingerichtet oder zu langer Kerkerhaft verurteilt. Usok selbst kann keine Beteiligung nachgewiesen werden und er bleibt unbehelligt.
754 bis 775 TZ
Lodgar lässt dem Umland umfangreiche Hilfen zukommen und befördert den Erzabbau und die Herstellung von Waffen und Rüstungen, die mit Calandor gehandelt werden.
775 TZ
Lodgar stirbt an Gicht. Sein Sohn Jorned (742 bis 823 TZ) wird neuer Graf von Dorneck. Als Lodgar II. sieht er sich erneuten Angriffen durch Orks und Goblins aus dem Süden ausgesetzt. Dorneck jedoch kann gehalten werden.
775 TZ bis 792 TZ
Vermehrte Gerüchte über dunkelelfische Sklavenjäger machen die Runde und einzelne Gehöfte werden gebrandschatzt. Infolgedessen erneuert Lodgar II. das Bündnis mit dem Zwergenkönigreich Ammarindar.
792 TZ
Usok, Sohn Ladaniks V., erhebt offenkundige Machtansprüche auf den Thron und ihm gelingt es durch das Säen von Unwahrheiten ein gemeinsames Komplott mit einem illoyalen Berater und General Lodgars II. jenen abzusetzen und sich als Ladanik VI. zu proklamieren. Lodgar II. wid in den Kerker verbannt. Das Volk jedoch hält ihn für tot und akzeptiert die Herrschaft Usoks.
792 bis 799 TZ
Ladanik VI. sorgt während seiner kurzen Regentschaft für einen Ausbau der Minen und Verbesserung der Technik. Große Mengen an Erz werden gefördert und die Kassen der Grafschaft quillen über vor Gold.
799 TZ
Durch ein Versehen wird bekannt, dass Lodgar II. noch lebt und im Kerker sitzt. Daraufhin starten seine Anhänger eine Befreiungsaktion infolgedessen Ladanik VI. abgesetzt wird. Lodgar II., der sieben Jahre lang im Kerker saß, sinnt jedoch nicht auf Rache und kann eine Einigung mit Usok erzielen im Rahmen derer Usok zu Lodgars Berater wird. Hiedruch erhielt Lodgar II. den Beinamen "der Barmherzige".
799 bis 819 TZ
Lodgar und Usok regieren quasi gemeinsam und verschaffen der Grafschaft eine abermalige Blütezeit.
819 TZ
Usok stirbt an Altersschwäche und hinterlässt seinen Sohn Ulnek (770 bis 828 TZ) . Noch vor seinem Tod kommen Lodgar II., der kinderlos verblieb, und Usok zum Entschluss, dass Ulnek Lodgars Nachfolger werden soll.
823 TZ
Lodgar II. stirbt unter natürlichen Umständen und Ulnek wird Graf von Burg Dorneck.
823 bis 828 TZ
Nach und nach wird die relative Isolation der Burg Dorneck offenbar. Zwar unterhält man friedliche Beziehungen mit den benachbarten Reichen, doch herrscht die Sehnsucht nach den Zeiten Delimbiyrans vor. Unter Ulnek intensivieren sich die Beziehungen zu Calandor.
828 TZ
Unerwartet verstirbt Ulnek an einer plötzlichen Erkrankung. Sein Sohn, benannt nach dem vorhergehenden Grafen Lodgar, wird als Lodgar III. (810 bis 857 TZ), Graf von Dorneck.
828 bis 836 TZ
Die massive Förderung von Erz in den letzten Jahrzehnten schlägt sich nieder. Die Minen sind nahezu erschöpft und werfen keinen Profit mehr ab. Der Erzabbau geht damit zuende, doch verfügt die Grafschaft immernoch über einen horrenden Schatz.
836 TZ
Eine Epidemie sucht die Ländereien Dornecks heim und macht selbst vor der Festung nicht halt. Ein großer Teil der Bevölkerung fällt der Krankheit zum Opfer. Darunter auch die Ehefrau Lodgars III. Die Ursache kann nicht gefunden werden, doch nach einem harten Winter 836/837 TZ hört die Seuche auf zu wüten.
838 TZ
Anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Burg Dorneck finden zahlreiche Feste statt, deren Ausrichtung sich Lodgar III. einiges kosten lässt. Auch aufgrund der resignierten Stimmung nach der Seuche.
838 bis 857 TZ
Langsam aber sicher erholt sich Dorneck von der Plage, erlangt aber nicht mehr den Status wie zuvor. Ein Teil der Bevölkerung verlässt das Land und siedelt nach Lautwasser über.
857 TZ
Lodgar III. stirbt an einem unvermittelten Anfall. Seine Nachfolge tritt sein Sohn Edanek (837 bis 865 TZ) an.
857 bis 865 TZ
Edanek gilt zwar als beliebt, interessiert sich aber nicht sonderlich für Politik und Verwaltung. Dieses Feld überlässt er seinem ebenso noch jungen Freund Sardonir, ein weiser Berater, der die Feinheiten der Diplomatie kennt.
865 TZ
Auf einem Jagdausflug stürzt Edanek und bricht sich das Genick. Sein gerademal acht Jahre alter Sohn Eonuk (857 bis 904 TZ) wird neuer Herrscher der Grafschaft Dorneck. Da er zu jung ist, um die Regierungsgeschäfte zu führen, herrscht Sadonir in Vertretung bis zu Eonuks 16. Lebensjahr.
