| Autor: | unbekannt |
| Verfasst: | unbekannt |
| Form: | Pergament mit Kommentarseiten |
| Umfang: | 6 Seiten |
| Sprache: | Aus dem Elfischen ins Drakonische |
| Anspruch: | schwer |
| Nachweis/Zugang: | Arkaner Zirkel, offen |
Wichtiger noch als die Pergamentseite mit den Versen scheinen die Kommentarseiten dieser Mappe zu sein. Fast kaum wird erwähnt worum es eigentlich geht, wenn man nicht schon enormes Vorwissen besitzt. Das Werkpapier handelt scheinbar vom Konflikt zweier Rassen, Sharn? und Phaerimm?, und fusst auf einer spezifischen Quelle, die aber ungenannt bleibt.
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
1. In tiefstem Schatten eingewoben (Originaltext)
(1)In tiefstem Schatten eingewoben
zu neuer Stärke sich erhoben
ein Volk so grausig und geschwind
was selten sah Sonn' wie Wind.
(5)Gebannt in ein verborgenes Reich
was einst fiel mit Stein und Streich
saßen und sangen sie dort und lauern
dass Zeit und Schloss nicht länger andauern.
(9)Doch die Schlüsselmeister gaben nicht auf
verließen Heim wie Hof und Haus
um nach dem Tode in all ihrer Macht
dem Vergessen zu trotz, dem dieser Schlacht.
(13)Das Grausiges Volk sei eingeschlossen
keine elfische Träne hierfür vergossen
sie haben das eigene Leben gegeben
um dem Ziel der Bannes entgegen zu streben.
(17)So bleiben die schatten ewig verborgen
bis zum nächsten Ende des Morgen
doch brechen sie durch den Wall geschwind
d'rauf starb nicht nur ein Elfenkind.
2. Kommentare und Anmerkungen
Die Ergänzungen weisen darauf hin, dass der Text am 18. Kytorn 1386 TZ in den Schriftenbestand des Arkanen Zirkels aufgenommen wurde. Es wird wohl an einer Auslegung des Textes gearbeitet.
2.1 Begleitschreiben
Ehrenwerte Arkanistin,
ich habe dieses Gedicht durch einen Freund erhalten und in eure Sprache übertragen. Von wem es verfasst wurde weiß ich nicht. Es besteht die Vermutung, dass es bereits sehr alt ist und bereits mehrmals in andere Sprachen übertragen wurde. Ich hoffe es hilft euch ein wenig weiter oder fügt sich gut in eure Sammlung ein.
Gez. A.S.
2.2 Kommentar zur Strophengliederung
Die ersten drei Strophen blicken auf das was war und erinnern an die Vergangenheit der Entstehung und Bewachung des Gefängnisses. Die letzten beiden Strophen haben prophetischen Charakter und bleiben unklar. In undeutlicher Rede wird das Ende des Gefängnisses vorgezeichnet oder aber davor gewarnt.
Die erste Strophe scheint anzudeuten, dass die Gefangenen, das "grausige Volk der Tiefe", zwar gefangen doch auch neu erstarkt sind in der Vergangenheit.
Die zweite Strophe greift das Gefängnis selbst auf. Die Gefangenen im "verborgenen Reich" sangen und lauerten auf den Fall des Gefängnisses. Vers 6 scheint auf einen bereits begonnenen Verfall des Gefängnisses zu verweisen?
Die dritte Strophe scheint auf die Gegenspieler des Großen Konflikts zu verweisen. Die Wächter, die ihr altes Leben aufgaben um den Kampf, auf den sie sich einschworen, fortzuführen und auch gegen sein Vergessen zu kämpfen. Ist der Kampf bereits neu entflammt, wenn Vers 6 seine Bedeutung behält?
Die vierte Strophe ist unklar. Es liegt ein möglicher Widerspruch in ihr, weil nicht klar ist welche Partei des Großen Konflikts das "Leben gegeben" hat und wie es sich mit dem "Bann" und dem "Ziel" verhält.
Die fünfte Strophe ist ebenfalls kryptisch. Sie verweist scheinbar in die Zukunft, Vers 17 und 18 legen dies nahe. Doch Vers 19 und 20 lassen die Bestimmung der Redezeit undeutlich werden.
3. Protokoll mündlicher Ausführungen, 14. Marpenrot 1386 TZ
Die U. berichten davon, dass ihre Stadt eine der wenigen war, die den Angriffen der Aggressoren entgehen konnte. Denn des Imperium alten Glanzes zerbrach unter ihrem Angriff. Die Städte fielen und das Land welkte und dörrte durch ihr Wirken.
Sie sagen, dass alle Macht zur Verteidigung erhoben wurde und doch veränderte sich das Angesicht der Welt für immer. Was heute eine Narbe in der Welt ist nannte sich einst Nesseril und das was heute übrig ist, ist nurmehr der Schatten einstiger Größe. Die Aggressoren wurden letztlich besiegt, durch die Macht der Sharn. Die Sharn dies war einst, lange vor der Zeit als das Elfenvolk sich durch Zwist auseinandertrennte, ein Weg des Opfers. Von allen Völkern gab es solche, die von großer Macht waren und dieses Opfer brachten. Ihre Leiber, ihre Geister veränderten sich und sie waren nicht mehr, was sie vorher waren, denn sie wurden Sharn.
Die Aggressoren wurden durch das Eingreifen des Opfervolkes nicht vernichtet. Sie wurden unter der Erde - tief dort unten - durch die Opfernden eingekerkert. Unter dem Land das einst das blühende Herz des Imperiums trug.
Doch heute ist dieser Kerker mit Rissen versehen und niemand weiß, was aus dem Opfervolk wurde oder was sie wirklich sind. Es ist ein Geheimnis das im Wissen aller alten Orte liegt wie Ilefarn, Myth Drannor, Telanitivye, Shanatar.
Die U. sprachen noch davon, dass es noch Zeugen vom Fall des Alten Imperiums gab und Zeugen der Zeit des Krieges des Alten Volkes. Doch wo diese zu finden sind, konnten sie nicht sagen.
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Um das Schicksal des Elfenvolkes ranken sich zahlreiche Mythen. Sie sind sehr stark vom Abstieg der Ilythiiri und ihrem Hass auf das Lichtvolk geprägt. Demnach gab es nach Annahme vieler eine Zeit, in der die Dunkelelfen noch an der Oberfläche lebten, gemeinsam mit den Elfen des Lichts. Nach den U. ist das Opfervolk älter als dieser mythische Streit und Exodus der Elfenvölker. Der weg zu diesem Opfer war ein freiwilliger, um auf Ewigkeit sich selbst zu opfern und ein Wächter zu werden. Ein Wächter des Landes.