Drachenküste
Karte Drachenküste

Regionen Faerûns: Die Drachenküste

← Regionen Faerûns

Hauptstadt:keine
Bevölkerung:820 800 (92% Menschen, 3% Halblinge, 2% Halbelfen, 2% Gnome)
Regierung:Unabhängig Stadtstaaten und Piratennester
Religionen:Helm, Sune, Tempus, Tymora, Umberlee
Importgüter:Nahrung, wertvolle Metalle, Sklaven, Exportwaren
Exportgüter:Schiffe, Handelswaren für andere Regionen
Gesinnungen:N, NB, RB



1.  Überblick

Als Drachenküste bezeichnet man die südlichen Ufer und Insel des See des Sternenregens. Die Drachenküste ist keine geeinte Nation, sondern besteht aus mehrere unabhängigen großen und kleinen Städte und den angrenzenden Inseln. Durch ihre Lage ist sie vor allem für Händler interessant und birgt deshalb einige sehr reiche und beliebte Handelsstädte. Doch die günstige Lage zieht auch allerhand düsteres Volk an. Zur Drachenküste gehören ebenso mehr als 12 unterschiedliche Diebesgilden und zahlreiche Piratenbanden. Nicht nur Waren werden dort gehandelt, sondern auch wichtiges Wissen aus ganz Faerûn, was dazu führt, dass so gut wie jede dunkle Gemeinschaft hier ihre Spitzel einsetzt.

Die Bewohner der Drachenküste sind nicht das vertrauensseeligste Volk, allerdings brauchen sie einander und so kommt es meist nicht zu größeren Auseinandersetzungen. Die Drachenküste wird von manchen auch als Tiefwasser ohne Wache bezeichnet, was darauf hindeutet, dass in den Handelsstädte ebenso nahezu alles was das düstere Herz begehrt auf irgendeinem Wege zu bekommen ist.

[Übersicht]

2.  Geschichte

Bereits zu den Anfängen der menschlichen Besiedlung Faerûns, bevor Reiche wie Chondath sich erhoben, lebten in der Region der Drachenküste bereits erste Menschen. Eine ihrer ersten größeren 'Städte' war Westtor, welches zu diesen Zeiten von einem großen Drachen namens Kisonraathiisar beherrscht wurde.

-349 TZ? eroberte Saldrinar, ein Magier, den Ort, erschlug den Drachen und wurde erster menschlicher Herrscher von Westtor. Unter seiner Leitung wurde die Stadt zu einem handelsreichen Ort. -286 TZ? wurde er allerdings von einem Vampir mit Namen Orlak verdrängt. Dieser herrschte mehr als 100 Jahre über die Stadt und wurde letztlich von einem Paladin vom Thron gestoßen und vernichtet. Seither hat Westtor immer wieder wechselnde Herrschende. Orlaks Anhänger flüchteten damals in den Untergrund und sind dort gerüchteweise noch immer als dunkle Fädenzieher zu finden.

Mit den Jahrzehnten und Jahrhunderten kam immer mehr Volk in die Region, siedelte und gründete neue Orte und Städte. Im Jahre 257 TZ? gelang es Piraten, die sich auf den Pirateninseln zuvor niedergelassen hatten, den König von Westtor zu entmachten und die Herrschaft über die Stadt an sich zu reißen. 200 Jahre lang wurde sie von Piraten beherrscht, was den Stadtgeist wohl bis heute prägte. Erst 429 TZ? gelang es dem Händler Musantir Illistine den letzten Piratenkönig zu verdrängen. Nur 23 Jahre hielt er sich auf dem Thron, dann kam bereits ein neuer Anwärter, der ihn wieder vom Thron stieß. So ging die Stadt bis heute durch viele (Königs)Hände, während an der gesamten Drachenküste immer mehr Städte gegründet wurden und wieder niedergingen. Bemerkenswert ist vielleicht, dass einer unter den Königen gar eine ganze Horden an Dämonen gegen die Stadt sandte um an die Macht zu kommen. Er wurde jedoch ebenso Jahre danach wieder abgesetzt. Neben der wackeligen Führung des großen Westtors palgten auch Piratenbanden die Innere See. 1209 TZ? schafften es die großen angrenzenden Nationen Cormyr, Sembia und Impiltur sich zu einer Allianz zusammenzuschließen um gegen die Piratenplage vorzugehen. Die vereinten Flotten zerstörten diese nahezu vollständig und für die nächsten 100 Jahre war von ihnen kaum mehr etwas zu hören.

