Reglement zu Konflikten und PvP

1.  Allgemeines Konfliktverhalten

In unserem Regelwerk steht explizit:

1.1. Richtet euer Spiel so aus, dass alle Beteiligten Spaß daran haben!
Denkt immer daran, dass es sich bei einer Persistent World wie der Hochwaldallianz um ein Spiel handelt. Denkt daher ganz besonders auch an den Spaß der Spieler der Feinde eurer Charaktere! Spielt also bitte so, dass eurer Gegenüber auch beim nächsten mal wieder mit euch spielen will - sonst steht ihr bald ohne Mitspieler da.

Das heißt, bezogen auf das Thema Konflikte und PvP, dass von Euch erwartet wird, dass Ihr so spielt, dass Eure Mitspieler daran Spaß haben. Das gilt sowohl für etwaige Täter als auch für etwaige Opfer. Es dürfte unbestritten sein, dass niemand gerne verliert. Deswegen sollten Sieg und Niederlage dabei gar nicht so weit in den Vordergrund gerückt werden, sondern wieder - wie eigentlich immer - das Rollenspiel zwischen den Charakteren. Wenn Ihr also mit Eurem Charakter z.B. jemanden überfallt, dann sorgt dafür, dass der Spieler des Opfers genug Rollenspiel davon hat. Damit ist ausdrücklich richtiges Rollenspiel gemeint und nicht nur Minimalrollenspiel mit Alibi-Emotes, damit es nicht wie RPK aussieht.

2.6. Random Player Killing (RPK, PK an zufällig gewählten Opfern) bzw. Kill on Sight (KOS, PK ohne vorheriges Rollenspiel bzw. ohne vorige OOC-Absprache zwischen den Spielern von Angreifer und Opfer) sind strengstens untersagt.

Bei den Emotes ist im Übrigen zu beachten, dass sie der Regel entsprechen, die da lautet:

2.4. Power Emotes (PEs), das heißt Emotes, die den Mitspielern keine Reaktionsmöglichkeit lassen, sind dagegen verboten.

Beispiel: *schlägt ihm den Kopf ab*. Stattdessen sollte mit dem Wort "versucht" gearbeitet werden, etwa *versucht, ihn festzuhalten*. Power Emotes sind nur dann erlaubt, wenn die Überlegenheit der jeweiligen Seite eindeutig ist. Beispiel: Fünf Personen können eine Person festhalten, ohne dass diese eine realistische Chance hätte, sich loszureißen.

Man muss im Übrigen anderen Charakter auch nicht jedes Mal bis aufs Blut reizen, um einen Kampf zu provozieren (auch wenn das nicht explizit verboten ist).

Das mit dem Rollenspiel gilt aber auch umgekehrt: Es gibt bei uns kein Recht darauf, sich rollenspielerischen Situationen zu entziehen, weil man gerade keine Lust darauf hat. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Überfall: Wenn Euer Charakter überfallen wird und damit rechnen muss, dass im nächsten Moment auf ihn geschossen oder gezaubert wird, darf er nicht einfach im Schweinsgalopp die Flucht ergreifen. Es bleibt ihm überlassen, ob er kämpft oder sich den etwaigen Forderungen seines Gegenübers beugt. Aber wenn der andere ihm nicht signalisiert, dass eine Fluchtmöglichkeit besteht, hat er nicht einfach eine solche für sich in Anspruch zu nehmen. Ein Rollenspiel spielt man zusammen, nicht gegeneinander, egal, wie die Charaktere zu einander stehen.

Noch einige Worte zum Sterben:

Wer einen Charakter tötet, sollte unbedingt darauf achten, dass dessen Leiche gefunden werden kann, es sei denn, der Spieler des Charakters hat sich ausdrücklich bereit erklärt, diesen den RP-Tod sterben zu lassen. Gleiches gilt auch für Handlungen, die zwingend weitreichende Folgen für den Charakter haben. Die Regel hierzu lautet:

2.7. Handlungen, die dauerhafte Auswirkungen auf einen Charakter haben (RP-Tod, Verstümmelungen usw.), dürfen nicht ohne Einverständnis des Spielers vollzogen werden.
Die Spielleitung wird außerdem bei gewaltverherrlichenden Szenen einschreiten.

Verboten ist es auch, mit einem gerade erst getöteten Charakter quicklebendig an den Ort des Geschehens zurück zu kehren und sich womöglich direkt an seinem Peiniger zu rächen.

2.  Engine vs. Emotes

Es besteht kein Anspruch darauf, einen Kampf anstatt in der Engine, mit Emotes auszutragen.
Die Hochwaldallianz ist kein Hardcore-Rollenspiel-Grafikchat, sondern ein Multiplayer-RPG, bei der die Spiel-Engine das normale Mittel zur Austragung von Kämpfen ist. Natürlich kann man sich darauf einigen, den Kampf in anderer Weise auszutragen, das sollte dann aber explizit abgestimmt werden.
Auf keinen Fall sollte es einem Spieler irgendwie nachgetragen werden, wenn er einen Kampf lieber in der Engine austrägt und/oder er deshalb als schlechter Rollenspieler abgestempelt werden.

Der Griff zur Engine bedarf dabei auch nicht der ausdrücklichen Genehmigung des Gegenübers.
Wenn eine Situation klar auf den Kampf hinausläuft und im Rollenspiel bereits soweit gediehen ist, dass die Konsequenz klar ist, kann der Kampf eröffnet werden.

