| Autor: | Sabia Eisglanz |
| Verfasst: | Llorkh, 1387 TZ |
| Form: | Heft |
| Umfang: | 40 Seiten |
| Sprache: | Drakonisch |
| Anspruch: | gehoben |
| Zugang: | Arkaner Zirkel, offen zugänglich |
Diese Arbeit ist die Zusammenschau und redigierte Synopse der grundlegenden Erkenntnisse zum Astralraum. Sabia Eisglanz, Schülerin des Nezraddin, verfasste das Werk am Arkanen Zirkel zu Llorkh anlässlich einer Forschungsanstrengung zur Rekonstruktion des Portal-Zyklus mit ihrer Kollegin Kathaphaia.
Über den Astralraum - beruhend auf der Forschung des Arkanisten Nezraddin, Luskan
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
"Jene die über Portale sagen sie führen von einer Ebene in eine andere haben recht mit dem was sie sagen und doch wissen sie nichts über das was sie sagen. Ja Portale verbinden zwei Punkte der Ebenen, ja sie sind Meisterwerke in sich welche Dinge vollbringen für die ein mancher in den Tod gegangen ist ohne es auch nur annähernd zu erreichen, doch ist es der Raum den das Portal durchquert der am wichtigsten dabei ist. - Man kann Portale nicht verstehen ohne den Astralraum zu verstehen, den auch sie führen durch diesen und ohne ihn wären Portale nichts weiter als ein Traum eines dummen Kindes dass die Zusammenhänge noch nicht versteht."
1. Allgemeines zum Astralraum
Der Astralraum ist jener unendliche Raum der zwischen allen Ebenen durchquert werden muss bei der Reise von Ebene zu Ebene. Er verbindet jegliche Ebenen miteinander, sowohl die Inneren, die Materielle als auch die Äußeren Ebenen, wobei dieser jede einzelne Ebene umschließt und zugleich durchdringt ohne dass die Wesenheiten welche sich nicht mit der Reise zwischen den Ebenen beschäftigen ihn jemals wahrnehmen werden. Er bildet die Essenz jeglicher Gedanken um die Ebenen, sei es die Ebenentheorie, die Portale oder die Beschwörungsmagie selbst, welche ohne den Astralraum unmöglich wäre. Selbst Beschwörungszauber die scheinbar keinen direkten Zugriff auf den Astralraum brauchen wie etwa der Zauber der Teleportation berühren ihn doch genug um eine Abhängigkeit der beiden zu schaffen, ohne den Astralraum wäre kein solcher Zauber möglich.
Um es bildlich zu machen: In der Ansicht des viel genutzten Ebenenbaumes, in dem die Inneren Ebenen die Wurzeln, die Materielle Ebene den Stamm und die Äußeren Ebenen die Äste und Zweige bilden wäre der Astralraum im gesamten der Baum selbst. Die Rinde, das Holz, selbst das Wasser welches seinen Weg durch das Holz bis zu den entlegensten Zweigen fließt. Ohne den Astralraum würde dieses Bild welken und schließlich zu Grunde gehen.
2. Gestalt des Astralraumes
Die Unendlichkeit des Astralraumes wurde bereits angesprochen, des weiteren muss man sich diesen als einen einzigen silbernfarbigen Himmel vorstellen der trotz seiner Weite doch nur den Blick wenige hundert Schritt zulässt bis dieser Himmel das zu sehende verschlingt. Wolken bestehen in seltsamer Form und sind nahezu unerreichbar. Ähnlich der Elementarebene der Luft bestimmt jede Wesenheit für sich selbst was in diesem Raum Oben und Unten ist und die Bewegung geschieht durch den bloßen Gedanken in welche Richtung man sich bewegen möchte.
Innerhalb dieses Raumes finden man nur selten ein festes Objekt, jedoch einige der farbigen Ebenenwirbel welche in jegliche Ebenen hineinreichen. Welche Ebenen sie mit dem Astralraum verbinden kann man an ihrer Farbe erkennen, beruhend auf dem Lebenswerk eines Magiers das man in diesem Zusammenhang nur mit Ehrfurcht betrachten kann. (Die Farbzugehörigkeiten wurden bereits an anderer Stelle von Arkanistin Kathaphaia aufgezeigt, daher wird eine nochmalige Nennung vermieden).
