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1. Volksmerkmale
| Attributsanpassungen: | keine |
| Bevorzugte Klasse: | die jeweils Höchste |
| Spezialfähigkeiten: |
|
| Stufenanpassung: | keine |
| Automatische Sprachen: | Handelssprache, Heimatregion, Elfisch |
| Zusätzliche Bonussprachen: | Jede (nach Region / Klasse) |
2. Überblick
Halbelfen sind die Mischlinge aus einer Verbindung von Menschen und Elfen. Dabei gilt, dass nicht nur direkte Nachfahren einer solchen Paarung Halbelfen sind, sondern auch "Viertel-" (mit mindestens einem elfischen Großelternteil) und "Dreiviertelelfen" (mit mindestens einem menschlichen Großelternteil). Bei entfernterer Mischlingsabstammung treten die Merkmale nicht mehr so deutlich zu Tage, auch wenn oft nach einigen Generationen noch kleinere Aussehensveränderungen, wie etwas spitzere Ohren auftreten können.
Halbelfen sind stark davon geprägt wo sie aufwachsen und leiden nicht selten darunter, weder wirklich zu einer, noch der anderen ihrer Herkunftskulturen zu gehören. Dabei sind Halbelfen beinahe ähnlich vielseitig wie Menschen. Sie sind weniger flexibel und anpassungsfähig, aber ebenso wenig auf eine bestimmte Lebensweise eingefahren und können jede Profession ergreifen.
In einigen Gegenden Faerûns, vor allem in denen, wo Elfen nicht sonderlich beliebt sind, leiden auch Halbelfen unter Vorurteilen, in anderen Regionen, wie den Silbermarken sind sie ebenso willkommen, wie Menschen oder Elfen. Im fernen Aglarond hat sich sogar eine regelrechte Kultur von Halbelfen herausgebildet, die dem Ziel verschrieb, sich selbst nicht bloß als Mischlinge, sondern eigenes Volk zu betrachten.
Die typisch menschliche Neugier und die elfische Unstetigkeit, lassen viele Halbelfen zu Abenteurern werden.
3. Erscheinungsbild

"Gewöhnliche" Halbelfen stammen von Menschen und Mond-, Sonnen-, Wald- oder Wildelfen ab und zeigen je nach elfischem Untervolk verschiedene Merkmale. Allen gemein sind die spitzen Ohren (meist jedoch nicht so schmal und spitz, wie die von Elfen); schmalere, mandelförmige Augen und feinere Gesichtszüge als die von Menschen.
Die mit Abstand häufigsten Halbelfen, haben mondelfische Vorfahren und deshalb meist blasse Haut und schwarze oder gar silberweiße Haare, sofern sie nicht die menschliche Haarfarbe geerbt haben. Ihre Augen können nahezu jede Farbe haben, ob menschlich oder elfisch. Bei mondelfischem Erbe sind auch blaue oder grüne Augen mit goldenen Sprenkeln möglich.
Körperlich sind Halbelfen im Regelfall zierlicher als Menschen, aber nicht so schlank wie Elfen. Da die Elfen Faerûns nicht wirklich kleiner sind als Menschen, erreichen Halbelfen oftmals menschliche Größen.
| Geschlecht: | Größe | Gewicht |
| Halbelf, männlich | 152-198 cm (Ø 175) | 52-122 kg (Ø 75) |
| Halbelf, weiblich | 140-185 cm (Ø 163) | 38-109 kg (Ø 61) |
4. Charakter
Halbelfen sind stark davon geprägt wo und wie sie aufwachsen. Da sie meist keine Heimat im gleich Sinn haben, wie Menschen oder Elfen, sondern in einer der beiden Gesellschaften aufwachsen, ist ihr Erbe häufig eine Art Belastung für sie. Ein Halbelf unter Menschen wächst langsamer heran als seine Altersgenossen, ist später erwachsen und kann sich der Tatsache, dass er anders ist daher kaum entziehen. Unter Elfen ist dieses Problem um so größer, da Elfen deutlich langsamer heranwachsen als Elfen und der Halbelf so niemals die gleiche Zeit auf all die Dinge aufwenden kann, die seine Umgebung hat. Hinzu kommt, dass elfische Gesellschaften oftmals wenig oder gar keine Außenseiter unter sich dulden.
Da Kinder bei Elfen aber überaus hoch geschätzt werden (da sie vergleichsweise selten welche bekommen), stößt man halbelfische Kinder eigentlich nicht aus, oder lässt sie zurück, sofern der elfische Elternteil davon weiß. Selbst wenn man der Paarung widerwillig gegenübersteht, wird das Kind im Regelfall aufgezogen und gut behandelt.
In den Regionen, wo Elfen und Menschen zusammen leben, wie beispielsweise Silbrigmond, sind Halbelfen häufig und auch sehr anerkannt. Sie müssen sich kaum mit Vorurteilen oder gar Anfeindungen auseinandersetzen. Wenn sie später jedoch in Länder reisen, wo das anders ist, kann das ein regelrechter Schock sein.
Umgekehrt gibt es Gegenden, in denen Menschen und Elfen lange Zeit verfeindet waren und sich gegenseitig wenigstens misstrauen. Sembia oder Chondath haben eine solche Geschichte und daher wenig Halbelfen, die auch meist nicht sehr willkommen sind.
