Religion Götterliste Nebengottheiten

| Name: | Beshaba |
|---|---|
| Trivialnamen: | Herrin des Unglücks, Pechmaid |
| Göttlicher Rang: | Mittlere Gottheit |
| Heimatebene: | Die Einöden von Untergang und Verzweiflung |
| Gesinnung: | Chaotisch Böse |
| Klerikergesinnungen: | CB, CN, NB |
| Einflusssphären: | Zufälliges Missgeschick, Pech, Unglück, Unfälle |
| Verehrer: | Assassinen, Glücksspieler, Launische Individuen, Sadisten, Schurken |
| Domänen: | Böses, Chaos, Glück, Schicksal, Tricks |
| Bevorzugte Waffe: | Unglück (Stachelgeißel) |
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
1. Wer ist Beshaba?
Beshaba (Be-schah-ba) wird weit mehr gefürchtet als verehrt, denn sie ist tückisch, eigensinnig und hinterhältig. Die Unglücksmaid ist bekannt für ihre Unberechenbarkeit und ihren Neid gegenüber ihrer Schwester. Sie fordert oftmals die selbe Verehrung (oder wenigstens Lippenbekenntnisse) für sich, die Tymora entgegen gebracht wird.
Allein der Gedanke, sie könnte tatsächlich auftauchen, genügt, um die Meisten erzittern zu lassen, dennoch wird sie eigentlich immer eingeladen und bei offiziellen Anlässen oder Zeremonien mit formeller Bedeutung (wie Hochzeiten oder Beerdigungen), zu Wettkämpfen und Taufen willkommen geheißen. Man möchte so verhindern, dass sie sich übergangen fühlt und deshalb ewiges Unglück über die Beteiligten bringt.
2. Der Klerus der Beshaba
Da Beshaba vor allem aus Furcht angebetet wird, sind ihre Priester angehalten, diese Furcht zu mehren, in dem sie Geschichten von ihrer Macht und den neusten Bosheiten erzählen. Sie raten dazu, Beshaba zu opfern, Geschenke darzubringen, damit sie milde gestimmt wird, oder sich sogar ihrem Klerus anzuschließen, um sich ganz gegen alles Unglück abzusichern. Während dieser Aufgaben, leben die Priester auch gern ihre eigenen Vorlieben für sinnlose Grausamkeiten aus.
Sie erfreuen sich daran geheimnisvoll aufzutreten und das einfache Volk zu manipulieren, damit es ihren Angelegenheiten dient. Seien es einfache Dienste oder gar
das Ausrüsten mit Waffen, um diese gegen die Feinde von Beshabas Kirche zu führen.
Kleriker der Beshaba gehen häufig Klassenkombinationen als Assassinen oder Schurken ein.
3. Bekannte Glaubenspraktiken
Kleriker der Beshaba erbeten ihre Zauber um Mitternacht. Direkt davor, soweit möglich, müssen sie ihr ein Opfer darbringen, in dem sie Branntwein, Wein oder Kognak entzünden, den Namen der Gottheit murmeln und das Ende eines schwarzen Geweihs hineintauchen. Sich bei dieser Zeremonie den Finger leicht zu verbrennen, wird als gutes Omen gesehen.
Geweihte der Beshaba versuchen sowohl zu Mittsommer, als auch Schildtreff? wilde Zerstörungen zu begehen, halten sich ansonsten aber kaum an den Kalender, sondern feiern eher die Todestage bedeutender Priester, oder den Aufstieg eines Mitglieds.
Die erstere der Zeremonien, bekannt als das Scheiden, ist eine seltene Gelegenheit, bei der man auch Würde und Anstand präsentiert. Der Körper des Toten treibt einen Fluss hinab, umgeben von Kerzen und wird durch diese Zeremonie zum Untoten, um anschließend irgendwo in Faerûn Verwüstung zu stiften.
Der Ritus des Aufstiegs ist als die Zeichnung bekannt. Er geht mit Trommeln und Tänzen über Flammen einher. Oft brandmarkt oder tätowiert man sich und es ist untersagt die Schmerzen mit Zaubern oder Tränken zu mildern.
4. Beziehungen zu anderen Göttern
Beshaba entstand, als Tyche, die damalige Gottheit des Glücks, beim Dämmerungskataklysmus aufgespalten wurde und ihre beiden "Töchter" schuf. man sagt Beshaba habe das Aussehen und Tymora das Herz erhalten und Männer, die dem Blick der Unglücksmaid begegneten und von Wollust verzehrt, oder getrieben wurden, all ihre Launen ohne Rücksicht auszuleben, können das bestätigen. Bei Frauen erzeugt ihr Blick oft die Manie, die die Schicksalsgöttin selbst wiederspiegelt.
Beshaba sieht verächtlich auf Talos' neuste Unternehmungen, denn sie vermutet darin den Versuch, ihre Einflussphären zu übernehmen. Sie hat keine wirklichen Verbündeten, verschreibt sich aber mit vollem Einsatz der Zerstörung der Glücksgöttin. Ebenso erfreut sie sich am Spiel mit Shaundakul und treibt ihre Hinterlisten und Boshaftigkeiten (beispielsweise Oasen austrocknen zu lassen, Leute erblinden lassen, oder Reisende in die Irre führen) unter seinem Namen in der Anauroch.
5. Die Glaubenslehre
Schlimmes geschieht jedem, doch nur in dem man Beshaba folgt, mag man vielleicht von den ärgsten Effekten verschont bleiben. Zu viel Glück, ist keine gute Sache, deshalb sollte der Weise bestrebt sein, den Glücklichen zu schaden. Was immer geschieht, es kann nur schlimmer werden. Fürchte die Unglücksmaid und verehre sie. Verbreite das Wort, Beshaba zu gehorchen und ihr Opfer darzubringen, um sie milde zu stimmen. Sollte sie nicht erfreut sein, werden alle den Fluch zu spüren bekommen, der sich in ganz Faerûn verbreitet: "Beshaba bewahre!" (vor Not und Unglück).
Lass Andere Beshaba verehren, denn so werden sie vom Missgeschick verschont bleiben, dass sie bringen kann. Unterweise niemanden falsch in den Praktiken Beshaba zu ehren, oder du wirst ausgestoßen und mit Pech geschlagen, für alle Zeiten.
6. Quellenangaben
- Faiths & Pantheons, S. 91f.
- Forgotten Realms Campaign Setting : Web Enhancement "Deities", S. 4
- Forgotten Realms Campaign Setting, S. 234
- Faiths & Avatars, S. 42ff.
Autor: Jhaan