Atkatla

Regionen Faerûns Länder der Intrigen Amn


Name:Atkatla
Bevölkerung:118.304 (Winter), 400.000 (Sommer)
Völker:90% Menschen, 10% andere Rassen
Regierung:Konzil der Sechs
Religion:Waukeen, Lathander, Sune, andere

1.  Die Stadt der Münzen

Atkatla gilt als eine der sieben lebhaftesten Städte Faerûns und ist die Hauptstadt von Amn. Sie ist auch bekannt als die Stadt der Münzen. Für einen bestimmten Preis kann man hier jede nicht magische Ware erhalten.
Nachdem es nun die einzige freie Hafenstadt Amns ist, kommen alle Schiffe von Maztica? hierher und machen die Stadt zum wichtigsten Umschlagplatz für exotische Früchte, Edelsteine und große Mengen an Gold. Der Markt, bekannt als Waukeens Promenade, ist doppelt so groß wie der Markt von Tiefwasser. Über der Bucht liegen die Goldtürme, ein berühmter Tempel Waukeens, der selbst fast so groß ist wie eine kleine Stadt.

Der Fluss Alandor schneidet die Stadt praktisch in zwei Hälften, nördlich finden sich die Villenviertel der Reichen, sowie der Tempelbezirk und das Regierungsviertel, südlich liegen die Armenviertel, der Markt, der Friedhof und im Westen der Hafen.
Atkatla ist eine Stadt des Handels und Geschäfts und somit auch sehr anfällig für Korruption und Bestechung. Die Vertreter der Obrigkeit sind ebenso daran interessiert, dass die Münzen fließen, die der gesamten Stadt Wohlstand bringen und so ist es nicht unüblich, dass bestimmte Geschäfte "übersehen" werden.

Waukeens Promenade
Waukeens Promenade, das Handelszentrum Atkatlas

2.  Bewohner und Leben in der Stadt

Die Stadt ist ein Zentrum des Handels und wird damit von allen Völkern Faerûns besucht. Man wird hier also auf eine Mischung verschiedenster Rassen treffen, wenngleich Menschen in der Überzahl sind. Die Bewohner sind besonders misstrauisch gegenüber Anwendern der Arkanen Kunst. Sie werden hier weit offener auf Respektlosigkeit und Abscheu treffen, als irgendwo sonst in Amn. So lange sie nichts tun um ihre Identität als Magier oder Hexenmeister zu verbergen, werden sie oftmals höhere Preise als alle anderen zahlen oder länger auf Dienstleistungen warten müssen. Es kann sogar vorkommen, dass sie schlecht von den Stadtwachen oder der Leibgarde reicher Bürger behandelt werden. Doch interessanterweise, befindet sich die größte Zelle, der Organisation der verhüllten Magier in jener Stadt.

Die Stadt gleicht einem geschäftigen Bienenstock und ist ein Ort, angefüllt mit Karawanenwagen auf den Hauptstraßen, an deren Seiten Geschäfte und Verkaufsstände um die Aufmerksamkeit der Kunden buhlen. An jeder Ecke gibt es günstige Lebensmittel und Erfrischungen für die Reisenden. Das Besondere ist, dass die Bevölkerung in den Sommermonaten auf mehr als 400.000 Einwohner anwachsen kann. Zu dieser Zeit finden sich unzählige Gäste, Händler und die Bauern und Geschäftsleute aus dem amnischen Hinterland in der Stadt, um hier ihre Geschäfte abzuschließen. In den Wintermonaten ist es relativ ruhig, da die Kälte aus den nahen Wolkengipfeln die Stadt oft für einige Zeit vom Rest der Welt abschneidet.

3.  Politik und Regierung

Die Stadt ist der Sitz des Konzils der Sechs, welche sowohl Amn, als auch dessen Hauptstadt regieren. Sie haben erkannt, dass Anonymität sie der schlimmsten Bürden Herrschender entbindet. Deshalb tragen sie bei Auftritten nur lange Gewänder mit verhüllenden Kapuzen.

Militär und Sicherheitskräfte: Die Garnison der Stadt beherbergt 4000 Soldaten. Des Weiteren unterhält die Marine Amns hier acht Schiffe mit 900 trainierten Seesoldaten und Matrosen. Jedes der größeren Handelshäuser unterhält außerdem noch eine eigene Garde von 100 bis 500 Söldnern.