3. Reise durch den Astralraum
Auch wenn der Astralraum alle Ebenen miteinander verbindet ist die Reise zwischen den Ebenen kein leichtes Unterfangen. Zunächst muss man sich darüber klar sein dass die Materielle Ebene als eine Art Ankerpunkt zwischen den Ebenen dient. Von der Materiellen Ebene kann man in jede andere reisen, jedoch um etwa zwischen zwei Elementarebenen zu reisen muss man zunächst wieder auf die Materielle reisen bevor man die andere Elementarebene ansteuern kann. Auch muss man den Zauber mit dem man den Astralraum betritt gut vorbereiten, da innerhalb des Wirkens bestimmt werden muss welche Ebene das Ziel darstellt und nur die Ebenenwirbel des Zieles und der Materiellen Ebene vermag der Zauber einem dann zu zeigen, so ist eine spontan beschlossene Zieländerung mit der Rückkehr auf die Materielle Ebene verbunden. Es ist auch möglich den Astralraum selbst als Ziel zu wählen, etwa um Forschungen dort durchzuführen womit einem einzig der Weg in die Materielle Ebene als Möglichkeit bleibt diesen wieder zu verlassen. Die Reise durch den Astralraum braucht also ein sehr gezieltes Vorgehen. Es handelt sich dennoch stets um den selben Astralraum, so mag man die meisten Ebenenwirbel nicht sehen oder gar betreten können, jedoch existieren sie dennoch weiterhin und können das Ziel oder der Eintritt anderer Ebenenreisender sein. Auf welche Art diese Wirbel verschleiert und verschlossen werden ist bislang unbekannt, auch ob es eine Möglichkeit gibt diese sichtbar zu machen und sich mit Gewalt zutritt zu verschaffen.
4. Astralform und Silberfaden
Die höchste Form der Astralreise besteht wohl in der Astralform, welche nur äußerst wenigen Wesen angeboren und nur den Arkanisten die den höchsten Grad der Magie erreicht haben überhaupt möglich ist. Im groben Rahmen mag man sie als Geistform ansehen können, eine Abbildung des realen Wesens wird in den Astralraum geschickt und macht den realen Körper unangreifbar für jene welche die Astralform angreifen. Während der echte Körper zurückbleibt und um so angreifbarer wird, da das ganze Wesen sich nur auf die Astralform stützt. Beachtenswert bei dieser Reise ist, dass sie keinen Einschränkungen unterliegt. Nicht auf den Astralraum beschränkt, kann diese Form auch in andere Ebenen gelangen und diese erkunden ohne den realen Körper in Gefahr zu bringen und sollte die Astralform zerstört werden erwacht der Nutzer dieser einfach wieder an seinem Ursprünglichen Ort.
Während die Astralform bei der Ebenentheorie bekannter ist so ist die Verbindung zwischen Körper und Astralform hierbei meist nur in der Theorie bekannt, ist sie wohl das bemerkenswerteste und zugleich gefährlichste an der Astralform. Der reale Körper und die Astralform des selbigen wird durch ein silbernes Band, bekannt als "Silberfaden", verbunden welcher am Kopf der Astralform befestigt scheint und sich nach wenigen Schritt im Astralraum verschwindet. Im groben wird es wie eine Art 'wanderndes Portal' dargestellt, es hält den Körper und die Astralform über den Astralraum hinaus stets verbunden und ist ebenso wie ein Portal nicht zu trennen ohne eine Seite zu zerstören. Dieses Band wird in den Quellen als nahezu unangreifbar dargestellt. Nur wenige Wesen sind in der Lage dieses Band direkt anzugreifen was jedoch das gefährliche daran ist, führt nach der Theorie ein durchtrennen des Bandes doch zum Tod sowohl der Astralform als auch des realen Körpers.
Welche Wesen in der Lage sind diesen Silberfaden direkt anzugreifen, darüber gibt es nur wenige Informationen, was sich wohl daraus ergibt dass einerseits die Astralform zu erreichen äußerst kompliziert ist und andererseits ein solcher Angriff meist mit dem Tod desjenigen der über die Wesen berichten könnte endet. Einzig den Githyanki und ihren Klingen konnte man bisher aus mehreren Quellen diese Fähigkeit zuordnen, was ihre Verbundenheit mit dem Astralraum als ihre Heimat nur noch deutlicher macht.
5. Magie im Astralraum
Magie innerhalb des Astralraumes funktioniert ähnlich wie auf der Materiellen Ebene und scheint einem doch viel leichter zu fallen womit eine Unterbrechung durch einen Gegenzauber unwahrscheinlich wird. Auch kennt die Magie im Astralraum keinerlei Grenzen, selbst jene die auf eine bestimmte Bedingung beschränkt sein mag, dies liegt wohl an der Tatsache, dass der Astralraum jegliche Ebenen durchströmt und verbindet und somit auch jegliche Eigenheiten jeden Ortes in jeder Ebene in sich aufnimmt. Somit stellt der Astralraum sowohl ein Vorteil in der Benutzung der Magie dar, aber zugleich auch eine größere Gefahr, ist anderen Wesenheiten keinerlei Grenzen in ihrem Wirken auferlegt wie man sie kennen mag wenn man sie außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes antrifft.
