
| Autor: | Aunra Ssapqualyn |
| Verfasst: | Unterreich, 6361 Jahre nach Gründung Sshamath |
| Form: | Gebundenes Heft |
| Umfang: | 40 Seiten |
| Sprache: | Elfisch (Dunkelelfische Ausprägung), Chondath |
| Anspruch: | voraussetzungsvoll |
| Nachweis/Zugang: | Arkaner Zirkel, offen zugänglich |
| Wissenshort?, offen zugänglich |
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
- 1. Grundlegendes
- 2. Bekannte Thesen
- 2.1 Faerl videnn
- 2.2 Faerl z'hind
- 2.3 Barra z'hind
- 3. Einflussgrößen
- 3.1 Faerzress
- 3.2 Unterdrückende Magie
- 4. Portale
- 4.1 Portaltheorie
- 4.2 Portalzyklus
1. Grundlegendes
Die Reise auf magischen Wegen ist ein vorzügliches und bereits seit langer Zeit gern verwendetes Mittel um den zeitlichen Aufwand und die körperlichen Anstrengungen einer Reise zu minimieren. Die Herleitung dieser Magie basiert auf dem Wechsel zwischen den Ebenen, die jedoch - von der Art der These abhängig - in sich limitiert ist. Die magische Reise ist ein bequemes und doch risikoreiches Unterfangen, das einer weitsichtigen Abwägung bedarf. Sie ist ein Instrument für jedweden Anwender, der sich der Überbrückung von großen Entfernungen ausgesetzt sieht.
2. Bekannte Thesen
2.1 Faerl videnn
These vierten Kalkulationsgrades.
Die vorliegende These ermöglicht es kurze Strecken präzise zurück zu legen. Sie bedient sich der Ätherebene und ist deshalb nur von den Gegebenheit des Anfangs- und Zielpunktes abhängig. Diese These ist dazu befähigt jegliche Objekte, die sich in Verbindung mit dem Wirker befinden mit sich zu nehmen, so sie die Möglichkeiten des Träger jene zu wuchten nicht übersteigen. Die Mitnahme eines weiteren willigen Wesens ist eine fügliche Eigenheit. Der Wille des Nicht-Wirkende muss sich für die Manifestation der These öffnen um einen Erfolg zu gewährleisten. Der physische Kontakt zwischen Wirker und Nicht-Wirker ist obligatorisch. Zugestanden werden muss, dass diese Transportmöglichkeit sich nur für gut bekanntes Terrain eignet, da anderenfalls die Gefahr besteht in beengte Räumlichkeiten zu gelangen, welche zu beträchtlichen Schäden an Wirker und Nicht-Wirker führen können.
2.2 Faerl z'hind
These fünften Kalkultionsgrades.
Eine Erweiterung von Faerl videnn stellt diese These dar, welche von Ishtar Zhendorl das erste mal im Detail bearbeitet und analysiert wurde. Bekannt ist diese These bereits seit den jüngsten Tagen, obgleich sich nicht zurückverfolgen lässt auf welchen wachen Geist ihre Erschaffung zurück geht.
Sie bedient sich wie Faerl videnn der Ätherebene über welche die weiten Räume zurückgelegt und verkürzt werden. Die Reichweite dieser These ist deutlich erweitert. Übliche Schriften beschreiben geglückte Reisen bis von 16 000 bis 320 000 Schritt. Die Mitnahme von weiteren Individuen ist von der Macht des Wirkers abhängig. Der physische Kontakt zwischen den Reisenden ist wiederrum zwingend.
Da die These an ferne Orte zu führen vermag, ist eine genaue Kenntnis des Ortes unabdingbar. Anderenfalls kann dies von schwersten Verletzungen bis zum Tode führen. Die Möglichkeit an gänzlich andere Orte zu gelangen, ist stets gegeben und kann nur durch die sehr detaillierte Kenntnis und die Fertigkeiten im Umgang mit der These selbst minimiert werden. Ein Restrisiko besteht stets.
Es ist bislang nicht gelungen diese These für Reisen zu fernen Ebenen zu nutzen.
2.3 Barra z'hind
These sechsten Kalkulationsgrades.
Obgleich der Name eine ähnliche Funktionsweise nahe legt, ist das doch nicht der Fall. Das Reisemedium, welches sich diese These bedient, ist nachgewiesenermaßen nicht die Ätherebene, sondern kann am Rande der materiellen Ebene lokalisiert werden. Es ist die Schattenebene. Obgleich die Funktionsweise derart unterschiedlich ist, lassen sich einige Gemeinsamkeiten finden. Dazu zählt sich zweifelsohne das Vermögen der These weitere Individuen mitzutragen, deren Anzahl durch dioe Befähigung und die Macht des Wirkers beschränkt ist. Der Geist der Mitreisenden muss sich ebenso für die Manifestation öffnen. Anderenfalls besteht die Möglichkeit, dass diese zurück bleiben und von dem erwünschten Effekt nicht betroffen werden.
