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1. Volksmerkmale der Dunkelelfen
| Attributsanpassungen: | +2 Geschicklichkeit, +2 Intelligenz, +2 Charisma, -2 Konstitution |
| Bevorzugte Klasse: | Kleriker (Frauen), Magier (Männer) |
| Spezialfähigkeiten: |
|
| Stufenanpassung: | +2 |
| Automatische Sprachen: | Handelssprache des Unterreichs, Heimatregion, Elfisch ¹ |
| Zusätzliche Bonussprachen: | Handelssprache, Abyssisch, Drakonisch, Goblinisch, Illuskisch, Zeichensprache der Drow |
2. Über Dunkelelfen
Ja, verbrennt die Dunkelelfe! Ihre dunklen, finsteren Brüder stiegen aus ihren unterirdischen Löchern empor und haben meinen Vater und meinen Bruder getötet! Sie sind alle böse! Ich weiß es! Alle!
- Fanatiker aus Atkatla, bei der Hinrichtung einer Drow
Die Dunkelelfen (auch: Drow) unterscheiden sich sowohl in ihrem Aussehen, als auch in ihrer Lebensweise grundlegend von den anderen Elfenarten. Ursprünglich an der Oberfläche lebend, wurden diese immer bösartigeren Elfen vor tausenden von Jahren durch eine Allianz der anderen Völker, unter der Führung ihrer elfischen Artgenossen, in das Unterreich verbannt. Spätestens seit dieser Zeit hassen die Dunkelelfen und die anderen Elfen einander inbrünstig.
Drow haben das Erscheinungsbild von Elfen, mit den spitzen Ohren, den mandelförmigen Augen, sie sind jedoch meist etwas schlanker und kleiner, als die der Oberfläche und oft sogar attraktiver. Der auffälligste Unterschied ist natürlich ihre tiefschwarze Haut und die weißen Haare, wobei sie manchmal auch leicht grau (Alter, Männer) oder platinblond (Alter, Frauen) wirken. Die Augen sind von roter oder blasser Farbe, wobei es Schattierungen von blau, grau, rosa oder lila geben kann (Quellenwiderspruch der verschiedenen Bücher, hier Bezug auf das letzte "Forgotten Realms Campaign Setting"). Durchschnittlich sind sie um die 1,50 Meter groß und wiegen zwischen um die 50 kg, wobei Frauen oft ein wenig größer und schwerer sind. Im Durchschnitt sind Drow deutlich kleiner und auch dünner oder hagerer als die übrigen Elfenvölker Faerûns.
2.1 Steckbrief (Zusammenfassung)
Mit der Zeit haben sich die Angaben in den Quellenbüchern gewandelt. Auf der Hochwaldallianz gilt:
| Haarfarbe: | weiß, im Alter oder bei schlechter Pflege oder ähnlichen ungünstigen Umständen auch grau (tendentiell eher Männer) oder gelblich/platin (tendentiell eher Frauen) |
| Augenfarbe: | rot oder weißlich blass, mit möglichen, leichten Farbschattierungen von rot, rosa, grau oder blau |
| Größe und Statur: | durchschnittlich ca. 150 cm groß und knapp 50kg schwer, siehe auch bei Charaktergröße und Gewicht |
3. Kleidung der Dunkelelfen
Ihr Stil ist oft aufschlussreich und manchmal skandalös. Allerdings kleiden sich gar nicht so viele Drow, auf enthüllende Weise, da auch Kleidung einen starken Ausdruck von Dominanz und Stellung hat. Kleidung ist ein Schutz, nicht mal so sehr gegen physische Angriffe, als vielmehr will man nicht Schwach erscheinen. Eine Drow die kein perfektes Äußeres hat, wird dies unter Kleidung zu verhüllen suchen. Jene die sich also als perfekt und stark ansehen, fürchten keinerlei Häme wegen ihres Auftretens. Natürlich sind sich Drow auch der Wirkung ihrer Kleidung bewusst und wissen die Kunst der Verführung für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Drow fühlen sich nun mal zu Perfektion hingezogen und so werden jene wohl eher die passenden Partner und damit auch Gelegenheiten finden, die sie anzulocken verstehen.