Ein Kampf kann (aber muss nicht) in dem Moment beginnen, in dem ein Charakter eine Handlung unternimmt, ob per Engine (z.B. Schutzzauber) oder per Emote (z.B. Fluchtversuch), die die Ausgangssituation des möglichen Kampfes zu seinen Gunsten verändert.
Wenn die Gegenseite darauf mit der Attacke reagiert, sollte zumindest ihren Spielern nachher nicht vorgeworfen werden, sie hätten den Kampf angefangen. In jedem Fall sollte man dem anderen jedoch klar machen, z.B. per Emote, dass gleich der Angriff folgt, um zu vermeiden, dass sie beim Tippen vom Kampfbeginn überrascht wird.

Ein Kampf sollte mit normalen Mitteln geführt werden.
Die folgenden Verhaltensweisen sind bei uns unerwünscht und werden wie Regelverstöße behandelt:

  • Verboten: Schnellrüsten, d.h. das blitzschnelle Anlegen schwererer Rüstung vor einem Kampf
  • Verboten: Die Anwendung mehrerer Tränke hintereinander, Faustregel: Maximal 1 pro Kampf
  • Verboten: Die Anwendung mehrerer Spruchrollen (auch mittels Use Magic Device / Magischen Gegenstand benutzen) hintereinander, Faustregel: Maximal 1 pro Kampf
  • Verboten: Ständiges Gerenne während des Kampfes, gegen etwas Bewegung ist nichts einzuwenden
  • Verboten: Längere Sprints in schwerer Rüstung, diese sind nur auf kurzen Strecken erlaubt
  • Verboten: Tränke mit aufgesetztem Helm trinken, Bandagen im Kampf gegen Spielercharaktere anwenden

Obwohl man darauf achten sollte, den Gegner nicht zwingend in der Engine zu töten (weniger als -9 Trefferpunkte), lässt sich das selten verhindern, wenn man nicht sehr früh versucht einen Kampf zu unterbrechen. Die Engine führt zum Beispiel immer erst die angefangene Runde aus (und alle Angriffe, die der Charakter pro Runde hat), ehe es auf einen Anbbruch reagiert. Zudem kann der Tod auch danach noch durch Zaubersprüche, verzögerte Effekte (z.B. Melfs Säurepfeil), Vertraute, Tiergefährten, beschworene Kreaturen und andere Sonderfälle eintreten. Es kann und wird also vorkommen, dass Euer Charakter beim PvP getötet wird und die entsprechenden Stufenabzüge für eine begrenzte Zeit auferlegt bekommt. Das ist ein ganz normaler Vorgang und kein Grund, anderen Vorwürfe zu machen, es sei denn, sie haben sich vorher regelwidrig verhalten. In dem Fall sollte man sich mit Zeugen und Beweisen (z.B. aussagekräftigen Screenshots) bei der Spielleitung melden.

Zum Thema Anschleichen/Verstecken:
Wenn ein versteckter Charakter mittels der Fertigkeiten Lauschen und Entdecken oder in anderer Weise entdeckt wird, ist das hinzunehmen und in das Rollenspiel einzubeziehen. Um die Emotes aller am Kampf Beteiligten lesen zu können, ist es sinnvoll, sich nicht in der Engine zu verstecken und die Würfe auf die Fertigkeiten über das HA-Menü auszuführen. Die Ergebnisse sind dann aber auch anzuerkennen. Schleicht sich jemand erfolgreich an, nimmt der Charakter ihn auch nicht wahr.

Generell gilt auch für strittige Situationen die Regel:

2.1. Dem Rollenspielgedanken zuwiderlaufende Handlungen und Äußerungen (out of character, ooc) sind im Spiel verboten.

Das heißt auch, dass etwaige Meinungsverschiedenheiten nicht im Spiel, sondern höchstens per Private Message zu klären sind. Es empfiehlt sich immer, nicht gleich in der Hitze der Erregung über eine Situation eine Diskussion zu starten. Meistens ist es besser die sprichwörtliche Nacht darüber zu schlafen und das Ganze mit ein wenig emotionalem Abstand anzugehen.

3.  Nichtspielercharaktere (NSC)

Die Anwensenheit von NSC ist auch dann zu beachten, wenn sie nicht von einem Spielleiter gespielt werden.
Das bedeutet, dass ihr die Gesetze oder Regeln der jeweiligen Orte einhalten solltet, wenn NSC einen Verstoß mitbekommen und darauf reagieren würden. Ebenfalls muss die Anwesenheit von NSC bedacht werden, wenn es zu einem Kampf zwischen Spielern kommt. Ein Überfall direkt neben einem Händler, oder ein Kampf mitten in der Stadt unter den Augen der Wachen ist nicht erwünscht, oder sollte zumindest die logische Reaktion der NSC nicht ignorieren.

Eine Reaktion der NSC ist möglichst nicht zu emoten oder vorwegzunehmen.
Beim besagten Kampf in der Stadt, werden Wachleute sicher eingreifen und gegebenenfalls die Beteiligten verhaften. Das Emoten eines Einschreitens auf Seiten des eigenen Charakters aber sollte man dringend vermeiden, sofern man nicht zum Beispiel einer Fraktion angehört, bei der die Unterstützung unweigerlich erfolgen würde.

Das wahllose Töten von NSC ist untersagt.
Ebenso wie ein Kampf zwischen Spielercharakteren, sollte auch der Konflikt mit einem NSC, wenn überhaupt die Konsequenz aus vorhergehendem Rollenspiel sein und erfordert damit die Anwesenheit eines Spielleiters.


Dieser Inhalt ist ein offizieller Inhalt der Hochwaldallianz.
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