Dem bisherigen Erkenntnisstand nach ermöglicht es diese These nicht den Ort des Erscheinens präzise zu wählen. Ebenso wenig ist es möglich den Reiseweg nachzuvollziehen oder die zurückgelegte Strecke näher zu bestimmen.
Es ist bekannt, dass Barra z'hind dazu verwendet werden kann andere Ebenen zu bereisen, allerdings ist dies auf jene Ebenen limitiert, die an die Schattenebene angrenzen.
3. Einflussgrößen
Wie bereits beschrieben sind diese Zauberthesen maßgeblich von den herrschenden Bedingungen an Anfangs- und Zielort abhängig. Störungen im Gewebe wie man sie als Wilde Magie bezeichnet, haben einen unabsehbaren Einfluss auf die vorgenommene Reise. Zumeist steigt das Risiko an einem nicht gewählten Ort zu erscheinen um ein beträchtliches Maß an (kann jedoch nicht exakt oder genauer bestimmt werden). Es kann ebenso jedweder andere Effekt zufällig eintreten. Bereiche Toter Magie schließen eine Anwendung der Thesen wie gewöhnlich aus. Weiter sind im Habitat des Unterreiches Strukturen wie das Faerzress bekannt, welches im Folgenden näher beschrieben werden soll. Ein kurzer Einblick in Translokationen unterdrückende Magie soll ebenso gegeben werden.
3.1 Faerzress
Ursprung und Ausbildung dieses Phänomens ist bislang unbekannt. Eine Theorie, die in der Vergangenheit viel Zuspruch erhielt und zumeist in den Akademien als aktueller Erkenntnisstand gekennzeichnet wird, bezeichnet das Faerzress als Überbleibsel einer Macht, die einst die Strukturen des Unterreichs schuf. Vermutlicherweise ging sie einmal von einer Gottheit größerer Macht aus. Jüngste Untersuchungen legen nahe, dass es sich hierbei um die weithin unbekannte Göttin Shar gehandelt haben muss, da deren Wirken in Dunkelheit und den Tiefen über lange Zeit maßgeblich nachgewiesen werden kann. Weshalb sie diese Restbestände ihrer Macht hinterließ und diese offenkundig bis heute speist, ist ein Mysterium.
Das Phänomen des Faerzress interagiert mit zahlreichen Thesen und Arkanen Schulen, die durch experimentelles Vorgehen aufgedeckt werden können. Eine erschöpfende Auflistung liegt bislang in keiner bekannten und angesehenen Akademie vor, was vermutlicherweise darin begründet ist, dass die durchzuführende Experimente leicht in schwerste Verletzungen, dem Tod oder spurloses Verschwinden münden können.
Gesicherte Erkenntnis besitzen wir in jedem Falle darüber, dass Magische Reisen und jene These, die sich damit befassen (Verweis: Faerl z'hind, Faerl videnn, Barra z'hind) sich einem starken Einfluss ausgesetzt sehen. In jenen tieferen Bereichen des Unterreiches lässt sich vermehrt dieses Phänomen detektieren. Häufig wird es als natürliche Schutzvorrichtung genutzt, so dass Heime und Städte an Orten besonders eindringlichen Wirkens des Faerzress erschaffen werden. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass sich Portale, welche nicht vom Faerzress derart betroffen sind, zu einem einflussreichen Faktor erhoben. Die Kosten ihrer Nutzung stiegen mit dieser sehr alten Erkenntnis sprunghaft an.
Der Einfluss des Faerzress äußert sich derart, dass magische Reisen nicht mehr präszise gesteuert werden können. Es verlangt ein hohes Vermögen eine Manifestation der Thesen überhaupt zu erreichen. Im Einflussbereich von Faerzress ist von einer Anwendung dringlichst abzuraten.
Die Möglichkeit mittels Chaosmagie künstliche Bereich zu erschaffen, welche ähnliche Eigenschaften aufweisen wie das Faerzress sie zeigt, ist durch die Existenz der Chaosblüte im Handelsposten des Unterreiches nachgewiesen. Das damit einhergehende Risiko kann bislang nicht aussagekräftig bestimmt werden.
Ebenso bekannt ist, dass das Faerzress einen großen Einfluss auf die Wirkungsweise und Funktionstüchtigkeit von Hellsichtmagie besitzt. Nähere Bestimmungen hierzu liegen bislang nicht vor.