865 bis 873 TZ
Sadonirs Handeln führt die Grafschaft Dorneck in seine letzte Blüte, die noch bis ins nächste Jahrhundert hineinreichen soll. Er vertieft die Beziehungen zu den Nachbarn Dornecks und schließt neue Handels- und Verteidigungsabkommen. Er lässt die gesamte Burg sanieren und dem jungen Grafen Eonuk die beste Ausbildung zuteil werden.
873 TZ
Mit dem Erreichen des 16. Lebensjahres gehen alle Regierungsgeschäfte ordnungsgemäß an Eonuk über. Sadonir bleibt weiterhin väterlicher Freund und Berater.
873 bis 882 TZ
Die Festung wird weiter ausgebaut. Eonuk verstärkt die Rekrutierungsmaßnahmen und das Heer wird abermals aufgestockt. Die Grafschaft konzentriert sich mehr und mehr auf die Forstwirtschaft und die Gewinnung von Holz als Ressource für den Handel. Eonuk unternimmt Feldzüge gen Süden und die Beziehungen zu Calandor erreichen einen Höhepunkt. Eonuk strebt eine Erweiterung der Ländereien und sinniert auf die Etablierung eines neuen Königreichs der Menschen.
882 TZ
Das Elfenreich Earlann und Zwergenkönigreich Ammarindar fallen unter den Angriffen der Scheusale der Höllentorfeste. Burg Dorneck bleibt unberührt von diesen Vorfällen, verliert aber Handelspartner.
882 bis 904 TZ
Eonuk setzt auf Erweiterung der Grafschaft und sieht die Gelegenheit als günstig, während Sadonir für Konsoldierung plädiert. Es kommt zu einem zwischenzeitlichen Zerwürfnis, doch einigen sich der Graf und sein Berater darauf, vorerst Zurückhaltung zu üben.
904 TZ
Eonuk kommt in einer Schlacht gegen einen Ogermagus und sein Gefolge aus Orks und Goblins ums Leben. Sein Sohn Eonuk d.J. (876 bis ? TZ) wird als Eonuk II. neuer Regent.
905 TZ
Eine nahe Siedlung wird bei einem Angriff durch Orks zerstört, bevor Eonuk II. mit seinen Mannen zur Rettung eintrifft. Sie bergen nur eine Überlebende, die spätere Gräfin Amalya (885 bis 914 TZ).
906 TZ
Eonuk und Amalya heiraten.
906 bis 912 TZ
Eonuk II. führt den expansiven Kurs seines Vaters fort und ist nur selten in der Burg. Amalya führt einen kostspieligen Lebensstil und wird zunehmend unbliebter beim Volk Dornecks.
913 bis 914 TZ
Während Angriffe durch Orks die Kräfte der Burg Dorneck und den Grafen binden, verschwinden in den Ländereien und der Burg selbst immer wieder Leute. Einige werden mit Bisswunden am Hals aufgefunden.
914 TZ
Nachdem sich die Gerüchte verdichteten, wird offenbar, dass Gräfin Amalya eine Vampirin ist. Das Volk stürmt die Burg und will sie richten. Eonuk II. kehrt in derselben Nacht aus dem Umland zurück und ihm gelingt es, den Aufstand niederzuschlagen. Zwei Abgesandte Calandors und Amalya finden den Tod. Eonuk verfällt in tiefe, wahngleiche Trauer.
915 TZ
Sadonir stirbt in hohem Alter eines natürlichen Todes.
915 bis 928 TZ
Eonuk II. lässt die Krypta unter der Burg Dorneck weiter ausbauen. Er führt etliche, riskante Feldzüge durch, aus denen er zwar siegreich hervorgeht, aber die viele seiner Leute ums Leben kommen. Unter seiner Herrschaft erreicht die Ausdehnung der Grafschaft Dorneck ihren Zenit.
928 TZ
Der Herr von Calandor krönt sich zum König über das neu begründete Delimbiyran und trägt Eonuk II. an, den westlichen Teil des Reiches zu kontrollieren. Eonuk reagiert nicht und verliert mit Calandor seinen letzten Bündnispartner.
928 bis 938 TZ
Eonuk lässt zugunsten der Erweiterung der Krypta die gesamte Burg nach und nach abtragen. Seine Untertanen sind in der Zwischenzeit weitestgehend geflohen oder wurden durch Krankheit und Übergriffe durch kleinere Banden Orks getötet.
939 TZ
Die Spur des nunmehr fast greisen Grafen verliert sich. Gerüchte besagen, er habe sich mit seinen verbliebenen Getreuen nach und nach in die Krypta zurückgezogen. Da von Nachkommen nichts bekannt ist, findet in diesem oder der folgenden Jahre das Geschlecht der Dornecks sein Ende.
nach 939 TZ
Der Hügel, auf dem sich die stolze Burg einst erhob, wird von der Natur zurückerobert und wuchert vollständig zu. Schon wenig Jahre nach dem Zerfall der Grafschaft finden sich keine Spuren mehr nach ihrem über 400 Jahre währenden Bestehen.
Ende
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