Ainkhurn

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Betreuender Spielleiter: Jhaan

Die Ainkhurn sind die neue, geeinte Armee Lautwassers, die im Jahr 1385 TZ geformt wurde, um den zahlreichen Bedrohungen der Region gewachsen zu sein. In ihr gehen die alte Stadtwache und die Rote Kameradschaft auf. Auch die Fürstengarde wurde integriert, behält als Leibgarde des Fürsten aber einen Sonderstatus.

Der Name "Ainkhurn" stammt aus der alten Sprache der Menschen und bedeutet so viel wie "Horn des Einhorns". Als Sinnbild für die Waffenmacht der Stadt Mielikkis mit dem Einhornkopf als Symbol, wählte man diese Bezeichnung für die neuen Streitkräfte.

1.  Geschichte der Ainkhurn

Nanathlor Grauschwert begründete nach seinem Sieg über die tyrannischen Renshas und seinem Antritt als neuer Fürst der Stadt 1317 die milizartige Truppe, die Lautwasser fortan schützen sollte. Die meiste Zeit leiteten Kalahar Zweihand und Harazos Thelbrimm, die "Panzerhandschuhe", wie man die beiden Führer der Streitkräfte nannte, die Stadtwache und gaben ihr die Form, die sie jahrzehntelang behalten sollte.

Nachdem die Stadt 1369 kaum dem Ansturm von Lykanthrophen in der Nacht des Blutmondes standhalten konnte und der junge Held dieser Nacht, Stedd Rein 1372 enttäuscht über die Wahl eines Orks zum Grünen Regenten seine eigene, selbst finanzierte Truppe, die Rote Kameradschaft schuf, zeichnete sich für Viele bereits ab, dass kommende Gefahren von einer Wache allein nicht abgehalten werden konnten und die Roten fanden große Unterstützung im Volk des Tals bei ihren Aktionen gegen die Zentarim aus Llorkh.

Ende 1383 berief der junge Fürst Alados Zweihand Reservisten ein, um an die Grenze im Osten auszurücken und Lautwassers Interessen um Orlbar zu sichern. Damit reagierte Lautwasser erstmals auf die wachsenden Bedrohungen, denen es sich ausgesetzt sah. In dieser Zeit strebte man eine Zusammenarbeit der drei wichtigen Truppen in und um Lautwasser an, doch die Koordination von Wache, Kameradschaft und Arkanen Beschützern gestaltete sich problematisch.

Diese Erfahrungen und die weiter wachsende Drohung durch den unkalkulierbaren Krater Orlbars, Llorkh und später zudem blutige Überfälle durch Dunkelelfen auf Bewohner des Tals im folgenden Jahr, brachten den Gedanken einer Reform der Streitkräfte und Einigung der militärischen Stärke Lautwassers auf.

Während des gesamten Jahres wurden die Pläne der Heeresreform entwickelt und zu konkreten Konzepten ausgearbeitet. Zunächst vor allem durch den damaligen Feldwebel und neuen Stellvertreter Kahils, Armathor Thaveruil und seinen Verwandten Ael'aryth. Von Beginn an, strebte man dabei auch die Vereinigung mit den fronterfahrenen Kriegern der Roten Kameradschaft an, um die vorhandenen Kräfte zu bündeln. Die Verhandlungen darüber gestalteten sich jedoch als schwierig.

Erst in der ersten Hälfte des Jahres 1385 TZ wurden Reformierung und Einigung durchgesetzt und ließen die Ainkhurn entstehen.

2.  Aufgaben der Armee

Die Aufgabe der Streitkräfte ist die Bewahrung des Friedens in der Stadt, die Verteidigung des Fürstentums und seiner Bewohner gegen militärische und spirituelle Bedrohungen und die Erhaltung des Gleichgewichts mit der natürlichen und mystischen Welt im Sinne Mielikkis, der Schutzherrin der Stadt. Herauszustellende Aufgaben sind dabei die Verhinderung der weiteren Ausdehnung des Zentarimeinflusses nach Westen, den Schutz des Delimbiyrtales vor den an die Oberfläche drängenden Drow und Duergar durch deren Verbannung in das Unterreich und die Abwehr feindlich gesonnener Kirchen.

