Fernberg

Regionen FaerûnsDie Mondsee


"Einige sagen, die Zentilfeste wäre die böseste Stadt der Mondsee. Allein dieses Denken erklärt sie zu Narren. Fernberg ist schlimmer, sie zwingen Elfen und andere Nichtmenschen in Arenen bis zum Tode zu kämpfen. Der Herrscher Maalthiir toleriert in der Stadt alles, was nicht den Handel behindert und foltert in seinen Gewölben zum Zeitvertreib. Seine Privatarmee beschützt dich solange du die richtigen Bestechungsgelder zahlst, doch falls nicht rauben sie dich aus oder töten dich. Die Zentiler geben wenigstens zu böse zu sein, das Volk Fernbergs ignoriert das Böse um sich herum und versucht noch Profit daraus zu schlagen, SIE sind das schlechteste was die Menschheit zu bieten hat."

- Dyrlar Grauwinter, elfischer Kundschafter aus Cormanthor

Bevölkerung: 39.976 (99% Menschen, 1% Andere)
Regierung: Diktatur (Maalthiir, Erster Fürst Fernbergs)
Religion: Tempus, Lliira, Chauntea, Waukeen, kleinere Schreine von Malar, Talos, Umberlee
Importgüter: Roherze, Edelsteine, Rohhäute, Getreide
Exportgüter: feinste Kleider, Juwelen, Pelze, "Drachenodem" (Schnaps)
Gesinnungen: Neutral Böse



1.  Über Fernberg

Fernberg, von der See aus gesehen

Fernberg ist ein an der Südküste der Mondsee gelegener Stadtstaat, der mit eiserner Hand vom ersten Fürsten Maalthiir, einem Händler und Magier und dessen Privatarmee aus Söldnern, regiert wird. Von einer mächtigen Ringmauer geschützt und auf einer felsigen Klippe gelegen treibt sie regen Handel mit dem Umland und anderen Städten der Region. Da das flache Land der Südküste selber über keine nennenswerte Bodenschätze verfügt, importiert die Stadt vor allem Rohmaterialen und Erze um diese dann als oftmals hochwertige Waren wieder zu verkaufen.
Gut ausgebaute Straßen verbinden die Stadt nach Westen hin mit den Ruinen Yûlashs und den Städten der westlichen Mondseeregion, führen nach Ashabenfurt und Essembra im Süden sowie ostwärts nach Elfenbaum. Gut begehbare Pfade führen außerdem zu verschiedenen Orten des Drachengriffs und machen Fernberg und das Umland zu einer der am besten erreichbaren Gegenden der Mondsee.

2.  Die Stadt

Fernberg ist eine von einer wehrhaften Mauer umgebene Stadt, dessen einziger durchlass von einem schweren, eisernen Tor verschlossen wird. Der Hafen der Stadt liegt ein wenig außerhalb und ist mit einer breiten Straße mit selbiger Verbunden. In der Mitte der beinah Kreisrunden befindet sich der Palast des ersten Fürsten Maalthiir, ein eindrucksvoller Bau mit einer Vielzahl an Türmen und angeschlossenen Nebengebäuden, unter anderem einer Kaserne der Leibgarde Maalthirs. Nur wenige Fremde bekommen Zutritt zum Palast, hauptsächlich Gesandtschaften möglicher Handelspartner, denn Maalthiir befürchtet hinter jedem einen möglichen Spion oder Mörder, Besonders bei Vertretern anderer Völker und Reichen, mit gemischter Bevölkerung. Der Boden unter seinem Palast soll mit Gängen und Kammern durchzogen sein, einige davon mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten ausgestattet, andere feucht und teils halb geflutet. Es heißt Maalthiir würde dort rauschende Feste für seine Gäste geben, bei denen zur Unterhaltung der Anwesenden schonmal Gefangene gefoltert werden.

Im Norden der Stadt befindet sich die berüchtige Arena Fernbergs in der zur Unterhaltung des Volkes Gladiatorenspiele abgehalten werden. Oftmals bestehen die Gladiatoren aus nichtmenschlichen Gefangenen, die sich in die Stadt verirrt haben oder Gefangenen, die dem Fürsten und seinen Machenschaften im Wege waren.

Im Süden hingegen befindet sich eine Enklave der roten Magier, dessen Botschafter enge Bindungen zu Maalthiir unterhält und die „Kammer der Schwerter“, der Tempel des Tempus. Zugleich der einzige größere Tempel der Stadt. Weitere nennenswerte Orte sind das Haus der Diebsgilde, welches sich im Hafen außerhalb der Stadt befindet und das Händlerviertel im Südwesten der Stadt. In diesem Viertel befindet sich auch „Tity’s Warenhaus“, dessen Eigentümer mit allem handelt und alles aufkauft das nicht offensichtlich böser Bestimmung ist.

Die einzige größere Taverne der Stadt ist das „Diamant im Mist“. Da sie der einzige Ort ist der Abenteurern erlaubt zu Übernachten, ist sie zugleich Anlaufpunkt aller fremden die man in die Stadt einlies. Räumlichkeiten und Verpflegung sind überraschend gut und es heißt das der Wirt, ein Söldner im Ruhestand namens Oswul Farn, neben Geld auch verschiedene Gegenstände als Bezahlung akzeptiert.