4.  Geschichte

Die Stadt wurde im Jahr der Grauen Bärte, 100? TZ (das Jahr 0 amnischer Zeitreichnung) zusammen mit den Städten Crimmor und Murann? im Shoon Imperium, durch calishitische Einwanderer gegründet. Das Emirat von Amin hatte bis ins Jahr 460? Bestand, in welchem das Imperium zusammenbrach. Seit dem ist Amn eine unabhängige Nation und Atkatla seine wichtigste Stadt.

Über etwa 700 Jahre florierte der Handel des Landes in seinem goldenen Zentrum der Stadt der Münzen. Doch der Reichtum förderte auch die Gier seiner Bewohner und die Korruption der Mächtigen. Ab dem Jahr 1238 TZ brachen alle drei oder vier Jahrzehnte neue Handelskriege aus, in denen die großen Familien und Handelshäuser um die lukrativsten Verträge und Routen stritten. Der Schlimmste entbrannte 1333 und brachte jeglichen Handel nach oder aus Amn vollkommen zum Erliegen.

Ein junger Händler aus Atkatla namens Thayze Selemchant hatte gerade ein erfolgreiches Gewürzimportunternehmen geerbt, zusammen mit dem wohlhabendsten Handelshaus der Stadt. Da er sich durch den ausgebrochenen Krieg sein Geschäft nicht ruinieren lassen wollte, brach er selbst auf und überzeugte die fünf größten Handelsherren neben ihm, eine neue Regierung zu bilden, die für die Kriege nicht so anfällig wäre. Der Rat der Sechs herrscht seitdem erfolgreich über das Land und Atkatla wurde sein Sitz und die Hauptstadt des Landes.

Im Jahr 1361 TZ? brach Cordell von Amn aus auf und entdeckte Maztica?. Für Atkatla und Murann bedeutete das seitdem einen enormen Aufschwung. Seit Atkatla die einzige Hafenstadt Amns ist, hat sich der Warenverkehr aus der neuen Welt nur noch vervielfacht. Die Stadt betreibt nun den geschäftigsten Hafen an der ganzen Schwertküste.

In jüngster Zeit hat Amn mit vielerlei Problemen zu kämpfen, die natürlich auch immer auf seine Hauptstadt zurückfallen. Sei es das Abfallen von Städten oder die Eroberung ganzer Landesteile im Süden, wenn nicht gar das zeitweilige Verschwinden der Göttin Waukeen selbst.
1379 suchte eine schwere Seuche die Stadt heim und tötete sogar ein Mitglied des Rates der Sechs. Man machte dafür wilde Humanoide aus Chult verantwortlich, die im Zuge der kolonialen Bestrebungen Amns in einer Art Schutzgebiet in die Stadt umgesiedelt worden waren. Doch ehe sich der Volkszorn an ihnen entladen konnte, entkamen sie ins Landesinnere.

Wenn die Geschichte Amns und seiner Hauptstadt eines beweist, dass der Handel weitergehen muss und die Münze fließen. Geschäft bleibt eben Geschäft.

5.  Stadtteile und wichtige Orte

5.1  Die Bezirke

  • Brückenbezirk: Liegt südlich der großen Brücke, die Atkatlas Ufer verbindet. Über ihn ist das Zentrum des Handels an die Wohnbezirke der Wohlhabenden am Nordufer angebunden. Hier wohnen die Armen der Stadt, die Gassen sind eng und beherbergen vor allem die Heime der Hilfsarbeiter und kleine Läden, die mit dem Karawanenhandel zu tun haben.
  • Flussbezirk:
  • Gemmenbezirk: Der Bezirk der Wohlhabenden Atkatlas. Hier sammelt sich all der Reichtum, der in der Handelsmetropole entsteht.
  • Gräberbezirk: So nennt man den Friedhof der Stadt, der durch eine Mauer umgeben und vom Rest der Stadt abgetrennt wird.
  • Handelsbezirk:
  • Szepterbezirk:
  • Tempelbezirk: Im Nördlichen Teil, hoch über der Stadt, befindet sich der Tempelbezirk. Tempel aller wichtigen Götter, welche in Amn Verehrung finden sind hier versammelt. Hier befindet sich auch die Hohe Halle, Hauptquartier des Ritterorden vom Strahlenden Herzen (nach BG2).
  • Wachenbezirk:
  • Wellenbezirk:
  • Zentralbezirk:

Waukeens Promenade - ein riesiger Marktplatz im Zentrum der Stadt, der ein wenig wie eine Arena aussieht, deren vier Terrassen um den Zentralplatz ansteigen. Im Grunde ist es auch tatsächlich eine Arena der Händler und Geschäftstüchtigen. Die Wände dieser Anlage sind reich mit Stuck und Säulen verziert, die den Reichtum der Handelsmetropole nur zu deutlich vor Augen führen. Die oberen Ebenen bieten im heißen Sommer Schatten für die unteren Terrassen. Rampen führen zu ihnen hinauf, breit genug, um ganze Fuhrwerke sicher herauf zu transportieren.
In den Geschäften der Einbuchtungen, Ställe und Terrassen lässt sich praktisch jedes nicht magische Ding erstehen, dass man für genug Geld kaufen kann. Wer schon immer mal Mais aus Maztica probieren oder Pfauenfedern aus Kara-Tur? sehen wollte, wird hier mit Sicherheit fündig. Es wird für Fremde jedoch schwer erscheinen, das zu finden, was man wirklich sucht. Hunderte von Läden erstrecken sich über die vier Ebenen und die Suche nach einem bestimmten Gut mag sich über Stunden hinziehen. Wie üblich wird man nirgends Preise finden. Möchte man etwas kaufen, wird der Verkäufer eine verhältnismäßig hohe Summe nennen, denn Feilschen wird hier geradezu erwartet und ist wichtiger Bestandteil des Einkauferlebens.

Abenteurers Allerlei – ein berühmter Laden in der untersten Ebene. Es heißt, dass man hier sogar magische Dinge für einen horrenden Preis findet.

Silberale Halle – eine Taverne und Unterkunft für Reisende und Karawanenhändler. Sie findet sich nur wenige Straßen, etwa eine Viertelstunde zu Fuß, von der Promenade entfernt und ist es eines der ältesten Etablissements in Atkatla. Sie wird von Hansol Ynnilross geführt. Es handelt sich um ein altes, vierstöckiges Gebäude. Man erkennt es an einem Schild, auf dem ein silberner Becher mit überschäumenden Gebräu abgebildet ist. Es ist immer geschäftig, aber niemals überfüllt.

Mithrest – eine kleine, sehr saubere und nicht ganz billige Unterkunft für Reisende, die Komfort zu schätzen wissen. Es handelt sich um ein rustikales und gemütliches Etablissement einige Straßen nördlich von Waukeens Promenade.

Delosars Schenke – eine alte und gut geführte Kneipe südlich von Waukeens Promenade. Die Preise sind anständig und sie wird oft von Angehörigen der Stadtgarde besucht.

Der Seeschatz – ist eine Festhalle, Taverne und Hotel, ganz im Norden des Zentrums, direkt am Fluss. Sie ist alt, wird vom Besitzer mit Stolz betrieben, aber mit miserablem Service und überteuerten Preisen. Hier trifft sich die reiche amnische Jugend, was den hakenhändigen Besitzer "Daumen" zum Anheben der Preise bewogen haben mag.

Hafenviertel Ein zwielichtiger und dennoch wohl der wichtigste Bereich der Stadt. Hier landen die Schiffe aus aller Welt, aber vor allem die Goldschiffe aus Maztica. Irgendwo im Viertel soll sich auch das Hauptquartier der Schattendiebe befinden. Das Hafenviertel bildet sich aus dem Szepterbezirk und westlichen Teilen des Zentrums.

Der Seeschatz ist eine berüchtigte Seemansspelunke, die auch eine Unterkunft für die Nacht bietet.

Wächterviertel Im Südosten der Stadt befindet sich ein kleiner, ummauerter Bereich, das Wächerviertel mit einem der Stadttore.

Den of the Seven Vales – eine Festhalle und Gasthaus. Es ist sehr groß und bei Händlern und Abenteurern gleichermaßen beliebt. Nachfragen, wo denn die sieben Täler seien, werden nur mit einem Lächeln beantwortet "'s brachte dich doch hier rein, oder?" Der Service ist gut, die Preise sind hoch.

Der Gräberbezirk Durch eine Mauer vom Rest Atkatlas getrennt, befindet sich der Friedhof im Süden der Stadt. Zahlreiche kleine Gräber armer Leute befinden sich zwischen prachtvollen Grüften und Mausoleen der Reichen. Es heißt, dass es hier unterirdische Katakomben gäbe, voll mit Ungeziefer und Untoten.

Slums Was wäre eine Gesellschaft der Reichen und Schönen, wenn sie sich nicht von Armen abgrenzen könnte? Die Slums sind die Heimat der glücklosen Bevölkerungsteile. Hier finden sich die schmutzigsten und billigsten Kneipen, Bordelle und auch so mancher Sklavenhandel findet hier statt.

