Das Mädchen vom Friedhof
Autor:unbekannt
Verfasst:1377 TZ
Form:Lied
Sprache:Chondath
Anspruch:niedrig
Zugang:offen



"Das Mädchen vom Friedhof" ist ein Spottlied über Nekromantie und Nekrophilie, und als solches gerne dazu verwendet, um entweder Kelemvor oder Jergal-Klerus zu verärgern oder ein einfaches Publikum zu erheitern. Das lied wird meist mit einem Zwinkern vorgetragen, und das lyrische Ich hebt sich durch übertriebene Wechsel in der Tonlage und Fratzenmacherei von der Menge ab. Der Ansatz ist, die Sehnsucht die andere Werke beschreiben, auf die Schippe zu nehmen und ins Lächerliche zu ziehen. Die erste Strophe folgt einem recht gewöhnlichem Versmaß, während in der zweiten Strophe der Sänger recht schnell durch die Worte eilt, um die Manie des lyrischen Ichs besser zu verdeutlichen.

Erste Strophe

Sie war lieblich - langes Haar, klein geblieben
aber hatte 'ne Figur zum Verlieben.
Also, auf ihrer letzten Reise
Als sie starb, weinte ich leise.

Ich kann nicht lügen
Ich hab nicht ein Nacht geruht.
Ich denk' nur an meine Süße,
Ich vermiss' sie, in Fleisch und Blut.

Ich brauch sie an meine Seite damit sie mich hält
wicht'ger als alles Geld.
Ich habe noch Bilder, doch narren sie mich bloß
Ich ging zum Priester, doch sprach er mich nicht von Problemen los.

Ich will meinen Schatz zurück, also nehme ich den Spaten
Und während's Nacht ist, muss sie nicht mehr lange warten.
Nicht zu schnell, sonst wird's blutig
Ich grabe, und treff' den Sargdeckel endlich

Ich überlege, geht's ihr darin nicht besser ohne mich
Naa, ohne mich kann sie nicht!
Denn jede Nacht, zwei Stunden nach vollem Mond
Ist's meine Süße, die meiner hohnt

Ich öffne, der Geruch schlägt zu
Ich geb ihr 'nen Kuss nach all der Ruh',
Denn ich brauche:

Refrain

Ein Mädchen, dass mich erfreut
Ein Mädchen, für das man weint,
Ein Mädchen, dass 1375 schon verging
Ein Mädchen, für meinen Ehering
Ein Mädchen, dass ich will
Ein Mädchen, dass ich würgen kann...
Denn sie ist schon lange still.

Mädchen vom Friedhof, meine Friedhofsdame,
Mädchen vom Friedhof, meine einzig Wahre,
Mädchen vom Friedhof, wir können uns noch lieben,
Du bist mehr als eine Leiche, für jemanden mit Problemen.
Zweite Strophe

Sie ist so lieblich, wie immer
sie gab sich kaum Änderungen hin
bis auf das Loch in ihrem Kopf
Hey, ich sehe ihr Gehirn!

Wie auch immer
Noch immer ist unsere Liebe wahr
Ihre Augen sind etwas anders
Das Blau ist nicht mehr so klar.
Meine Süße ist staubig und voller Schmutz
Ihre Kleidung wurd' Opfer dem Verfall
Und ich stelle fest
Die Maden nahmen ihre die Zehen, all'.
Das Erdreich war gar bissig zu meiner Liebe
Aber 's war kein Käfer, nur Erde auf ihre Nase
Ich lehn' ihren Kopf zurück um sie zu küss'n
Aber das Genick bricht, ich hätt's wissen müssen!
Und auch ihre Becken knirscht
Ich muss voller Vorsicht sein
Meine Süße ist etwas rostig
Vieles wird auch Schimmel sein.

Ich stelle all' dies fest
als wir auf dem Rasen liegen
Wir liegen bis zum Morgen
dann die Frage: Wo ist ihr linkes Aug' geblieben?
Wir sagen: Ruhe sanft und bis dann
alles verlief wie es sollte
Ich seh' sie ohne bald wieder
Weil ich schon morgen wieder graben wollte.
Denn ich brauche ...

Refrain

Ein Mädchen, dass mich erfreut
Ein Mädchen, für das man weint,
Ein Mädchen, dass 1375 schon verging
Ein Mädchen, für meinen Ehering
Ein Mädchen, dass ich will
Ein Mädchen, dass ich würgen kann...
Denn sie ist schon lange still.

Mädchen vom Friedhof, meine Friedhofsdame,
Mädchen vom Friedhof, meine einzig Wahre,
Mädchen vom Friedhof, wir können uns noch lieben,
Du bist mehr als eine Leiche, für jemanden mit Problemen.


Quelle: Frei übersetzt von Insane Clown Possé ~ Cemetary Girl


Autor: Ced23Ric