
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
1. Volksmerkmale
| Attributsanpassungen: |
|
| Bevorzugte Klasse: | Barbar |
| Spezialfähigkeiten: |
|
| Stufenanpassung: | keine |
| Automatische Sprachen: | Handelssprache, Orkisch |
| Zusätzliche Bonussprachen: | Draconisch, Zwergisch, Riesisch, Goblinisch |
2. Geschichte der Bergorks
Die Geschichte der Orks ist, mehr wohl als von jedem anderen Volk Faerûns, geprägt von kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch stammen sie ursprünglich nicht aus Toril, sondern wurden viel mehr vor 20.000 Jahren von einer längst untergegangenen Rasse mittels magischer Portale auf Faerûn geholt. Lange Zeit lebten sie wild und unzivilisiert vor sich hin, hauptsächlich damit beschäftigt, sich gegenseitig zu bekriegen, kaum beachtet von den anderen Rassen, abgesehen von gelegentlichen Auseinandersetzungen mit den Elfen - welche schon früh den Hass der Orks gegen das Volk der Elfen schürte. Doch mit der Zeit entwickelten sich auch die Orks weiter, entwickelten ihre eigenen Methoden zur Herstellung von Kriegsgeräten und verließen langsam ihre tiergleiche Daseinsform.

Bergorks bekämpfen den beliebtesten Bewohner der Reiche
Es dauerte 15.000 Jahre bis sie endlich fortgeschritten genug waren, um sich in größeren Stämmen zu organisieren (eine Organisationsform, welche sie bis zum heutigen Tage beibehalten haben). Auf diese Phase folgte dann rasch das erste prägende Zeitalter der Orkgeschichte, in welchem sich die Stämme zum ersten mal zu einer riesigen Horde zusammenschlossen, aus dem Norden Faerûns hervorbrachen und vereinigt unter ihren großen Kriegsherren die Reiche der Menschen und Elfen erschütterten. Zwar wurden die Orks schlussendlich von den vereinigten Kräften der Elfen Earlanns? und der Menschen Nesserils zurückgedrängt, doch war dies bei weitem nicht das letzte mal, dass die Orks Aufmerksamkeit erregten. Fortan sollten sie sich immer wieder zu Horden zusammenschließen, die den Kontinent in Angst und Schrecken versetzten.
3. Erscheinungsbild

Kampferprobter Bergork
Der durchschnittliche Bergork sieht menschenähnlich aus, wenn auch jedoch monströser. Ausgewachsen misst er zwischen knapp 6 Fuß bis hin zu kaum weniger als 8 Fuß an Größe, sein massiver Körper ist mit stark ausgeprägten Muskeln versehen. Orkfrauen sind durchschnittlich 20 cm kleiner, aber von ähnlich wuchtiger Statur. Ihre Hautfarbe variiert zwischen verschiedenen Oliv- und dunklen Grüntönen, und die Haut ist von fast lederartiger Konsistenz. Der Kopf, welcher fast direkt auf dem mächtigen Nacken zu sitzen scheint, ähnelt dem eines Menschen, nur dass das Gesicht martialischer wirkt, durch den vorgeschobenen Kiefer und die abgeflachte Nase. Die Augen sind überwiegend rot gefärbt, teilweise mit geringen anderen Farbanteilen. Die dicht wachsenden und verfilzten Haare sind meist von schwarzer Farbe, auch dunkles braun ist möglich.
Der Ork legt nicht viel Wert auf Hygiene, stört sich nicht an Schmutz. Jedoch weiß er diverse Arten von Schmuck zu schätzen, über ins Haar eingeflochtene Knochen bis hin zu Furcht einflößenden Trophäen, beispielsweise die Waffen besiegter Gegner - Die Zähne wilder Tiere an einer Kette aufgereiht oder das schartige Schwert eines in der Schlacht besiegten Menschen. Ebenso beliebt ist Kriegsbemalung, vor allem vor anstehenden Kämpfen. Die Kleidung ist meist nach praktischen und optischen Gesichtspunkten gewählt - sie wirkt primitiv, meist aus Leder bestehend, fungiert auch als Rüstung und ist in warnenden Farben gefärbt. Beliebte Waffen sind Äxte in allen Variationen, generell gilt: Umso schwerer, umso besser. Sollte es die Situation erfordern, dass der Ork zur Fernkampfwaffe greifen muss, so wird er am ehesten den Langbogen wählen - eine traditionelle Jagdwaffe der Orks, wird sie zum Kämpfen als eher untauglich angesehen und in manchen Kreisen ist ihre Benutzung sogar Anlass für Spott.