Das Material der Kleidung besteht aus den Dingen, welche den Drow im Unterreich zur Verfügung stehen. Die meisten Stoffe bestehen aus Fasern von Pilzen, Tierhaar und Netzgeweben, die Knöpfe sind aus Metall und Knochen, auch Leder findet Verwendung. Insbesondere Leder wird gern genutzt, ist es doch leicht verfügbar und bietet guten Schutz. Feine Stoffe aus Netzgeweben sind fast nur für die Reichen vorbehalten, zum Teil sehr transparent, oft mit wertvollen Edelsteinen besetzt. Alle, selbst die durchscheinendsten Gewänder, haben mindestens eine versteckte Tasche, wo der Träger Waffen und andere Dinge verbergen kann. Da viele vornehme Drow einen Hauch von Nichts tragen, sind sie ziemlich kreativ darin, wo sie ihre Sachen griffbereit verstecken können.
4. Sprache der Dunkelelfen
Dunkelelfen sprechen einen besonderen elfischen Dialekt, der sich aus dem alten Elfisch der Zeit ihrer Verbannung und einigen Begriffen der Unterreichshandelssprache gebildet hat. Elfen können Drow verstehen, so sie es wollen.
Der Name Drow ist so zum Beispiel eine sprachlich verschliffene Kurzform des elfischen Wortes Dhaerow ("Verräter"), mit dem die Dunkelelfen wegen ihres Handelns während der Kronkriege belegt wurden und der inzwischen auch von ihnen selbst als Name benutzt wird, um ihre Abkehr von den anderen Elfenvölkern herauszustellen.
Achtung: Im Rollenspiel wird zur Unterstützung der Atmosphäre oft De'Shineth als Sprache der Drow benutzt, diese gehört jedoch eigentlich nicht in die Vergessenen Reiche und dient lediglich zur Verdeutlichung der sprachlichen Fremdartigkeit!
5. Schwangerschaft und Aufwachsen
Drow sind fruchtbarer als andere Elfen, sie bekommen mehr Kinder und ihre Schwangerschaftszeit ist kürzer. Sie nutzen allerdings für die Schwangerschaft und Geburt keine magischen Mittel, um es zu erleichtern, oder Sterblichkeit zu verringern. Wer die Geburt nicht übersteht, ob Kind oder Mutter, war ohnehin zu schwach für die Gesellschaft. Die geborenen Kinder werden, besonders bei den höheren Schichten, von Dienern in gemeinschaftlichen Wohnbereichen erzogen, welche von Familien, oder ganzen Häusern genutzt werden. Die Kinder sind nicht weniger temperamentvoll, als die Erwachsenen, sie werden sogar dazu ermutigt ihre Probleme mit Gewalt zu lösen. Wenn es nicht stark genug ist in einer solchen Umgebung zu überleben, macht das nichts. Möglicherweise ist gerade diese brutale Umgebung der Grund dafür, dass Drowkinder sich schneller entwickeln, als die anderer Elfen, fast so schnell wie Menschen. Ihre schulische Ausbildung beginnt bereits mit 8 oder 10 Jahren und ist sehr konzentriert. Sie erhalten zwar eine grundsätzliche Ausbildung, aber dabei wird hoher Wert auf den Glauben an die Drow und ihre Göttin gelegt, sowie auf ein oder zwei besondere Gebiete, für die sie eine Begabung zeigen, oder Interesse haben. Mit 20 erreichen sie das Erwachsenenalter, wobei dies nur für einen kleinen Teil gilt. Ein Drittel überlebt die Kindheit nicht, wird Opfer von Morden oder gar zu religiösen Zwecken geopfert. Ihre Ausbildung wechselt nun von der Gruppenerziehung zur Anleitung unter einem einzelnen Mentor. Wenn sie von diesem nicht irgendwann getötet werden, lernen sie alles Notwendige, um ihren weiteren Weg allein zu finden.
