| Autor: | unbekannt & Valeska Harsk | |
| Verfasst: | unbekannt 1378 erweitert | |
| Form: | Lied | |
| Sprache: | Chondath | |
| Anspruch: | mittel | |
| Zugang: | verkopft | |
"Der Geruch der Lilie" ist ein etwas anderes Minnelied, das aus dem Ursprungslied gleichen Namens entstand, und dann um diverse Verse von Valeska erweitert wurde. Mit verkopften Zeilen voller Metaphern versucht das lyrische Ich die imaginäre Holde davon zu überzeugen, mit ihm fortzugehen, in ein unbenanntes, glückliches Dasein. Doch wird das Flehen nicht erhört und das Sehnen treibt und quält das lyrische Ich, bis zu dem Punkt, an dem ein Nicht-Erhören mit Vernachlässigung mit Todesfoge gleichgesetzt wird.
Erste Strophe
In der kältesten Stunde merke ich, wie etwas bricht,
Doch was immer das Herz durchbohrte, ein Geräusch macht es nicht,
Ich bin erschrocken, doch keine Ruhe ist's die ich misse,
Wenn ich falle, falle ich vor seine Füße.
Ich verlasse die laute Stadt, mein Denken ist Wasser gleich
Ich verkaufe meine Seele, und die Welt wird mein Reich.
Jeder Sinn sträubt sich vor dem unmöglichem Traum,
Was ich in ihm sah, Worte benennen es kaum.
Die Tulpe, der Atem, der unsterbliche Funke,
Das Rosenherz geöffnet, umarmt das Dunkel,
Die unbekannte Route, kein Weg zurück,
Der Sprache ich spreche, ihr fehlen Worte, zum Glück,
Der nähernden Fackeln Lichte,
Die Liebe selbst ich eheliche.
Werd ich deinen Namen kennen, oder erkenne ich dein Gesicht,
Sag' mir, Held, mit welcher List befreist du mich?
Es kommt die Armbrust, und der Bolzen fliegt,
Sobald er auf Reisen geht, kommt er nie zurück.
Sirrend singt die Sehne, trotzdem: vollkommenes Idyll,
Wie könnte ich weinen, ach, hier ist es so still.
Ich warte, dass du mich holst und umarmst,
Dass du mich rettest, dich meiner erbarmst.
Refrain
Der Geruch der Lilie, das Gesicht meines Liebsten,
Jedes Detail verkörpert die Welt am besten,
Was für ein Wunsch ist dieser unglaublicher Traum,
Was ich in ihm sah, Lehrbücher beschreiben es kaum.
Der Geruch der Rose, die Stimme so sanft und klar,
Jeder Ton ist greifbar, wie Samt, jedes Wort wahr,
Was für ein Sehnen zehrt so harsch an mir,
Was mein Herz verspürt, es gehört alles dir.
Komm' zu mir, nimm die Suche von meinem Rücken,
Berühr' meine Hand und ich folge, aus freien Stücken.
Zweite Strophe
Was gebrochen war, liegt tief in mir versteckt,
Doch was auch immer es war, noch hab' ich es nicht entdeckt,
Ich bin voller Fragen, doch gehe ich nicht in die Knie,
Wenn ich verzweifle, sehe ich zu dir, und weiß wieder wie.
Ich verlasse die kühle Welt, mein Sinnen ist Feuer gleich,
Ich verschenke meine Wärme, und die Welt wird mein Reich.
Jeder Gedanke verneint dieses unmöglichen Traum,
Was ich in ihm sah, Lehrbücher beschreiben es kaum.
Die Rose, der Blick, das ewige Gefühl,
Die Flamme brennt und es ist nicht mehr kühl.
Wohin du mich führst, ich weiß es nicht,
Was ich auch sage, verstehe nicht einmal ich.
Mit Zittern nach dir gestreckt,
Zum einem Lächeln die Zähne gebleckt.
Wirst du mich finden, auch wenn man mich verbirgt,
Sag mir, Held, hast du meinem Freispruch schon erwirkt?
Es kommt der Schwerthieb, und die Klinge zischt,
Sobald die Kerze es trifft, die Flamme erlischt.
Pfeifend schneidet das Metall durch die flackernde Luft,
Lass' nicht zu, das es geschieht, du bist, der mich retten muss.
Ich warte, dass du mich vor diesem schnellen Ende bewahrst,
Dass du mich rettest, für mich Platz in deinem Herzen hast.
Refrain
Der Geruch der Lilie, das Gesicht meines Liebsten,
Jedes Detail verkörpert die Welt am besten,
Was für ein Wunsch ist dieser unglaublicher Traum,
Was ich in ihm sah, Lehrbücher beschreiben es kaum.
Der Geruch der Rose, die Stimme so sanft und klar,
Jeder Ton ist greifbar, wie Samt, jedes Wort wahr,
Was für ein Sehnen zehrt so harsch an mir,
Was mein Herz verspürt, es gehört alles dir.
Komm' zu mir, nimm die Suche von meinem Rücken,
Berühr' meine Hand und ich folge, aus freien Stücken.
Quelle: Frei übersetzt und angepasst von "David Sylvian ~ Scent of Magnolia", dann um mehrere Verse erweitert.
Autor: Ced23Ric