4. Charakter
Bergorks leben für den Kampf. Ihr Hauptstreben ist das nach Stärke. Von ihrer Geburt an lernen sie am eigenen Leibe, dass Schwäche kein Fehler ist, den sich ein Ork leisten kann. Grundsätzlich lässt sich eine starke Tendenz zum Opportunismus feststellen, oft steht nur der direkte eigene Vorteil im Vordergund. Dennoch haben sie eine starke Bindung zu ihrem Stamm, mit dem sie sich identifizieren, und in dessen Rangordnung sie sich bedingungslos einfügen - sie sind starken Anführern gegenüber äußerst loyal. Darüber hinaus entwickelten sich in den meisten Stämmen Ehrenkodizes, welche Verhaltensregeln festlegen, welche aber von Stamm zu Stamm variieren.
Ein weiterer wichtiger Faktor bergorkischen Verhaltens ist ihr Streben nach Landbesitz. Dieses Verhalten ist auf einen Mythos zurückzuführen, nach dem der höchste Gott der Orks, Gruumsh, dereinst von den anderen Göttern betrogen wurde, als es um die Verteilung des Landes an die verschiedenen Völker ging. So versuchen die Orks seit jeher die Rückeroberung dessen, was ihrer Ansicht nach rechtmäßig ihnen zusteht.
Anderen Rassen gegenüber stehen sie grundsätzlich ablehnend gegenüber. Elfen und Zwerge hassen sie, aus historischen wie religiösen Gründen, so dass dieser Hass tief verwurzelt und unumstößlich ist. Das gleiche gilt auch für Goblins, wobei sie diesen nicht einmal Respekt zollen, da diese als noch schwächlichere Gegner gelten. Den Menschen gegenüber zeigen sie Geringschätzung, jedoch sehen sie die Menschen nicht in jeder Situation als Feinde an - normalerweise werden sie gemieden, außer für Raubzüge. Gnome und Halblinge werden, so weit ein Ork überhaupt Kenntnis über die Existenz dieser Rassen hat, entsprechend ihrer geringen physischen Kraft als minderwertig eingestuft, unter Umständen wird ihnen aber auch ein gewisser Unterhaltungswert beigemessen. Halborks können, wenn sie sich wie es Orks gebührt verhalten, eine gewisse Akzeptanz erlangen, doch werden sie oft Sticheleien ob ihres menschlichen Blutes über sich ergehen lassen müssen.

Ein Häuptling wird geweiht
Unter Orks ist die Anwendung von arkaner Magie nicht gerne gesehen, erst recht nicht von Außenstehenden - sie ruft Reaktionen von Furcht und Unverständnis bis hin zu Wut und Aggressivität hervor. Göttliche Magie hingegen, wenn von Klerikern orkischer Gottheiten gewirkt, wird respektiert, als Geschenk der Götter angesehen - wobei auch Klerikern teils mit Misstrauen begegnet wird.
Als Lebensraum dienen den Orks meist Höhlen, aber auch Festungen (eigens errichtete oder eroberte) werden als Behausungen benutzt. Je ein Stamm bewohnt eine Wohnstätte, sollte ein anderer Stamm Anspruch erheben auf das Gebiet kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen. Jeder Stamm hat darüber hinaus einen eigenen Namen, ebenso ein signifikantes Symbol - welche oft auch Aufschluss über die Religion des Häuptlings liefern (Bsp.: Stamm der Knochenbrecher - Symbol: zerbrochener Knochen - Hauptgottheit: Bahgtru).