Zur Kupferkrone - eine berüchtigte Kneipe der Slums. Hier ist immer was los, sei es eine Schlägerei zwischen Gästen, ein Gladiatorenkampf, Drogenkonsum oder Vergnügungen mit leichten Mädchen in den Hinterzimmern. Man sollte allerdings kein Problem mit Schmutz haben. Für so manch reichen Schnösel ist dieser Ort ein großes Abenteuer, oder eine Flucht vor dem bösen Weib daheim. Sie machen einen Teil des Zentrums und Brückenviertels aus.

Brückenviertel Durch die Stadt schlängelt sich ein breiter Fluss, über den sich im Brückenviertel die Übergänge befinden. Sie trennen Viertel der Armen von denen der Reichen. Im Brückenviertel vermischt sich das Ganze etwas.

Zu den fünf Krügen – ein relativ neues und sauberes Gasthaus mit Schenke. Es ist gut besucht und bekannt dafür, dass man hier jedes Getränk bekommen kann, dass man auf Faerûn kennt. Die Preise sind eher gehoben.

Flussviertel Es liegt direkt auf der anderen Seite des Flusses, gegenüber des Brückenviertels und grenzt im Norden an den Gemmenbezirk, im Osten an das Händlerviertel.

Zur Kupferkrone – eine Taverne, in der sich Schmuggler und Piraten treffen. Der Service ist mies, aber die Preise sind niedrig. Sie liegt nahe der Brücke über den Fluss (siehe Slums).

Gemmenbezirk

Dom der Rose
Der Dom der Rose

In einem besseren, weil sauberen, Stadtteil befindet sich das Regierungsviertel, bzw. der Gemmenbezirk. Zwischen den Villen der Reichen kann man sich hier auch im Ratsgebäude mit Regierungsbeamten treffen. Man kann es an einem kleinen Park erkennen, welcher sich vor dem prachtvollen Kuppelbau befindet.

Dom der Rose – direkt an der Grenze zum Tempelviertel gelegen, liegt der Tempel und das Kloster Lathanders. Das dreistöckige Gebäude wird von einer großen Kuppel gekrönt, welche mit rosenverziertem Glas geschmückt ist und im Sonnenaufgang zu glühen scheint. Der Morgenmeister Thaddin Dawnhunter überwacht hier den Orden Lathanders und seine Anhänger. Er gilt als fromm und wenig geschäftstüchtig.

Adamantine Mug – eine Taverne an der Grenze zum Tempelviertel, im östlichen Gemmenbezirk. Eingesessenes Handelsvolk sucht sie auf und ist gegenüber Fremden oft misstrauisch, bis sie eine Runde spendiert haben. Ein guter Ort, um nichtgeschäftliche Dinge zu besprechen, der Service ist ausgezeichnet, die Preise sind niedrig.

Wellenviertel Das Wellenviertel ist der nordwestliche Teil der Stadt, wird im Süden vom Fluss, im Westen vom Meer, im Norden von der Stadtmauer und im Osten vom Tempel- und Gemmenviertel begrenzt.

Mondhalle – ein siebenseitiger Tempel Selûnes, direkt am Meer gelegen. Lunar Aryn Gallowglass, eine alte Halbschwester des Tyrannen von Tethyr, führt den Orden hier an. Sie ist recht geschäftstüchtig und besitzt drei Handelsschiffe, deren Gewinne sie aber meist in ihren Orden investiert.

Außerhalb der Stadt

Die Goldtürme Die Goldtürme sind eine Enklave der Priester Waukeens. Die Anlage ist ummauert und liegt nördlich der eigentlichen Stadt Athkatla. Man muss die Stadt durch das Nordtor verlassen und sich links zur Küste hin halten, um sie zu erreichen. Sie hat die Ausmaße einer kleineren Stadt und ist damit ein riesiges Zeichen der Verbundenheit Amns mit der Göttin des Handels und Geschäfts. Innerhalb der Mauern leben an die 1000 Anhänger und Diener Waukeens und etwa 150 Kleriker. Auf dem Gelände gibt es seit einiger Zeit auch eine Tanzhalle und ein Gasthaus für die Reichen. Die Anlage wurde von mehr als zwölf wichtigen Handelshäusern und einflussreichen Familien Amns gestiftet und gesponsert.

Arbalests Haus Nördlich der Stadt und etwas östlich der Goldtürme liegt das Kloster und der Tempel des Gottes Milil. Er ruhte hier während der Zeit der Sorgen und noch heute beherbergt es ein mächtiges Instrument, den Blasebalg von Milil, den man auch noch bis in den Hafen der Stadt hören kann. Der Gott ließ hier ein Portal direkt zur Schule der Barden von Neu Olamn in Tiefwasser entstehen.

6.  Karte der Stadt

7.  Quellenangaben


Autoren: Garalor, Jhaan