| Titel | Grundlegende Magietheorie |
| Autor | Aunra Ssapqualyn |
| Jahr | 6359 Jahre nach Gründung Sshamath |
| Sprache | Elfisch (Dunkelelfische Ausprägung) |
| Status | Einzelne Pergamentseiten |
| Zugang/Nachweis | Hort des Wissens?; öffentlich |
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
1. Einleitende Worte
Alles verläuft auf der Bahn eines Kreises
Im Grunde genommen strebt die Frage nach der Grundlage der Energien, die Magie und arkanes Wirken ausmacht, immer auch jener Frage nach dem Ursprung allen Seins entgegen. Diese Frage kann weder von klassischer noch von neuer Denkensweise befriedigend beantwortet werden, weder heute noch in vergangenen Tagen und meiner Ansicht nach wird es auch in der Zukunft stets offene Frage diesbezüglich geben. Der Grund ist ein denkbar einfacherer: Das Sein ist niemals entgültig, denn es kennt keinen wahren Anfang und kein Wahres Ende.
Die Energien aus denen wir die Macht der Magie ableiten sind allgegenwärtig. Dass wir sie mittels arkaner Thesen nicht aufdecken können, sondern nur Auren aktiver arkaner Ströme zu erkennen in der Lage sind, ist der Grund weshalb wir diesen Strom der Energien nicht augenscheinlich begreifen oder aufzudecken vermögen. Was wir jedoch einfach feststellen können sind Orte oder Begebenheiten an denen dieser Strom gestört ist oder gänzlich fehlt. Die einfachste Prüfung ist der Versuch magische Macht an solch einem Ort zu sammeln. Man wird feststellen, dass eine Störung leicht zu Missfaltungen der These führt und so die Webung eine gänzlich andere Form annimmt als man es eigentlich erdachte. Ein Fehlen des Energiestromes äußert sich in einer ganzheitlichen Aubleiben jedes magischen Effektes den man zuvor hervorzurufen im Stande war.
Die Energien sind demnach um uns, wir formen sie und greifen darauf zu, so wir wissen wie dies zu bewerkstelligen ist. Aus dieser Erkenntnis und dem zusätzlichen Wissen, dass nicht jede These leicht zu begreifen und zu formen ist, ist es uns möglich eine weitere Schlussfolgerung zu ziehen. Der Strom der Energie ist unendlich, seine Limitierung liegt im Vermögen des Webers selbst. Einige Ströme sind leichter zu kontrollieren als andere. Diese ordnen wir unserem eigenen Bestreben das Urchaos zu beseitigen einer bestimmten Systematik nach. Die klassische Arkanlehre nennt die unterschiedlichen Energieströme Zauber- oder Kalkulationsgrade. Derzeit ist es möglich Neun derer zu begreifen. Diese Methodik sieht vor, dass die Schwierigkeit mit der eine Webung zu meistern ist mit aufsteigender Zahl ebenso ansteigt. Eine Webung des ersten Kalkulationsgrades ist leichter zu begreifen und durchzuführen als es bei einem des Vierten Grades der Fall ist.
Die Existenz der Energien ist unendlich
Wichtig festzuhalten ist, dass scheinbar keinerlei Energie verpufft. Alle Energie, die durch eine Webung zusammengezogen und verändert wird, löst sich bei ihrer Auslösung auf und strebt ihrem Urzustand der fließendern Kraft zurück. Dieser Veränderung vermögen wir in Form von Auren zu beobachten. Nachdem ein Zauber gewirkt wurde, hinterlässt er ein Echo, das wir beobachten können. Dieses Echo stellt die Rückfaltung eines ausgelösten Zaubers, einer zusammengezogenen Energie in den ursprünglich fließenden Zustand dar.
2. Eigenschaften von Webungen
Webungen sind in ihren Energien veränderlich und gewinnen durch sie neue Fähigkeiten hinzu
Wir beobachten zudem, dass Techniken existieren wie eine Webung in ihren Eigenschaften nach dem Willen des Wirkes so verändert werden kann, dass der Strom der Energie schwieriger zu beherrschen ist. Dies ist beispielweise der Fall so wir einen gewöhnlichen Zauber der Unsichtbarkeit eine längere Dauer verleihen möchten, als es normalerweise der Fall ist. Die Dehnung und Veränderung der Webung in diesem Sinne kann kalkuliert werden und erbringt in allen bislang beobachteten Fällen eine Erhöhung um einen Grad. Es gibt jedoch zusätzliche Veränderungen, die vermutlicherweise weitere Erschwernisse in der Webung nach sich ziehen. Dem sind zumindest der theoretischen Kalkulation nach keine Grenzen gesetzt.
Eine Theorie besagt, dass durch die Veränderung der Webung größere Mengen an arkaner Energie gebündelt werden müssen, was in einem höheren Kraftaufwand resuliert und damit die Erschwernis der Webung um mehrere Grade anhebt.

Schema der theoretischen Berechnung von Energieniveaus
Besonders erfahrene Wirker vermögen ebenso die Wirkung ihrer Webungen sehr exakt voraus zu sagen. Dies könnte bedeuten, dass all jene veränderlichen Komponenten eines Zaubers durch den Willen des Webers so verändert werden, dass sie ihre maximalen Ausmaße annehmen. Eine solche Webung wäre vermutlich um kalkulierte drei Grade oder mehr erhöht. Bei einigen Webung jedoch scheint diese Methodik nicht anwendbar zu sein.
3. Einfluss der Zeit
Die Zeit ist ein bestimmendes Maß
Während die Höhe der Energie stets gleich bleibt und von Grad zu Grad berechenbar ansteigt, ist die Zeit in der sich ein Zauber sprechen lässt, die Zeit, die er anhält veränderlich. Die Zeit spielt jedoch auch noch in anderem Sinne eine bedeutende Rolle. Bei den meisten Zauber entspricht die Zeit bis der Effekt sich manifestiert etwa 6 Lidschlägen gleichmäßig nacheinander ausgeführt, Abweichungen hiervon existieren. Zumeist bedarf es längerer Zeit oder durch metamagische Verstärkung vermag man die Webedauer stark zu reduzieren. Der Anstieg der Energie ist bei jedem Zaubergrad gleich, der Abfall verhält sich ebenso, ist jedoch nicht in 6 Lidschläge zu fassen, sondern nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch. Die Abnahme der Energie ist durch entsprechende magische Sicht sogar beobachtbar, jedoch schwer zu messen, da jene Abnahme diffus verläuft. Der Glanz der ersterbenden Aura ist ein fluchtuiertendes Feld, das in manchen Momenten schwach wahrzunehmen in anderen fast verschwunden scheint. Es lassen sich nur ungefähre Zeiträume angeben. Die fluchtuierenden Felder sind charakteristisch für jede Zauberart auf welche Weise man die verblassenden Zauber vermeintlich nicht identifizieren, jedoch zumindest die Art und in vielen Fällen auch die Zauberschule nachzuweisen vermag.

Autor: Revenge