Die Kunde der Energie

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Autor:Aunra Ssapqualyn
Verfasst:Unterreich, 6360 Jahre nach Gründung Sshamath
  
Form:Gebundenes Manuskript
Umfang:92 Seiten
Sprache:Elfisch (Dunkelelfische Ausprägung), Drakonisch
Anspruch:mittel
Nachweis/Zugang:Arkaner Zirkel, öffentlich

Wo entspringt die Energie? Welche sind ihre Zustände? Wie kann man sie verändern?

1.  Teil A: Wissen und Vermutungen

1.1  Die Basis der Forschung – Definition des Wissens

Der Energiebegriff: Energie ist die Form Form der Macht, die sie annimmt bevor, während und nachdem wie sie wahrnehmen können.

Ruhezustand Es existiert ein Grundzustand der Energie, den wir nicht messen können. Dieser Zustand ist dann erreicht, wenn die Energie sich in Ruhe befindet, weshalb man ihn auch Ruhezustand nennt.

Wirkzustand Energien werden durch Eingriffe verändert. Diese sind meist arkaner Natur, da göttliche Wirker nicht aus ihrer Umwelt, sondern von ihrem Patron Macht erhalten. Der Wirkzustand der Energien ist ein höher als der Ruhezustand. Der Wirkzustand lässt sich im Verhältnis zueinander bestimmen. Absolutwerte lassen sich mit keiner mir bekannten Messweise bestimmen. Ein Zauber des 2. Kalkulationsgrades entspricht der doppelten Energiemenge eines Zaubers des 1. Grades und so weiter. Das Verhältnis beträgt demnach zwischen benachbarten Graden stets 1:2.

Wilder Zustand Dieser Zustand beschreibt die Magie in ihrer rohen Form. Sie tritt dort auf wo das Gewebe – die Ordnung zerstört ist. Hier lässt sich kein Verhältnis bemessen und dennoch lässt sich erhöhte Energie aufspüren. Wäre dem nicht so, könnten wir wilde Magie nicht sehen.

Totzustand Hiermit wird die vollkommene Abwesenheit von Energie gleich Macht beschrieben. Dieser Zustand besagt, dass ein arkanes wie (interessanterweise ebenso) göttliches Wirken nicht möglich ist.

1.2  Theorie zum wilden Zustand

Der wilde Zustand bleibt ein noch aufzuklärendes Geheimnis. Meine Theorie besagt, dass das Gewebe soweit verletzt wurde, dass die rohe Form der Magie/Energie/Macht in höheren jedoch unterschiedlichen Zuständen vorkommt, welche sich überlagern. Diese Überlagerung macht es nicht möglich einen bestimmten Zustand festzustellen, denn verschiedene Energien befinden sich in unterschiedlichen Zuständen, wie viele Fäden, die sich in unterschiedlicher Höhe befinden und dennoch zu einem Knäul geformt sind. Es lässt sich kaum beschrieben welcher Faden sich nun wo im Knäul befindet, doch wir wissen und können feststellen, dass er dort ist. Besagte Eigenschaft macht es uns jedoch möglich die wilde Magie überhaupt aufzuspüren.

1.3  Der 1. Schritt – Das Zustandekommen einer These

Eine These wird gesprochen indem sie aus dem Energiekontinuum, das allgegenwärtig (Ausnahme bilden Regionen toter Magie) ist, einen Teil der Energie abzweigt, ordnet und zu einem bestimmten Manifest zwingt. Diese Veränderung lässt sich mit Formeln beschreiben und berechnen. Auf diese Weise kann eine These ganz ohne erste Versuche auf dem Papier geplant und ausgearbeitet werden.

Exkurs Es existiert jedoch auch der Umstand, welcher jedoch höchst unwissenschaftlich und damit ablehnungswürdig ist, dass eine These nicht durch Studien niedergeschrieben wird, sondern der Wirker inuitiv die richtige Zusammenstellung an Gesten und Worten findet um den gewünschten Effekt oder irgendeinen Effektzu erzielen. Inuitivwirker, wie wir sie nennen, besitzen häufig keinerlei Kenntnis über die Wirkungsweise ihrer Thesen und können sie einem anderen kaum beschreiben und auch nur schwerlich weitergeben. Ein Wissensgewinn ist damit ausgeschlossen.

