Das Badehaus der Stadt Llorkh wurde in den ersten Monden des Jahres 1384 TZ errichtet und dürfte wohl im Monat Tarsakh eröffnet werden. Mitten in der Stadt gelegen soll es wohl nicht nur das Bedürfnis nach Sauberkeit und Hygiene der oberen Schichte der Bürgerschaft befriedigen, sondern auch einige darüber hinaus gehende Wünsche erfüllen.
Lage in der Stadt

Gerade nicht mehr im inneren Ring der Stadtmauern Llorkhs befindet sich das Badehaus doch in aller bester Lage. Abgeschieden an der Rückseite des Hauses eines Kaufmanns gelegen springt es Unwissenden zwar nicht gleich ins Auge, kann aber doch jederzeit gefunden werden, ohne, dass man sich in verruchtere Teile der Stadt begeben müsste. Eine mächtige Föhre spendet Schatten, eine Zisterne an der Gebäudewand fängt Wasser für die Becken.
Räumlichkeiten

Betritt man das Badehaus, findet man sich erst einmal vor einem ausladenden Empfangspult wieder, hinter dem gewöhnlich eine Dame oder ein Herr aus den Reihen der Angestellten des Hauses auf den Gast wartet, um diesen freundlich zu empfangen und ihm oder ihr das Angebot des Etablissements näher zu bringen. Zur Linken und zur Rechten des Tresens befinden sich je eine Türe, die eine zum eigentlichen Badesaal, die andere zur Treppe ins Obergeschoß.

Der Baderaum kann mit drei großen, hölzernen Becken an der Häuserwand aufwarten, die durch zartrosa Vorhänge ein wenig vom Rest des Saales getrennt werden und durch Büsche in Töpfen voneinander separiert werden. Für alljene, denen es gerade nicht nach feuchtem Vergnügen steht, bietet eine Sitzecke am anderen Ende des Raumes gepolsterte Bänke zur Entspannung und die Möglichkeit, vielleicht einen Becher Wein zu genießen.

Folgt man der Treppe ins Obergeschoß, findet man sich erst einmal in einem nichtssagenden, schmalen Gang wieder, von dem aus drei weitere Türen abgehen. Diese führen wiederum in Räume, deren Sinn und Zweck kaum leichter zu erkennen sein dürfte: leuchtend rote Vorhänge, große, bequeme Betten, Kerzen und Kamine (und in einem Raum noch ganz andere Untensilien) machen deutlich, dass hier andere Dienste erbracht werden als im Erdgeschoß.
Personal
Schon während des Baus hat sich herumgesprochen, dass das Badehaus von der vielleicht teuersten Dirne der Stadt, Mira Shemov geleitet wird. Zeitgleich kamen auch Gerüchte auf, dass der Vikar der Stadt, Gräfin Caer von Wolfendorn ihre Finger in irgendeiner Art und Weise im Spiel hätte. Diese beiden Damen sind wohl auch die Konstanten im Dunstkreis des Hauses, die weiteren Beschäftigen oder Dauergäste wechseln. Zuletzt kann man einen stattlichen, älteren Herren von fraglichem Ruf, eine ältere, gepflegte und vorallem exotische Dame sowie mehrere junge und gut anzusehende Frauen vermehrt im Hause antreffen..