5. Lebensweg
Dank der hohen Geburtenrate der Bergorks herrscht nie ein Mangel an Jungorks, und damit auch an Arbeit für die Orkfrauen. Die männlichen Orkkinder leben stets in Wettstreit, die Schwachen werden ihre Nahrung nicht gegen die stärkeren Brüder verteidigen können und irgendwann eingehen - eine Entwicklung, der die Mütter nicht weiter entgegenwirken, da starke Söhne ihre einzige Möglichkeit sind, sich die wohlwollende Zuneigung des Häuptlings zu sichern. Mit durchschnittlich 15 Jahren ist der Ork ausgewachsen und im Vollbesitz seiner physischen Kräfte. Ab einem Alter von 30 Jahren beginnen diese Kräfte wieder zu schwinden, bis schließlich mit der Vollendung des 60. Lebensjahres der durchschnittliche Ork an Altersschwäche stirbt - was jedoch eine Schmach für jeden Ork wäre, der dieses stolze Alter erreicht hätte. Der Normalfall ist der frühe Tod durch Waffengewalt.

Ein Krieger der Bergorks
Sobald ein Jungork seinen ersten Kampf an der Seite der restlichen Stammeskrieger ausgefochten hat, gilt er als vollwertiger Krieger. Damit hat er Anrecht auf einen (zunächst sehr geringen) Teil der Beute und eigene Frauen. Umso mehr Narben er in Schlachten sammelt, umso mehr Respekt wird ihm gezollt und umso höher steigt er in der Hierarchie. Fordert er schließlich den Häuptling zum Zweikampf und besiegt ihn, ist er der neue Führer des Stammes. Jedoch ist ein Häuptling nicht verpflichtet, jede Herausforderung selbst auszukämpfen, gerade in großen Stämmen führte dies oft dazu, dass er seiner Funktion als Anführer nicht mehr nachkommen konnte da er ständig in Kämpfe mit aufstrebenden Jungorks verwickelt war. Daher kann sich der Häuptling einen ihm treu ergebenen Krieger aussuchen, diesen Kampf für ihn auszutragen. Ein derartiger Kämpfer für den Häuptling zu sein gehört zu den größten Ehren, die einem Orkkrieger zuteil werden können. Mit die höchste Laufbahn, die ein Ork einschlagen kann, ist es, dem Pfad der Götter zu folgen und Kleriker zu werden. Nur wenigen haben das Glück von ihren Göttern erwählt zu werden, doch gehören die Kirchen zu den bestimmenden Machtfaktoren innerhalb der Orkgesellschaft.
Bergorkfrauen sind allgemein darauf beschränkt sich um die Höhle zu kümmern und auf die Kinder aufzupassen, eine Aufgabe auf die sie früh vorbereitet werden. Zumeist werden sie sklavenähnlich Orkmännern zugewiesen und sind von deren Wohlwollen abhängig. Ihr Wert wird dabei an der Stärke ihrer Kinder gemessen. Die höchste Position, die sie in der Gesellschaft erreichen können, ist die der Klerikerin Luthics - ein seltenes Glück. Nicht selten sind diese Klerikerinnen ohne das direkte Wissen der männlichen Stammesmitglieder die eigentlichen Herrscherinnen eines Stammes, die viele ihrer Häuptlinge überleben.
6. Religion
Für den einfachen Bergork spielt Religion eine einfache Rolle: Er kämpft für sich, seinen Stamm und seinen Gott. Wer seinen Gott beleidigt oder seinen Namen in den Schmutz zieht, wird sich den Zorn des Orks zuziehen. Dabei reicht es schon, wenn ein Nichtkleriker des Gruumsh auch nur den Namen des Einäugigen ausspricht, und nicht die Umschreibung benutzt, um sich der Wut eines echten Orks gewiss zu sein. Innerhalb des Stammes werden Kleriker aller Orkgottheiten grundsätzlich ehrfürchtig und respektvoll behandelt, wenn nicht sogar gemieden.
7. Quellenangaben
Autor(en): krav