Nimm' meine Tränen mit
Autor:Valeska Harsk
Verfasst:1374 TZ
Form:Lied
Sprache:Chondath
Anspruch:mittel
Zugang:emotional



"Nimm' meine Tränen mit" ist ein Lied über den Krieg zwischen Damara und Vaasa, erzählt aus den Augen einer Tochter, die ihre Familie durch Kampfhandelungen und Selbstmord verliert. Im Gegensatz zu glorifizierenden Werken stellt dieses Lied das Leid der Hinterbliebenden in den Vordergrund und klagt Krieg und kriegsführende Parteien als Quell des Leides an. Das Lied, im Jahr 1380 TZ in Lautwasser vorgetragen, gewann den ersten Platz im Bardenwettbewerb diesen Jahres.

Erste Strophe

Heda, Vater, welch stolzes Wappen,
Es prangt auf deiner Brust so hell,
Die gekreuzten Federn, auch auf dem Rappen,
Ich hör' der Hunde Gebell.

Du reitest aus, für König und für Vaterland,
Gegen die dunklen Heere, sie haben den Norden verbrannt,
Du und deine Kameraden, ihr wollt dem König dienen,
Kämpfen, lachen und obsiegen.

Du hast das Schwert geschliffen, den Schild geputzt,
Alle Kriegsfinten hast du gewusst,
Deine Rüstung schimmert, von all dem Öl,
Doch hörst du uns nicht jubeln, wir sind still.

Du siehst nicht, dass wir nicht lachen,
Herrje - das sind eben Männersachen,
Und du siehst nicht einmal über deinen Rücken,
Herrje - in den Tod, aus freien Stücken?

Zurück bleiben wir, wir sehen dir noch nach,
Mutter weint alleine in ihrem Gemach,
Denn wir wissen, du kehrst nie zurück,
Wer den Krieg sucht, findet dort kein Glück.

Refrain

Du willst ein Schwert, komm, nimm es dir,
Ach was, nimm dir gleich Vier,
Und nimm auch meine Tränen mit,
Auf deinem heldenhaften, letzten Ritt.

Für die Blutfedern reitest du in den Tod,
Du kämpfst gegen unser aller Not,
Doch vergisst du die Not, die du mir bringst,
Wenn du mit deinen Kameraden vom Kämpfen singst.

Zieh hinaus, zieh in die Schlacht,
Der Abend gehört dir, doch nicht die Nacht,
Die gehört dem Feind, dem Ork, dem Hexenkönig,
Im Vergleich zu denen seid ihr viel zu wenig.

Du vergehst alleine ...
... und ich weine.

Zweite Strophe

Heda Bruder, du folgst dem alten Herrn,
Ich seh's, ein Kämpfer willst du sein, so gern,
Aber sieh doch mal, wer du bist,
Du hast diesen Sommer zum ersten Mal geküsst!

Und nicht mal einer Frau Wärme gespürt,
Was ist so groß, wenn man sein Blut verliert?
Wofür kämpfst du denn, wenn nicht für uns,
Sind wir denn weniger wert als des Königs Gunst?

Jugendlicher Leichtsinn, hör ich Mutter wimmern,
Und ich schreite durch leere Zimmern,
Der Vater fort, der Bruder hinten drein,
Was soll denn das für eine Familie noch sein?

"Damit wir nicht sterben, damit das Land ist frei!"
Ich höre noch immer des Werbers Geschrei,
Aber wer ist denn am Leben, ihr zwei seid's nicht,
Warum nimmt mir Freund wie Feind mein Licht?

Wir bleiben daheim, du reitest Vater hinterher,
Doch sehen wir dich nimmer mehr.
Denn wir wissen, du kehrst nie zurück,
Wer den Krieg sucht, findet dort kein Glück.

Refrain

Du willst ein Schwert, komm, nimm es dir,
Ach was, nimm dir gleich Vier,
Und nimm auch meine Tränen mit,
Auf deinem heldenhaften, letzten Ritt.

Für die Blutfedern reitest du in den Tod,
Du kämpfst gegen unser aller Not,
Doch vergisst du die Not, die du mir bringst,
Wenn du mit deinen Kameraden vom Kämpfen singst.

Zieh hinaus, zieh in die Schlacht,
Der Abend gehört dir, doch nicht die Nacht,
Die gehört dem Feind, dem Ork, dem Hexenkönig,
Im Vergleich zu denen seid ihr viel zu wenig.

Du vergehst alleine ...
... und ich weine.

Dritte Strophe

Heda, Großvater, nun gehst auch du,
Warum läßt der Krieg uns keine Ruh,
Du bist doch zu alt, um das Schwert zu heben,
Läßt dieser Kampf denn keinen von euch leben?

Selbst du, der schon soviel gedient,
Mit den Letzten in die Schlacht nun zieht,
Aber welchen Sieg willst du noch erringen,
Wieviele Tränen noch soll ich besingen?

Meinst du wirklich, dass ihr erreicht,
Dass der Elende von uns weicht,
Willst du denn nicht um deine Lieben sorgen,
Bleibt uns denn kein gemeinsamer Morgen?

Auch du siehst nicht mehr zu uns zurück,
Herrje, selbst bis zum Pferd, das Stück,
Lahmst du und doch willst du in den Krieg,
Für einen blutigen, unerschwinglichen Sieg.

Du fällst, neben den Hundert Toten,
Und ich schreibe meine traurigen Noten,
Denn wir wissen, du kehrst nie zurück,
Wer den Krieg sucht, findet dort kein Glück.

Refrain

Du willst ein Schwert, komm, nimm es dir,
Ach was, nimm dir gleich Vier,
Und nimm auch meine Tränen mit,
Auf deinem heldenhaften, letzten Ritt.

Für die Blutfedern reitest du in den Tod,
Du kämpfst gegen unser aller Not,
Doch vergisst du die Not, die du mir bringst,
Wenn du mit deinen Kameraden vom Kämpfen singst.

Zieh hinaus, zieh in die Schlacht,
Der Abend gehört dir, doch nicht die Nacht,
Die gehört dem Feind, dem Ork, dem Hexenkönig,
Im Vergleich zu denen seid ihr viel zu wenig.

Ich vergeh' allein ...
... und du kannst nicht mehr wein'n.



Quelle: Eigenkreation


Autor: Ced23Ric