Soldaten der Ainkhurn im Einsatz
Soldaten der Ainhkurn bei der Erkundung gefährlicher Gebiete


3.  Struktur der Streitkräfte

Nach der verlustreichen Schlacht bei Orlbar umfassen die Ainkhurn noch etwa 150 Soldaten, weit weniger als ursprüngliche Sollstärke. Die grundlegende Einheit der Streitkräfte ist dabei der Trupp mit 10 Soldaten. Er wird durch einen Korporal geführt und kann in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Innerhalb der Stadt stellt ein Trupp eine Wachschicht dar, so dass sich aus drei Schichten ein Verband mit 30 Soldaten ergibt.

Aufgeteilt sind die Ainkhurn in drei Bereiche, den Osten, die Stadt selbst und den Westen, wobei man die Bereichskommandanten der Außenbereiche in der Tradition der ersten beiden Wahrer von Osten und Westen auch "Panzerhandschuhe" nennt. Der Kommandant der Stadtgarnison wird auch als "Auge" bezeichnet. Aufgrund der akuten Gefahren im Osten und der vergleichsweisen Sicherheit im Westen, sind die Truppen der beiden Bereiche unterschiedlich groß und dem Kommandanten des Ostens die größte Zahl von Soldaten unterstellt.

Die Stadt wird in die vier Viertel (mit je einem Verband zu 30 Soldaten) und die Truppen der Ostenhalle (vor allem Armeestab) und der Garde unterteilt. Die beiden Außenbezirke werden durch den Delimbiyr grob in vier Bereiche getrennt.

4.  Rangsystem

Rekruten:

Sind die Anwärter der Ainkhurn und werden vor allem im Umgang mit Waffen, Grundlagen militärischen Vorgehens und Strategie ausgebildet. Anfangs erhält jeder Rekrut die Ausbildung an der Hellebarde als Waffe der Stadtmannschaft, ebenso wie dem nötige Wissen zum Dienst im Grenzgebiet, damit jeder Soldat auch abseits von seinem späteren Posten einsetzbar ist. Die reguläre Dauer der Ausbildung wurde deshalb von einem auf zwei Monate verdoppelt, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Rekruten mit Vorerfahrung aus dem Dienst in anderen Truppen können je nach Befähigung auch schneller zu normalen Soldaten werden.

Soldaten:

Stellen die eigentliche Truppe und nehmen entweder Aufgaben zum Schutz des Stadtgebietes, oder zur Sicherung von Umland und Grenzen wahr. Jeder Soldat wird Bürger der Stadt Lautwasser, ohne die Gebühr zahlen zu müssen.

Khurn:

Ist im Grunde eine Ehrenbezeichnung für erfahrene Soldaten oder Anwärter auf höhere Dienstgrade, die innerhalb eines Trupps als Stellvertreter des Korporals agieren und bei Bedarf eine Gruppe dieses Trupps übernehmen.

Korporale:

Ist der erste Unteroffiziersgrad der Ainkhurn. Er kommandiert die Kerneinheit, den Trupp von 10 Soldaten, eine Wachschicht oder einen Verwaltungsbereich in der Ostenhalle.

Webel:

Kommandieren typischerweise einen Verband, innerhalb der Stadt also ein Stadtviertel oder im Feld einen Teil des Bezirks. Sie haben viel mehr eigene Verantwortung und können mit ihrer Einheit beinahe autark agieren.

Leutnant:

Ist der erste Offiziersgrad der Ainkhurn. Die Größe seiner Truppe und sein Kommandobereich unterscheiden sich stark. In der Stadt ist ein Leutnant, Stellvertreter des Stadtkommandanten, im Umland kommandiert er gewöhnlich zwei Verbände und in speziellen Truppenteilen, wie der Garde oder der Versorgung nur kleinere Zahlen. Auf jeden Fall bedeutet dieser Rang, dass derjenige unabhängig handeln darf und eigene Entscheidungen trifft, für die er allerdings auch voll verantwortlich ist.

