Flussleute

Fraktion Llorkhs: Die Flussleute

Betreuender Spielleiter: Perth

Das Schicksal der jüngsten Vereinigung auf Llorkher Boden, das der Flussleute, ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Waruk Weisshaupt. Vor dessen Ankunft in der Stadt lag der Hafen danieder, die Werft war nicht mehr, als ein etwas seichterer Teil des Hafens, in dem man notdürftig Boote flickte, viele Schiffsleute legten ihr Handwerk nieder und versuchten sich lieber als Taschendiebe oder Wegelagerer außerhalb der Stadt. In diesem Zustand des Niedergangs und Verfalls war es Weisshaupt, der durch Fleiß und Können die Werft zu dem machte, was sie heute ist. Mit dem Wiederaufflammen des Flussschiffbaus blühte auch die gesamte damit verbundene Wirtschaft wieder auf, was Waruk fast schon zwangsläufig in eine Führungsposition katapultierte, welche dieser nur zu gerne besetzte. Der früher einmal so ruhige Weisshaupt entwickelte sich immer mehr zu einem einfach gestrickten, aber in dieser Art und Weise sehr redegewandten Anführer, der die Zukunft seiner Gruppe aber nicht in einer starren Zunft wie der der Handwerker sah, sondern in einer offenen Vereinigung, die nach mehr strebte.

Mit großem Geschick führte Waruk die Flussleute durch die Jahre. Die trotz des allmählich wiederkehrenden Wohlstands blühende (Klein)Kriminalität bekämpfte er durch die Etablierung einer aus den eigenen Reihen besetzten Hafenwacht kam er der Wiederentsendung von Nachtklingen, die sich zuvor fast vollständig aus der Unterstadt zurückgezogen hatten, zuvor, durch Gutschriften für Wein, Weib und Gesang, die er aus den Abgaben, die er schon seit Langem von "seinen Leuten" einhob, verhinderte er das Aufkeimen von Zweifeln an seiner Person und seinem Führungsstil. Diese sehr weite Auslegung des Gildenbegriffs bedingt nicht nur, dass sich mittlerweile dutzende Professionen unter dem Dach der Flussleute tummeln, sondern auch, dass der Hafen faktisch von ihnen regiert wird. Die Exekutivmacht ist ihre Hafenwache, die Ansprechperson ist Waruk Weisshaupt, die wirtschaftlichen Vorgaben macht die Werft. Weisshaupt hat trotz seines mittlerweile erlangten Einflusses aber keine Ambitionen, sich gegen die Obrigkeit und insbesondere den Herrscher zu stellen. Zwar richtet er in öffentlichen Reden nur allzu gerne das Wort an "die da oben", doch weiß er selbst gut genug, dass Geildarr und die Nachtklingen seiner "Herrschaft" nur allzu schnell ein Ende machen könnten.

Die Hafenwacht

Keine Organisation im eigenen Sinne ist dieser Haufen von Möchtegern-Bütteln und Nachtwächtern doch insbesondere nach Sonnenuntergang prägend für das Bild des Hafens und seiner Gassen. Die Reihen der Hafenwacht bestehen hauptsächlich aus Tagelöhnern und Dockarbeitern, die kräftig genug sind, um mit einem Knüppel zuzuschlagen. Über irgendeine Art der militärischen Ausbildung verfügt keiner von ihnen, dieses Manko machen sie aber durch Muskelmasse, Alkohol und zahlenmäßige Überlegenheit wieder wett. Die Wacht hat keine Festangestellten, Weisshaupt selbst kümmert sich darum, dass jede Schicht ordentlich besetzt ist. Bezahlt werden die Männer (Waruk lässt ausschließlich Mannsbilder als Hafenwächter zu) aus den Töpfen der Flussleute, ausgerüstet sind sie mit wenig mehr als Sturmlaternen, Knüppeln und Pfeifen, mit denen sich das Dutzend zeitgleich im Dienst befindlicher Hafenwächter schnell und unkompliziert koordinieren kann. Die Hafenwacht ist Ordnungs- und Strafmacht gleichzeitig, denn wer ihrer Meinung nach etwas Unrechtes angestellt hat, wird sogleich bestraft (meist durch wiederholte Schläge ins Gesicht, den Bauch oder den Geschlechtsapparat) oder (das aber nur selten), dem obersten Richter des Hafens vorgeführt - Waruk Weisshaupt, natürlich.


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