3.2 Unterdrückende Magie
Faerl zexen'uma ist eine bekannte und beliebte These um die Manifestation von Reisemagie zu unterdrücken. Ihre Lenkung obliegt dem Wirker und wird nicht durch das Gewebe vermittelt. Damit ist der Erfolg einer Wirkung maßgeblich vom Vermögen des Wirkers abhängig die fragliche Person fachgerecht als Ziel auszumachen. Mächtig ist diese These vierter Gewebetiefe, da sie sich nach dem bisherigen Erkenntnisstand auf alle Thesen bezieht, die eine magische Reise ermöglichen. Weitere unterdrückende Magie lässt sich durch ein Feld antimagischen Wirkens realisieren, welches jedoch nahe an den Wirkenden herangebracht werden muss und demnach nur als indirekter Schutz zu bezeichnen ist.
4. Portale
Reichhaltig und vielfältig ist die Form und Art jener Portale, die sich im Unterreich finden lassen. Üblich sind Portalpaare welche einen Austausch zwischen Städten und Handelsposten ermöglichen. Ebenso üblich, obgleich ungleich Ressourcenaufwändiger sind ganze Netzwerke an Portalen, welche sich dadurch auszeichnen, dass die Richtung der Portalwirkung fein gesteuert werden kann. Ziel- und Startportal können innerhalb des Netzwerks frei kombiniert werden. Weiters lassen sich seltener Portale zu anderen Ebenen lokalisieren welche zumeist nur Forschungszwecken dienen.
Vermögende Erschaffer solcher Portale finden sich unter den Dunkelelfen wie auch innerhalb der Rasse der Grauzwerge. Gleichwohl ein Wissensaustausch füglich für das Foranschreiten beider Arten wäre, ist er doch durch die konkurrierende Stellung und das große Misstrauen bislang nicht gelungen. Anzunehmen ist, dass die Portalmagie auf ähnliche Weise realisiert ist, doch Modifikation und Verlässlichkeit sich stark unterscheiden.
4.1 Portaltheorie
Die Portaltheorie ist ein weites kompliziert anmutendes Feld welches nur von Wirkern mit leidenschaftlichem Interesse über viele Großzyklen bis Großkreise hinweg verfolgt werden muss. Die korrekte Erschaffung eines Portals erfordert außerordentliche und herausragende Expertise auf diesem Wissengebiet und geht zumeist mit einem großen Einsatz an Ressourcen einher.
Es ist bekannt, dass die Erschaffung an besondere Eigenschaften gebunden werden kann, welche beispielsweise eine Art Ausblick oder Fenster beinhaltet ohne dass ein Durchtritt ermöglicht wird. So sind Portale wie fälschlicherweise häufig angenommen nicht nur Werkzeug für eine rasche Reise, sondern auch Übermittler von Wissen und Aussichten. Weitere Bindungen an besondere Eigenschaften des Durchschreitenden sind ebenso der Theorie nach möglich.
Es ist üblich, dass Portale durch besondere Inschriften gekennzeichnet werden, so sie der allgemeinen Reise von Nutzen sein sollen. Die Nutzung ist zumeist an einen regelmäßigen nicht zu unterschätzenden Obulus gebunden.
4.2 Portalzyklus
Eine durch die Arkanistin der Oberfläche und Angehörige der Menschenrasse Kathaphaia formulierte Anzahl an Analysezaubern, welche Portale oder Portalähnliche Gebilde betreffen. Nach Portalzyklus Band I, Kathaphaia wird ein Zyklus als historisch gepflegter Zusammenschluss von Thesen beschrieben. Die Bezeichnung für sich ist selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
Der Portalzyklus selbst umfasst sieben Kernformeln, die der Schrift nach auf die Mühen eines alten Reiches der Menschen zurückgehen, welches sich Nesseril nannte und mit dem Übermut eines seiner höchsten Magier sein harsches Ende fand. Dennoch überdauerten die ersten mutigen Anfänge auf diesem Pfad die Zeiten. Kathaphaia beschreibt die Thesen nach den Worten einer weiteren Oberflächenmagisterin, welche den Kunstnamen Simbul trägt.
Ein Kurzfassung soll im Folgenden gegeben werden darüber hinaus gilt der Verweis auf die Werke der Kathaphaia zum Portalzyklus Band I und Band II.
| Bezeichnung der Simbul | Zugewiesene These(n) |
| Erkenne den Weg | Kampiun Obsule (Portalanalyse), Raelgil Obsule (Portaltransparenz) |
| Verkünde den Weg | Ehtah Obsule (Portalortung) |
| Übersehe den Weg | Dresig Obsule, Jennuilt Dresig Obsule (Portalalarm, Mächtiger Portalalarm) |
| Verberge den Weg | Rygat Obsule (Portalverzerrung) |
| Versiegle den Weg | Jilg Obsule (Portal versiegeln) |
Anmerkung zur gewählten Bezeichnung der Thesen. Vermutlicherweise handelt es sich dabei um eine Ausprägung der Oberwelterlerzungen, die sich Alzhedo nennt

Autor: Revenge