Hauptmann:

Gibt es in der Armee lediglich zwei, den Kommandanten der Stadtgarnison ("Auge") und den Wahrer des Ostens ("Panzerhandschuh"). Der dienstältere der Beiden stellt üblicherweise den Stellvertreter des Kommandanten.

Kommandant:

Auch "Grauschwert" zu Ehren des Begründers des heutigen Lautwasser genannt, hat der Kommandant die Kontrolle über die Ainkhurn und damit die gesamten Streitkräfte. Sein Sitz ist im Fürstenschloss und er ist Mitglied des Hohen Rates, des mächtigsten politischen Organs der Stadt, nach dem Fürsten selbst. Derzeit kommandiert Tamara Lyonsfort die Ainkhurn.

Vereidigungszeremonie im Allgötterschrein
Ein Rekrut legt den Eid auf Stadt und Fürsten vor seinen Kameraden im Allgötterschrein ab


5.  Namhafte Mitglieder

Tamara Lyonsfort:

Die derzeitige Kommandantin der Streitkräfte übernahm das Oberkommando 1379 TZ über die Stadtwache von Harazos Thelbrimm, dem letzten der alten Gefährten von Nanathlor Grauschwert, als dieser ermordet wurde. Zuvor diente sie als Kommandantin der Ostenhalle und erhielt das Oberkommando auf den Vorschlag von Jaida Zerezal, der eigentlichen Stellvertreterin Thelbrimms, da diese den Posten ablehnte.

Lyonsfort gilt als gute Kommandantin, die trotz klarer Führung ein offenes Ohr für ihre Untergebenen hat und sich um deren Wohlergehen bemüht. Ihre Tochter gleichen Namens kommandiert die Fürstengarde.

Athir ibn Kahil:

Kommandant der Stadtgarnison mit Sitz in der Ostenhalle und Stellvertreter Lyonsforts, war er bereits zu ihrer Zeit auf seinem jetzigen Posten ihr zweiter Mann und diente sich erfolgreich hoch. Angeblich kam der Calishit ursprünglich aus der Leibgarde eines calishitischen Fürsten in den Norden. Kahil genießt zumindest unter den ehemaligen Stadtwächtern einen sehr guten Ruf und ist bekannt auch im Angesicht grausigster Bluttaten ruhig zu bleiben.

Armathor Thaveruil:

Der Sonnenelf aus dem Haus Thaveruil wurde nach der Krönung des neuen Fürsten Alados Zweihand rekrutiert und verstand es rasch aufzusteigen. Zunächst diente er als Tempelwächter im Allgötterschrein, übernahm dann das Schlossviertel als Korporal und ist inzwischen Kahils Stellvertreter in der Stadtgarnison. Er entwarf das erste Konzept zur Heeresreform und arbeitete unermüdlich daran, das Ziel geeinter Streitkräfte für Lautwasser durchzusetzen.

Viktor von Greifenstein:

Stammt ursprünglich aus Cormyr und wurde dort bei den Purpurdrachen in der Kriegskunst und Kavallerietaktiken unterrichtet. In Lautwasser angekommen, schloss er sich der Roten Kameradschaft an und stieg dort zum Führer einer Lanze auf.

Er gilt neben Andra Sturmwind als wichtigster Vertrauter Reins und erhielt nach der Vereinigung das Kommando über die berittenen Einheiten der Ainkhurn. In dieser Funktion trägt er den Titel "Rittmeister" und bekleidet den Rang eines Leutnants der Armee.

Tamara Lyonsfort:

Die Tochter der Kommandantin und Anführerin der Garde des Fürsten, scheint ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten und führte schon länger die Schutztruppe des Fürsten und seines Schlosses, auch nach der Bildung der Ainkhurn behielt sie diesen Posten.

Dwalin Steinschädel:

Der Zwerg ist der Zeugwart der Ostenhalle und verantwortlich für Material und Ausrüstung der Armee. Er scheint eine besondere Vorliebe für Ballisten und ähnliche Gerätschaften zu haben, die er mit Hingabe pflegt.

6.  Wichtige Ehemalige

7.  Quellenangaben


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