Westtors letzter König trug den Namen Verovan. Danach entschieden sich die Adeligen, Reichen und Mächtigen der Stadt die Monarchie nicht länger beizubehalten. Von nun an entschied ein gewählter Herrscher in den Belangen der Stadt.

Im Jahre 1353 TZ etablierten sich die Nachtmasken als führende Diebesgilde in Westtor. Eine Gruppe von Abenteurern dezimierte 1368 TZ die Diebesgilde stark, es gelang jedoch zu neuer Stärke zu erwachsen. Heute sind die Nachtmasken die mächtigste Vereinigung der ganzen Drachenküste.

Indes hatten sich die Piraten der Inneren See wieder vom Schlag der drei großen Nationen erholt. Nur wenige unter ihnen konnten sich wirklich hervortun. Dies war einst ein Mann namens Immurk, ein Pirat, der es vorallem auf sehr wertvolle Handelsgüter abgesehen hatte, jedoch im Kampf gegen Sembias Schlachtschiffe starb und einer, dem es gelang in seine Fußstapfen zu treten: Samagaer Silberklinge. Ihm gelang es mehr als 100 Schiffe unter seinem Banner zu vereinen und auf Plünderzüge zu entsenden. 1368 TZ verschwand dieser große Kapitän spurlos, gerade rechtzeitig um einem desastösen Kampf gegen Seeungeheuer zu entkommen. Dieser Kampf kostete die Piraten viele ihrer Schiffe. Heute kommandieren ehemalige Untergebene der Silberklinge noch immer einen Teil der ehemaligen Flotte. Gerüchten zufolge sollen sie noch immer von ihm Befehle aus einem unbekannten Exil annehmen. Nur wenige wussten, dass Samagaer Silberklinge zu den sembianischen Silberraben gehört hatte, was womöglich auch sein plötzliches Verschwinden erklären würde.

[Übersicht]

3.  Geographie

Die zentrale Lage der Region macht sie zu einem der wichtigsten Handelszentren und Schnittstellen zwischen West und Ost.

See der Drachen:
Die beiden Ausläufer der See des Sternregens werden als schnelle Verbindung des Drachenküste gen Cormyr und Sembia genutzt. Allerdings ist dieser Teil der See auch nicht ganz ungefährlich, denn dort wo viele Handelsschiffe verkehren, fühlen sich auch Piratenbanden angezogen. Vor schweren Stürmen und Seedrachen wird auch stets gewarnt.

Gluthmere Wald:
Diese verstickte, dichte Waldstrich trennt die Drachenküste vom Vilhon Reach und birgt einige metall- und edelsteinreiche Berge und Hügel. Zwergische Schürfer wissen zu berichten, dass sich dort vor allem Topaz und Robine finden lassen. Die Stämme, die den Wald bevölkern beten zu der Gottheit Nobanion, welche Gerüchten zu Folge diesen Wald besonders behüten soll.

Die Pirateninseln:
Diese Inselgruppe vor der Küste Sembias besitzt 2 natürliche Häfen, die auf der Hauptinsel Dracheninsel (etwa 2000 Bewohner) gelegen sind. Wie der Name bereits andeutet werden sie vor allem von Piratenbanden genutzt. Die Häfen wurden bereits mehrmals in ihrer Geschichte zerstört und wieder neu befestigt. Gewöhnlich lagern dort 20 bis 60 Piraten. Ein zentrale gelegener Berg trägt den Namen Drachenspur.