6. Gesellschaft und Kultur

Eines der großen Geheimnisse des Lebens ist es, wie die Drow, trotz sie egoistische Ambitionen und Vorankommen durch Mord, Intrigen und Täuschung fördern, doch das Gedeihen der Gemeinschaft über das der Individuen stellen können. Als Ganzes mangelt es der Drow-Gesellschaft jedweden persönlichen Werten. Die Kultur der Drow achtet Fähigkeiten nicht um ihrer selbst willen, feiert den Erfolg einzelner Drow auch nicht. Es ist jedoch nicht so, als spielten sie diese Dinge herunter, sie merken nur nicht, dass sie wichtig sind. Das, was in ihrer Kultur wirklich zählt, ist, wie gründlich und effektiv ein Individuum die Gesellschaft formen und verändern kann. Auf den Punkt gebracht, wie viel Autorität hat ein Individuum über andere Drow und die von der Gemeinschaft benötigten Ressourcen. Drow denken in recht klaren Prinzipien. Ist etwas nicht gut, muss es schlecht sein. Wenn etwas nicht stark ist, dann muss es schwach sein. Daraus ergibt sich, dass Drow mit Autorität wertvoll sind und jene ohne, oder mit wenig Macht wertlos. Ein schwacher Drow ist also nur dazu da gehandelt zu werden, ausgenutzt und eventuell verschwendet zu werden, von jenen, die Autorität besitzen. Versklavung, Folter und Mord sind keine Verbrechen, wenn sie von einem höher gestellten Wesen begangen werden. Sie meiden es dennoch wahllos zu töten, aber meist nur, weil sie fürchten aus Versehen die Diener von noch mächtigeren zu erwischen.
Dieser Glaube an die schiere Macht, ließ die Gesellschaft der Drow zu dem werden, was sie heute ist. Interaktionen werden also stets von einer Hierarchie zwischen Untergebenen und Übergeordneten bestimmt. Drow ordnen jedes Wesen, ob Drow oder Nichtdrow, in eine von drei Kategorien ein. Ganz oben stehen jene, die man zufriedenstellen muss, die mehr Macht haben (so lange bis sie ersetzt werden). Dann all diejenigen, welche nützliche Werkzeuge für die eigenen Ambitionen und Pläne sind. Ganz unten stehen die Schwachen, die wertlos, ersetzbar und allenfalls zu einfachen Werkzeugen und Fußtruppen taugen. Vom General zum Soldaten, bis hin zum Kaufmann und seinem Kunden, dreht sich alles darum, wer die Macht hat. Es gibt somit auch kaum Grund zum Feilschen. Ist der Kunde von höherem Stand, als der Händler, kann er sich das nehmen, was er will, zum Preis den er will. Nur beim Handeln mit Nichtdrow kann es unter Umständen zum Feilschen kommen, aber dabei sollten die Nichtdrow mit großer Vorsicht walten.
Drow sind grausam, zumindest erscheinen sie Außenstehenden als ungewöhnlich pervers und brutal. Sie sind zweifelsohne Meister im Foltern und schmerzhaften Töten. Für sie ist es aber Teil ihrer hierarchischen Gesellschaft und völlig gerechtfertigt, wenn es einem Zweck dient. Sie sehen im Grunde keinen Unterschied darin, einen Untergebenen zu foltern, oder ein Pferd zu peitschen, um es anzutreiben, oder einfach ein altes Werkzeug zu reparieren. Bringt es Ergebnisse, ist das alles, was wichtig ist. Es zählt eben nur, wer oben ist, und wer unten. Deshalb zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten der Drow ein ständiger Kampf der Individuen, um Macht über andere zu erhalten und sich rücksichtslos die gesellschaftliche Leiter hinaufzuarbeiten. Die restlichen Drow sind da schließlich auch nicht gnädig. Dies führt zu den perfidesten Intrigen und heimlichsten Plänen, aber auch zur Schwächung einzelner und manchmal der Gesellschaft im entscheidenden Moment. Ein Soldat wird durchaus auch seinem Vorgesetzten heimlich zusetzen, indem er ihm die Ausrüstung vor einer wichtigen Schlacht sabotiert und hofft danach selbst gut wegzukommen. Händler werden ihre Konkurrenten zu sabotieren suchen. Eine treue Dienerin wird ihre Herrin vergiften, wenn sie dadurch Aufstiegschancen sieht. Paranoia ist für Drow keine Krankheit, sie ist eine Überlebensversicherung.