2.1  Jüngere Geschichte der Stadt

Das heutige Bild der Stadt besteht erst seit 1357, als Maalthiir sich durch eine Mischung aus Erpressung, Betrug und Drohungen zum ersten Fürsten machte und den bisherigen Rat stürzte. Er machte seine private Armee, die "roten Federn" zur neuen Wache der Stadt und fokussierte die alleinige Macht über die Stadt auf seine Person.
Er verbannte alle nicht menschlichen Bewohner der Stadt und änderte die Gesetze zu seinen gunsten. Die Arena, vorher Ort sportlicher Wettkämpfe, wurde zu einem Instrument der Willkür, in der er Widersacher und unliebsame Personen zur Unterhaltung des Volkes abschlachten lässt. Die Bewohner der Stadt, allen voran die Händler, tolerierten seine Machenschaften aus Angst vor seinem Schergen, aber auch da seine "Reformen" den Handel der Stadt stärkten. In der Tat ist der Wohlstand der Stadt seitdem gestiegen.

3.  Recht und Gesetz

Das Gesetz in Fernberg folgt einer einfachen Regel: der erste Fürst Maalthiir ist Fernberg und was er sagt ist Gesetz. Es existiert eine nahezu unüberschaubare Vielzahl an Gesetzen und Bestimmungen, wovon aber nur zwei wirklich wichtig sind, nämlich das Recht des Handels (Tu nichts das den Behindert) und das der Gesetz der Menschheit (Nur Menschen wird der Zutritt zur Stadt gewährt).

Hüter des Gesetzes sind die "roten Federn", Maalthiirs Privatarmee. Sie haben in der Stadt das Recht jede Person und jedes Gebäude zu durchsuchen und alles zu beschlagnahmen das Teil eines Verbrechens oder einer Verschwörung sein könnte. Wer ihren Anordnungen nicht unverzüglich folge leistet kann von Glück sagen wenn man ihn nur aus der Stadt wirft. Die üblichen Strafen (sofern nicht anderes Angeordnet wurde) sind Kerkerhaft, Hinrichtung oder das Schicksal in der Arena bis zum Tode ununterbrochen neuen Gegnern ausgesetzt zu werden.

4.  Fraktionen in der Stadt

Die roten Federn
Seit der Machtergreifung Maalthiirs sind die roten Federn die Armee und Stadtwache Fernbergs und sorgen in der Stadt für Ruhe und Ordnung. Als Maalthiirs Privatarmee sind sie genau genommen sein Arm und Werkzeug um seinen Willen in der Stadt durchzusetzen. Mit den rechten ausgestattet alles zu tun um jeden Widerstand gegen ihn zu unterdrücken sind sie vor allem dafür bekannt jeden zu schikanieren der nicht genügend Schmiergeld bezahlt.

Die Diebesgilde
Die Diebesgilde der Stadt vereint so gut wie alle kriminellen der Stadt unter ihrem Schirm. Ganz einfach schon aus dem Grund das jedem Verbrecher der nicht zu ihnen gehört und sich ihnen unterwirft nahe gelegt wird die Stadt zu verlassen oder zu sterben. Die Führung der Diebesgilde hält enge Verbindungen zu den roten Federn, schmiert diese damit sie bei geplanten verbrechen wegsehen oder liefert gesuchte Verbrecher an diese aus um deren Wohlwollen zu erkaufen. Diebe die sich weigern der Gilde "beizutreten" oder gegen deren Regeln verstoßen werden oftmals an die roten Federn verraten und enden in den Verließen der Stadt oder der Arena.

Die roten Magier
Mit einer Enklave im Süden der Stadt sind auch die roten Magier Thays in der Stadt vertreten, erheben aber im Gegensatz zu den üblichen Abkommen anderer Enklaven keinen Anspruch auf besondere Rechte in der Stadt. Offiziel sollen ihre Angehörigen in der Stadt wie eine gewöhnliche Händergilde wirken, aber natürlich halten die Thayer und besonders ihr Anführer, Tola Vrass, engen Kontakt mit Maalthiir und scheuen sich auch nicht auf die Politik der Stadt Einfluss zu nehmen.

Die Magiergilde
Die Magiergilde Fernbergs fällt gemessen an der Größe der Stadt eher klein aus. Dies liegt vor allem daran das Maalthiirs wechselnde Launen um Bezug auf die Gesetze zur Regelung von Magie die Ausübung oftmals zu einer sehr gefährlichen Tätigkeit machen. Dazu kommt das eher freundliche Wesen der Gilde, welches sich nur mäßig in die düstere Grundhaltung der Stadt einfügt.
Während die Gilde in der letzten Zeit hauptsächlich damit beschäftigt war ihr eigenes Bestehen zu sichern, arbeitete sie im geheimen daran den ersten Fürst zu stürzen. Auch jetzt noch werden ihre Lehrlinge im verborgenen dazu angehalten gegen ihn zu rebellieren und die Gilde hält einige Elfen und Halbelfen als Spione versteckt, welche von Zeit zu zeit die Stadt verlassen um den Bewegungen der roten Federn im Umland zu verfolgen.

Die Zhentarim
Sicher ist das die Zhentarim die Stadt mit ihren Spionen unterwandert hat, jedoch gibt es über deren genaue Zahl und ihr genaues wirken nur Vermutungen. Maalthiirs Berater selbst gehen von gut zwei dutzend Spionen aus, die sich zwischen den Händlern und angehörigen der roten Federn verstecken und alles über Maalthiirs aktivitäten und die Entwicklung seiner Truppen berichten.

5.  Quellenangaben


Autor: one way ticket