Ausnahme in der Benutzung der Magie sind jene Zauber die ein Reisen mit Hilfe des Astralraumes bewerkstelligen würden, etwa Teleportation. Die Gründe hierfür sind offensichtlich: Man kann keinen Zauber wirken der einen kurzzeitig in den Astralraum versetzt wenn man sich bereits innerhalb desselbigen aufhält.
6. Einflüsse des Astralraumes in die Materielle Ebene
Die Möglichkeit die sich durch die Verbindung der Ebenen durch den Astralraum hindurch zu bewegen hat viele Spuren auf der Materiellen Ebene hinterlassen, womit die Theorie sich eine Welt ohne den Astralraum vorzustellen dem Versuch sich die Magie ohne das Gewebe vorzustellen gleichkommen würde.
Ein Einfluss ist der Kulturelle, am Beispiel von Calimshan welches in der Vergangenheit durch Dschins unterworfen wurde welche aus der Elementarebene des Feuers kamen. Wie sich Calimshan ohne diesen Einfluss entwickelt hätte kann man nur durch Spekulationen über die Möglichkeiten bewerkstelligen ohne jemals an ein wirkliches Ergebnis zu kommen.
Ein weiterer Einfluss sieht man in den Berührten, seien es die Genasi, die Aasimare oder Tieflinge, ohne den Einfluss der durch den Astralraum zustande kam würden diese Wesen nicht existieren.
Wesenheiten die sich von anderen Ebenen in der Materiellen Ebene oder von der Materiellen Ebene auf anderen niederließen haben die Geschichte, Kulturen, andere Wesen und Forschungen in einer Weise beeinflusst welche aus der Welt nicht wegzudenken wäre. Auch die Beschwörungsmagie ist aus diesen Berührungen der Ebenen und die Überlegungen und Forschungen dazu hervorgegangen.
7. Gefahren des Astralraumes
Die erste Gefahr ist die Beschaffenheit des Astralraumen, da das Oben und Unten von jedem Wesen selbst bestimmt wird, kann man niemals sicher sein von woher man angegriffen wird.
Die größten Gefahren im Astralraum gehen von den Wesenheiten die ihr Leben innerhalb des Astralraumes führen oder anderen Ebenenreisenden welche aus jeglichen Ebenen stammen können aus, womit man mit dämonischen, wie mit celestischen Wesenheiten, aber auch Wesen aus den Elementarebenen oder jenen aus der Materiellen Ebenen zusammentreffen kann.
Allen voran hierbei sind die Githyanki zu nennen, diese räuberische Rasse welche es wie kein anderer Ebenenreisender versteht sich im Astralraum zu bewegen und ihre Heimat selbst in den Astralraum gelegt haben, auf den wenigen massiven Felsformationen. Mit ihren einzigartigen Astralschiffen ist ein Entkommen nur durch die Flucht in einen Ebenenwirbel oder ein Portalwind möglich.
Weiter wird von einer im Astralraum heimischen Wesenheiten riesigen Ausmaßes berichtet, jedoch ist zu dieser nichts weiter bekannt, was ihre Gefährlichkeit wohl überaus deutlich macht.
Auch die wenigen Felsformationen bilden eine Gefahr in sich, sind diese die einzige Möglichkeit eine Art Heim innerhalb des Astralraumes zu schaffen und somit ist es wahrscheinlich dass man dort auf Wesenheiten trifft die einem nicht wohlgesonnen sind.
8. Portale
Die Portale sind schließlich das Resultat welches aus der Forschung des Astralraumes hervorgegangen ist. Diese Meisterwerke der Magie vermögen es einen dauerhaften Zugang zur Astralebene zu bilden oder gar zwei Ebenen durch den Astralraum hindurch so zu verbinden, dass die sonst lange Reise durch den Astralraum innerhalb kürzester Zeit geschieht wodurch man auch Unangreifbar wird für die Wesenheiten die einem sonst im Astralraum begegnen würde. Innerhalb des Astralraumes erscheinen diese Wege die ein Portal zurücklegt als dunkle Schatten im Astralen Himmel, den Portalwinden, und unterliegen nicht der Farblehre der Ebenenwirbel womit es von außen unmöglich ist zu wissen welche zwei Ebenen damit verbunden werden. Es ist jedoch möglich vom Astralraum heraus in eines der Portale einzudringen, solange dieses nicht durch spezielle Magien gesichert wurde. Jedoch birgt dieses Unterfangen, neben der Tatsache dass man nicht weiß wohin es führt, die Gefahr dass einen diese Verbindung abstößt und den Zugang auf diese Weise verwehrt.
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