7. Gesetze und Traditionen
Drow sind unglaublich traditionsbewusst und zugleich innovativ. Im ständigen Kampf um den Aufstieg und um den eigenen Fall zu verhindern, müssen sie sich wechselnden Gegebenheiten anpassen und ständig neue Pläne ent- und verwerfen. Dennoch gibt es Traditionen, an die man sich zu halten hat, eben dass man höher stehende Drow achten und sich zu unterwerfen hat (auch wenn man insgeheim schon an der Beseitigung dieser Person arbeitet). Doch nur selten wurden Traditionen wirklich in geschriebene Gesetze umgewandelt. Gibt es keine formalen Gesetze, gibt es auch keine Organe, um für ihre Einhaltung zu sorgen. Die wohl wichtigste Tradition, ja das Gesetz, ist der Wille von Lolth. Niemand wird sich dagegen stellen (zumindest nicht offen), niemand wird die Erfüllung von Lolths Wünschen verhindern, oder die Kirche wird für grausame Bestrafung sorgen. Es kann vorkommen, dass einzelne Drow die Kirche herbeirufen, um jemanden für ein Vergehen zu bestrafen, steht dafür aber dann in der Schuld der Priesterinnen. Auch das Umgekehrte kommt manchmal vor, dass die Kirche ein mächtiges Haus auffordert, ihnen zum „Recht“ zu verhelfen. Bestrafung durch Drow ist immer brutal und effizient. In manchen Fällen wird ein Delinquent seines Besitzes und Status beraubt. Viel öfter jedoch, wird das Individuum Sklave eines Hauses oder der Kirche. Natürlich sind auch Folter und Hinrichtung völlig normal. Drow glauben nicht an Gefangenschaft als Strafe, noch daran, dass man eine zweite Chance erhalten sollte.
8. Regierung und Herrschaft
Zu sagen, dass die Drow von einer matriarchalen Theokratie beherrscht werden, ist einerseits zutreffend, andererseits auch irreführend. Es stimmt, dass die führenden Elemente der Gesellschaft die Priesterinnen Lolths und die Matronen sind. Sie aber Regierung zu bezeichnen, wäre verfehlt. So wie Drow von Traditionen beherrscht werden, aber keine Gesetze kennen, werden sie von diesen einflussreichen Personen angeführt, die aber keine formale Regierung darstellen. Es gibt in einer Stadt der Drow keine Anführerin, keine Fürstin, erst recht keinen Bürgermeister. Eine Drownation hat keine Kaiserin oder gar Königin.
Die Drowgesellschaft wird nur durch ein recht wackliges Bündnis ihrer drei mächtigsten Glieder zusammengehalten und regiert. Der Kirche von Lolth, welche die einflussreichste Fraktion bildet. Ihre Klerikerinnen verkünden den Willen der Spinnenkönigin, führen die Rituale aus und ehren die Weberin der Netze. Sie haben im Grunde das Recht alles im Namen der grausamen Göttin zu verlangen. Auch wenn die Priesterinnen die oberste Schicht der Gesellschaft bilden, so hat die Kirche oft nicht die Macht, um die nötigen Maßnahmen durchzusetzen und zu ergreifen. Dafür braucht sie die verschiedenen Häuser, die Familienklans. Sie werden im Normalfall von einer Mutter Oberin geführt. Dabei sind diese selbst Klerikerinnen von Lolth und oftmals in ihrer Kirche die mächtigsten der Führerschaft. Die Kirche wird also nicht von einer einzigen Stimme geführt, sondern von vielen Frauen, die alle dem Willen Lolths gehorchen. Die Häuser sind es, welche die wirtschaftliche und militärische Macht einer jeden Stadt der Drow inne haben. In einigen Städten mögen einzelne Häuser mächtiger als alle anderen sein und damit praktisch bestimmend für die Stadt, andernorts müssen sich mehrere große zusammentun, um die Menge der kleineren Häuser in Schach zu halten. Nie gelang es, dass ein einzelnes Haus jemals die Macht über mehrere Städte hatte, auch wenn viele sich in anderen Städten engagieren und ihre Vasallen unter den fremden Häusern haben. Jedes Haus ist mit anderen durch komplizierte Netze aus Verträgen, Konflikten, Allianzen und Betrügereien verbunden. Wenn eines zu mächtig wird, werden sich andere zusammentun, um es zu stürzen (auch wenn sie öffentlich vorgeben, es zu unterstützen).