Die Beschreibung einer These findet also in seriösen Studien auf dem Papier statt. Forschung ist jedoch nicht gleich Ergebnis. Viele Thesen benötigen Jahrzehnte um soweit entwickelt zu werden, damit sie einen schmächtigen Effekt erzielen. Ist dies jedoch einmal geschafft, nennen wir unsere erdachte und niedergebrachte Formel: Leitformel.

Diese Leitformel ist keine vollendete These, doch sie ist der Faden an welchem wir uns nun entlang bewegen können und welche uns auf dem Pfad zur richtigen These leitet.

Oftmals ist es auch nützlich schwächere Varianten einer These zu können um daraus gegenteilige Effekte (Konter oder Aufhebungseffekte) , leicht veränderte oder verstärkte Varianten zu entwickeln, die über die der Metamagie weit hinaus gehen.

Das Konzept der Thesenschriften macht es leicht Zauberformeln auch an Schüler weiterzugeben oder sie zu verschiedenen Zwecken zu verkaufen.

1.4  Der 2. Schritt – Die Veränderlichkeit der Energie – Metamagie

Der Wirkzustand einer These ist klar definiert. Er lässt sich im Verhältnis bestimmten und trägt verschiedenes Wissen in sich. Beispielweise seine Stärke, die wir in Kalkulationsgraden einordnen, oder seine Herkunft und seine Natur, die wir in Schulen definieren.

Ein Wirkzustand lässt sich verändern – durch Metmagie.

Die Metamagie greift wie in meiner Zusammenstellung zu den Grundlagen der Magie in den Wirkzustand ein und verändert ihn in typischer Art und Weise. Folgende Interventionen sind bekannt:

  • A. Die Zeit bis der Effekt eintritt (Wirkdauer).
  • B. Die Zeit die der Effekt andauert (Zauber oder Effektdauer).
  • C. Die Kraft mit der der Effekt sich manifestiert (Kraftausmaß).
  • D. Die Art mit der der Effekt hervorgerufen wird (gestenlos, stumm).

Näheres lässt sich im Grundlagenwerk nachschlagen.

Die Metamagie erschafft keine neue These, keinen neuen Zauber, sie nutzt die bereits vorhandene These du wandelt sie während ihrer Wirkung. Dennoch muss dieser Verändung vom Wirker bereits zuvor kalkuliert und errechnet werden. Eine metamagisch veränderte These lässt sich nicht wie gewöhnliche Zauberformeln weiterreichen, da der Wirker eine besondere Befähigung und Ausbildung zur Anwendung dieser Interventionen benötigt.

Thesen:

  • Metamagie muss für jede einzelne Intervention erlernte werden (die Erhöhung der Wirkdauer benötigt eine andere Ausbildung als die des Kraftausmaßes beispielweise).
  • Sie gilt dann jedoch für jede vom Zauberwirker beherrschte These.
  • Auf reine Schriftrollenablesung lässt sie sich nicht anwenden, da sie ebenso zuvor konzipiert und memoriert werden muss.

2.  Teil B: Offene Fragen, Forschungsziele

  1. Kann Metamagie ihrerseits noch weiter verändert werden? Lassen sich beispielweise die Energieerhöhungen, die mit der Veränderung einhergehen weiter absenken?
  2. Existieren weitere metamagische Interventionen, die noch nicht beschrieben wurden?
  3. Wie lässt sich der Zustand wilder Magie möglicherweise auseinanderdividieren, gibt es Zustände, die sich isolieren lassen?
  4. Ist wilde Magie soweit lenkbar, dass sich noch Thesen daraus formen lassen und wie kommt zustande, dass wilde Magie die Wirkung von Magie unterdrückt?
  5. Lässt sich wilde Magie metamagisch verändern?
  6. Lässt sich der Effekt toter Magie konservieren? Lässt sich Energie töten?
  7. Wie passiert die Wanldung zwischen den Zuständen?
  8. Wie schnell?
  9. Kann man das messen?