Ungewöhnlich nimmt sich das im fernen Osten gelegene Land Aglarond heraus, in dem sich zwischen menschlichen Siedlern und den dort lebenden Elfen eine regelrechte Kultur an Halbelfen gebildet hat, die beinahe so leben, als wären sie ein eigenes Volk mit einem eigenen Reich.
Abhängig von der Herkunft, sind Halbelfen sehr verschieden, wenn sie auch untereinander bestimmte Gemeinsamkeiten haben. Ihre fehlende Zugehörigkeit zur Welt eines ihrer Elternvölker und die typische elfische Rastlosigkeit und Neugier, sorgen dafür, dass Halbelfen sehr oft kein sesshaftes Leben führen, sondern abenteurlustig durch die Welt ziehen. Viele Halbelfen entscheiden sich für ein Leben in der Wildnis, fern der Zivilisationen, in denen sie nie richtig heimisch sein können.
Aufgrund der Tatsache, dass sie für Elfen und Menschen jeweils nicht so fremd scheinen, wie das jeweils andere Volk und durch ihre Eltern oft einen Einblick in beide Kulturen und Denkweisen haben, sind Halbelfen gut geeignet, um sozial zu interagieren. Nicht wenige werden Barden oder Diplomaten.
5. Geschichte der Halbelfen
Eine gemeinsame Geschichte des Volkes gibt es selbstverständlich nicht. Seit dem die Menschheit sich jedoch immer weiter ausbreitet, kam es öfter zur Vermischung mit Elfen und besonders die Orte, an denen beide Völker zusammenleben sind Zentren auch halbelfischen Lebens.
In ihren letzten Tagen gab es in den alten Elfenreichen von Illefarn? und Cormanthyr? bereits zahlreiche Halbelfen, nach der Errichtung des Stehenden Steines in den Tälern. 714? TZ jedoch endete dies mit dem Fall Myth Drannors? zunächst, auch wenn Silbrigmond im hohen Norden bereits gegründet war und auf dem Weg zu einem zweiten Myth Drannor zu werden.
In Aglarond, durch die Besiedlung des Yuirwaldes durch Menschen im 8. und 9. Jahrhundert, entstand eine weitere Sammlung von Halbelfen, die sich bis heute gehalten hat. Auch wenn die eher handelsorientierten Menschen an den Küsten des Landes und halbelfischen Waldläufer nicht immer miteinander auskommen, so hat sich das Land doch zum Beispiel eines halbelfischen Reiches entwickelt.
Im fernen Dambrath hingegen fand eine Vermischung ganz anderer Art statt, als Dunkelelfen die Siedlungen der barbarischen Menschen dort eroberten. Heute wird das Land durch die finsteren Halbdrow beherrscht.
6. Religion
Aufgrund ihrer Vielfalt, können Halbelfen beinahe jede Gottheit aus dem Hauptpantheon, oder dem der Elfen anbeten, je nachdem wie sie aufgewachsen sind und welchen Weg sie wählen.
Mielikki genießt zuweilen besondere Gunst, weil sie zum Einen in beiden Pantheons vertreten ist (im Elfischen als Halbgottheit Khalreshaar) und zum Anderen, weil sie einigen Legenden zufolge, nicht nur die Tochter von Silvanus, sondern auch die von Hanali, der elfischen Göttin für Liebe und Schönheit ist und somit eine Art halbelfische Gottheit darstellt.
Elfen deren Eltern in Liebe zusammen fanden, verehren oft Sune oder Hanali. Die Halbelfen Aglaronds hegen besondere Verherung für Chauntea, Selûne und Valkur.
Aufgrund ihrer Neigung zu einem rastlosen Leben sind die rechtschaffenen Gottheiten, wie sie in den großen Städten der Menschen meist angebetet werden bei Halbelfen seltener vertreten, aber auch nicht unbekannt.
7. Halbelfen im Spielgebiet
Halbelfen sind besonders in Lautwasser, wo Elfen und Menschen zusammenleben recht häufig vertreten und auch der derzeitige Fürst von Lautwasser Alados Zweihand ist seinerseits ein Halbelf. Im Hochwald gibt es nicht wenige Halbelfen, ein bekannteres Beispiel war der verstorbene Lywelar, der früher mit seinem waldelfischen Vater Traeron am Seelager handelte.
In Llorkh hingegen gibt es wenige Halbelfen, da auch Elfen dort sehr selten sind. Man steht dem elfischen Erbe allgemein eher misstrauisch gegenüber. Natürlicherweise gibt es auch keine großen Zahlen an Halbelfen im Unterreich.
Weitere bekannte Halbelfen in den Tälern des Delimbiyr und des Graufluss sind:
- Coralyn Arkash (Erzkoravi des Tyrannos-Tempels in Llorkh)
- Erevyn (Bardin und Bürgerrätin in Lautwasser)
- Jaida Zerezal (vermeintliche Harfnerin)
- Kipanga N'Doram-Suhulu (wilder Waldbewohner)
- Worlan DuRog (Abt der Leuchtenden Hand)
8. Quellenangaben
Autor: Jhaan