Die dritte Stütze ist das Militär, in einigen Gemeinschaften kann es sogar die Regierung bilden. Drow Städte haben keine stehenden Heere, dies würde eine gemeinsame Regierung voraussetzen. Viele kleine Einheiten machen die Armeen aus. Sie bestehen aus den Kämpfern bzw. Milizen der Häuser, ihren Sklaven und Söldnern, Dienern und Familienmitgliedern. Somit sind sie also meist nur der verlängerte Arm eines Hauses. Unterstützt werden sie von unabhängigen Söldnertruppen, die ihre Kräfte an die Häuser und die Kirche vermieten. Die Hausarmee ist für ein Haus wichtig. So wichtig, dass die Matronen sie nicht ignorieren können und in manchen Fällen sogar sie den wahren Einfluss haben. Manchmal geschah es auch, dass die Generäle von Armeen verfeindeter Häuser sich ohne Wissen ihrer Mütter Oberinnen verbündeten und so Krisen herbeiriefen, aus denen sie als die neuen Führer hervorgingen.
Eine weiteres Element im Kampf um die Macht stellen in vielen Städten die Magier dar. In der Regel sind sie männliche Drow, da die meisten Frauen den Weg der Klerikerin Lolths wählen. Magier dienen ebenfalls den Matronen, sind jedoch innerhalb einer Stadt auch als eigenständige Gemeinschaft und Schule, ähnlich der Kirche Lolths organisiert. Einzelne Magier können für eine Matrone eine bedeutende Hilfe im Kampf um die Vorherrschaft innerhalb der Familie, aber auch gegenüber anderen Häusern sein. Mancher Magier kann sich sogar als heimlicher Herrscher eines Hauses entpuppen, wie es im Falle des Hauses Agrach Dyrr im Verlauf des Kriegs der Spinnenkönigin ans Licht kam. Einen Sonderfall stellt die Stadt Sshamath dar. Hier herrscht nicht die Kirche Lolths, sondern ein Bündnis der mächtigsten Magier in Form der Konklave und es gelang diesen das Matriarchat sogar zu durchbrechen.
9. Geschlechterrollen
Die Überlegenheit der Frauen ist tief verwurzelt. Frauen gelten als stärker, gerissener, und emotional kontrollierter, aber vor allem, als heiliger und Lolth frommer zugewandt. Männer werden dagegen als intellektuell, geistiger und physisch minderwertiger angesehen und dienen nur für physische und handwerkliche Arbeiten, oder zur Fortpflanzung. Dennoch sind natürlich männliche Drow allen anderen Rassen überlegen, also auch weiblichen Angehörigen fremder Spezies. Einer der Hauptgründe für diese frauendominierende Haltung kommt von Lolth selbst. Sie hatte mehrere Gefährten, diese aber alle aus unterschiedlichen Gründen verlassen, verraten, abgeworfen. Welchen Grund das auch haben mag, so gelten für sie Frauen mehr, als Männer. Der Vergleich mit den Spinnen, welche ihr heilig sind, tut sein übriges. Bei vielen Spinnenarten sind die Weibchen größer und stärker, die Männchen rein zur Paarung da und überleben das oftmals nicht. Ein weiterer Grund liegt im üblichen Kampf um Dominanz über andere Drow verborgen. Da Frauen ohnehin gerade die dominierende Kraft der Gesellschaft sind, führen sie besonders stark den Kampf um die Herrschaft über andere aus. Somit halten sie die Männer absichtlich niedrig, um nicht noch zusätzliche Konkurrenten zu haben. In der Hinsicht halten die Frauen also stets zusammen, wenn es um die Unterdrückung der männlichen Drow geht.