3.  Teil C: Gedanken zur Materie der Magie

3.1  Tote Magie

Der Begriff beschreibt Bereiche der Welt, die vom Arkanen Gewebe ausgespart sind. Es sind mehrere Phänomene bekannt, die eine solche Aussparung hervorrufen, zumeist sind sie mit der gewaltsamen Zerstörung des Gewebes assoziiert. Gewöhnlicherweise ist das Gewebe omnipräsent und diese Orte stellen damit eine große Ausnahme dar. Orlbar mag solch ein Ort sein, wo das Arkane Netz durch die Einwirkung starker Arkaner Kraft zerstört und zerrissen wurde. Dies ist vermutlich auch der Grund für die Verschmelzung der Ebenen und das Auftreten von wilder Magie, die eine Art Unterform der toten Magie darstellt. Beide beziehen sich auf eine Dysfunktion des Netzes.

In Bereichen toter Magie existiert keine Energie, die in Magie umgewandelt werden kann. Es ist somit nicht möglich Magie zu wirken, was nahe liegt, denn es steht nichts zur Verfügung was geformt und genutzt werden kann. Darüber hinaus verlieren jedoch auch jegliche magisch berührten und bedachten Gegenstände ihre Funktion und ihren Nutzen. Soweit bekannt verliert selbst magisches Gestein dort sämtliche Eigenschaften, dies ist jedoch bislang noch nicht nachgewiesen.

Bislang ist mir kein Verfahren und kein magischer Eingriff bekannt, welcher Zonen toter Magie aufzuheben in der Lage ist.

Es wurde auch noch keine Verfahrensweise beschrieben, die Bereiche toter Magie aufzuspüren in der Lage ist, jedoch existiert eine gewisse Sensibiltät von Wesen, die von Magie durch ihre Fähigkeiten berührt sind. So wird plötzliches Unwohlsein beschrieben. Die dunkle Magie ist davon abgekoppelt, was nahe legt, dass Verletztungen des Gewebes auf die dunkle Magie keinen Einfluss haben. Vermutlich ist deshalb auch der Ursprung des Wirkens ein gänzlich anderer, eigener, der abgetrennt vom eigentlichen Gewebe existiert.

Ist ein Bereich toter Magie gefunden, so kann die Webung Magie entdecken hilfreich sein um die genauen Grenzen der Verletztung zu bestimmen.

Bereiche toter Magie lassen sich durch Webungen wie Magie bannen nicht künstlich erzeugen. Die Energiebilanz von Zaubern wie Magie bannen ist ausgeglichen, da sie den aufrecht gehaltenen Zauber nicht vernichten, sondern in den Grundzustand seiner Energien zurückführen und so die Kanalisierung der Energie und ihre Erhebung aus dem Grundzustand auflösen.

Die beschriebenen Effekte gelten interessanterweise meinen bisherigem Wissen nach ebenso für göttliches Wirken.

3.2  Wilde Magie

Wo Das Gewebe gleichsam Tor wie Barriere ist, da ist dort wo diese Barriere dünn, fasrig und teils durchbrochen ist ein Bereich, den man Wilde Magie nennt. Zu seinen Eigenarten gehört, dass die teilweise roh vorliegende Energie sich nicht formen lässt wie das Gewebe es erlaubt. Dort wo Wilde Magie herrscht, ist das Wirken nicht berrechenbar. Manchmal verpufft das gewobene Netz, manchmal wandelt es sich in etwas gänzlich anderes. In Bereichen Wilder Magie zu zaubern ist ein gefährliches Unterfangen.

Sie aufzuspüren ist jedoch ungleich schwieriger als es bei Toter Magie der Fall ist. Kein Gefühl oder Gespür gibt hier einen Hinweis. Die einzige Möglichkeit besteht darin die Webung Magie entdecken auf einen Bereich anzuwenden. Um das Gesehene richtig einzuordnen bedarf es jedoch einiger Erfahrung im Umgang mit magischem Gewebe. Dies ist liegt auch auf der Hand, denn wer Ungereimtheiten und Verletzungen im Gewebe entdecken will, dem muss auch deutlich vor Augen stehen wie das Gewebe sich gewöhnlicherweise präsentiert.

Nach eigenen Erfahrungen ist eine Webung 'Magie bannen', 'Mächtige Magie bannen' dazu in der Lage das Gewebe für kurze Zeit wieder zusammenzufügen, so dass das Wirken von Zaubern wieder möglich ist. Allerdings vergeht dieser Effekt mit fortschreitender Zeit. Reperaturmechanismen in Form von definierten Webungen sind bislang nicht bekannt.


Autor: revenge