[Übersicht]

4.  Interessante Orte

Kleine Fischerdörfer oder geheime Orte der Piraten und Diebesbanden zeichnen neben den großen Städten die Landschaft der Drachenküste.

Cedarspoke:
Eine kleine, schlichte Stadt, die mitten im Gluthmere Wald liegt und von Druiden, Waldläufern und anderem Waldvolk bewohnt wird.

Elversult:
Eine kleine, reiche Gemeinschaft, die an direkt an den wichtigen Handelswegen gen Cormyr und zur Schwertküste hin gelegen ist. Sie wurde einst von Nekromanten geführt und durch einen Aufstand geführt von einer Abenteurergruppe gestürzt. Heute steht Eversult eine Frau names Yaseldara vor, die die Rebellion einst anführte. Auch wenn Eversult verglichen mit den anderen Städten der Drachenküste ein eher beschaulicher Ort ist, werden hier dennoch dunkle Machenschaften ausgeheckt, nur bemüht man sich hier um keinen ganz so offenen Auftritt.

Ilipur und Pros:
Ilipur ist eine größere Stadt während Pros nur eine kleinere Ansammlung von Häusern ist, doch beide dienen Eversult als Häfen. Sie können sich jedoch nicht mit den großen Handelsstädten der Drachenküste messen. Jede Stadt besitzt ihren eigenen Bürgerrat, welche Steuern für Handelsgüter erhebt. Die Händler sind damit zumeist nicht glücklich, allerdings wäre die Alternative ihre Ware in die Hände von Diebesgilden und anderem dunklen Volk zu geben.

Sternenmantel:
Diese große Handelsstadt liegt seit ihrer Gründung mit dem größten Konkurrent Westtor im Streit, dabei gelang es keiner der beiden Städte die andere zu vernichten. Tatsächlich hat der Konkurrenzkampf beiden Städte insofern genützt als dass das Handelsvolumen mit dem Ausbau stetig stieg. Sternenmantel ist nicht ganz so stark von Korruption durchsetzt wie die Konkurrenzstadt Westtor.

Teziir:
1312 TZ wurde diese kleine Stadt von Händlern gegründet, die es satt hatten sich von den großen Häfen dominieren zu lassen. In Teziir regiert ein Rat bestehend aus Händlern, der gemeinschatflich festlegt mit wem Handel getrieben wird. Wer einen Händler dieser Stadt betrügt, wird meist von allen anderen ebenso gemieden. Sie wurde dereinst auf Ruinen erbaut und unterstützt heute den Bau von Tempeln und Schreinen nicht-böser faerûnischer Gottheiten aus dem Glauben heraus, dass diese Art der Stütze gut für's Geschäft sein muss. Die ansässige Diebesgilde ist als die Astorians bekannt. Die Nachtmasken aus Westtor haben jedoch bereits vor geraumer Zeit ihre eigenen Diebe in deren Reihen unter gebracht um stets über alles informiert zu sein.

Westtor:
Westtor ist die Haupthandelsstadt an der westlichen Küste und wird von vielen unterschiedlichen Völkern und deren Interessen beeinflusst. Die Stadt wird von Händlern geführt, die nicht viel auf persönliche Moral im geschäftlichen Alltag geben. Bestechungsgelder gehören in dieser Stadt zum guten Ton, die sich allerdings nach außen für alle Rassen und alle Regionen offen ausgibt. Eine Diebesgilde mit Namen Nachtmasken hat sich bereits vor einiger Zeit in der Stadt festgesetzt und ist heute mindestens ebenso mächtig wie die offizielle Führung. In Westtor lassen sich Tempel der Beshaba, Malar, Shar und Talona genauso finden wie solche des Lathander, Gond, Talos, Maske und Loviatar. Erstere sind indes nicht mehr als ein offenes Geheimnis über das man nur hinter vorgehaltener Hand spricht. In Westtor existiert eine Arena in der sich Sklaven ihre Freiheit erkämpfen können.

[Übersicht]

5.  Quellen

[Übersicht]


Autoren: Revenge