Männliche Drow haben wenig politische Macht, aber nicht alle sind nur Spielzeug und Besitz der Frauen. Einige der begabtesten Krieger, Künstler und mächtigsten Magier sind Männer. Gerade ihr vermeintlich niederer Status in der Gesellschaft inspiriert viele zu Höchstleistungen und ist Ansporn genug. Da sie wenig Macht haben und ständig fürchten müssen von den Priesterinnen aus einer Laune heraus bestraft zu werden, können nur jene ihrer Position sicher sein, die sich auf die eine oder andere Art unentbehrlich machen. Von der offenen Machtausübung ausgeschlossen, sind viele Männer Meister darin geworden, andere Wege der Machtergreifung und –ausübung zu finden. In den untersten Schichten der Drow Gesellschaft ist dies weitgehend anders. Die Rollen zwischen Frauen und Männern sind dort nicht sonderlich verschieden. Beide sind oftmals nur Diener für höhere Drow, oder können Läden betreiben, Soldaten, oder Künstler sein.
10. Religion
Nur im prinzipiellen Sinne, sind Drow pantheistisch. Während Menschen zahllose Götter verehren, oft gleichzeitig, Elfen Corellon Larethian zwar über alle anderen stellen, sie dennoch alle verehren, gibt es für die Drow nur Lolth. Auch wenn der Drow Pantheon andere Götter kennt, wie Ghaunadaur und Vhaeraun, sind diese höchstens zweitrangig, egal wie sehr individuelle Drow sie verehren mögen, die Gesellschaft als Ganzes wird sie nie anerkennen. Die Drow ehren somit zwar andere Götter, aber die meisten sehen sie nicht als wirkliche Götter an und beten sie nicht mit der Hingabe an, die sie für die Spinnenkönigin praktizieren. So ist es den Kriegern durchaus gestattet Selvetarm zu huldigen, aber eine wirkliche Glaubensgemeinschaft und Kirche, wie für Lolth, wird es nie geben. Religion ist bei Drow keine freiwillige Handlungsweise, sondern integraler Bestandteil jeder Lebensgestaltung. Da ihre Klerikerinnen regieren, treiben sie die gesamte Gesellschaft mit grausamer Effizienz zum Gehorsam und zur Verehrung von Lolth. Sie verlangen Teilnahme an den Riten und jene, die sich weigern, sind unvermeidlich die nächsten Opfer. Solch drastische Maßnahmen sind jedoch nur selten nötig, da die Drow in der Regel Lolth von sich aus verehren, sei es aus wirklicher Hingabe, oder schlicht Angst vor der Macht und dem Zorn der Göttin.
11. Linksammlung
Hier findet ihr eine Liste mit brauchbaren Links zu Hintergrundinformationen über Dunkelelfen.
- Grundinformationen zu den Drow Ein recht guter Artikel, der viele wesentliche Sachen zusammenfasst und zu dem in Deutsch daherkommt, was ja auch recht selten ist.
- AmiaWiki - Inoffiziell; Sehr ausführlicher Artikel über Drow, mit vielen nützlichen Anregungen.
- FaerunWika - Inoffiziell; Deutscher, ausführlicher Artikel über Lloth und ihre Gläubigen
- DnD-Gate - Deutschsprachig
- Der Lolth's Kiss Webring. Man findet über ihn den größten Schrott, viele tolle Ideen, einige gut fundierte Infos und alles in allem ist es zwar keine sichere Infobasis, aber gerade für Spezialkram kann man von dort aus gut auf die Suche gehen.
- Private Homepage mit Drowinfos - Inoffiziell; Infos über Drow im Allgemeinen, Dunkelelfen im Rollenspiel und das Drow-Pantheon. Sehr nützlich - vor allem für diejenigen die mehr über die anderen Götter wie z.B. Selvetarm wissen wollen.
- Drow Namen - Inoffiziell (ok, Augenkrebs, aber man muss nichts runterladen. Die Namensbedeutungen sind allerdings zum Teil zum De'Shineth, das im Umlauf ist, gegenläufig oder zumindest unterschiedlich.)
- Drowstädte
- Karte des Unterreichs
12. Quellenangaben
- Völker Faerûns
- Underdark (D&D 3.0)
- The Drow of the Underdark (ADD 2.0)
- Faerûn Wiki