Harfner
Symbol der Harfner


1.  Über die Harfner

Harfner leben - und sterben - um die Balance zu wahren.
- Ausspruch der Harfner

Diese Organisation hat sich vor allem der Individualität verschrieben, dem Guten im Menschen und allen alliierten Völkern und glaubt an das Gleichgewicht zwischen Zivilisation und Wildnis. Das Bewahren alter Geschichten um deren Lehre zu erhalten ist eine ihrer Aufgaben. Unterstützung erhalten sie von mächtigen und bekannten Wesen, wie Elminster, Sturm und Alustriel Silberhand, sowie Taube Falkenhand. Die Harfner operieren meist allein oder in kleinen Gruppen, aus dem Verborgenen heraus, bereisen den Norden und den westlichen Teil der Herzlande. In ihren Reihen finden sich viele (Mond-)Elfen, Waldläufer und Barden. Der Drachenkult, die Roten Magier von Tay, die Tyrannoskirche und die Zentarim gehören zu den Feinden des Harfnerbundes. Sie pflegen viele Beziehungen zum einfachen Volk und werden dadurch mit Informationen versorgt. In den Reichen ist man allerdings geteilter Meinung über die Anhänger der Harfe, besonders die rechtschaffenen Menschen in großen Städten sehen in ihnen Spione und Störenfriede, deren Nasen in Dingen stecken, die sie gar nichts angehen.

2.  Harfner im Spielgebiet der Hochwaldallianz

Ich werde hier nicht weichen und wenn ich mein Leben für die Freiheit dieses Tals gebe. In diesem Unterfangen, werde ich an deiner Seite stehen bis hin zu jedwedem Ende.
- Jaida Zerezal zu Sevilias Telar, im Jahr des Blauen Feuers

Auf Grund der Natur der Harfner und ihrer Organisation, ist nur wenig Gesichertes über sie bekannt. Auch in Lautwasser ist das nicht anders. Es gibt wie überall Gerüchte und Personen, denen man nachsagt die Harfner zu unterstützen, oder sogar zu ihnen zu gehören. Während man die Harfner in Lautwasser teilweise offen unterstützt, auch wenn nicht alle gut über sie denken, gelten sie in Llorkh als Spione und Verbrecher und dürften, sind sie einmal erkannt, wenig Aussichten haben lebend zu entkommen.
Der ehemalige Besitzer und Wirt der Nachtjagd an der Handelsstraße zwischen den Städten, Ildur Arntar, alliierte sich offen mit ihnen und bot ihnen Zuflucht. Er bezahlte dafür mit seinem Leben und denen seiner Familie, als maskierte Soldaten die Taverne im Jahr 1373 TZ niederbrannten. Andar Ebertod, der die überlebende Tochter Ildurs heiratete und den Gasthof neu errichtete, betont deshalb bei jeder Gelegenheit, dass er neutral zwischen den Städten stehe und Niemanden abweise oder bevorzuge.

Die einzige Person in der Region, von der relativ gesichert scheint, dass sie zu den Harfnern gehört oder wenigstens mit ihnen verbündet, ist Jaida Zerezal, eine bekannte Waldläuferin und ehemaliger Offizier der Stadtwache von Lautwasser. Sie diente unter dem ehemaligen Panzerhandschuh und Fürsten Kalahar Zweihand, doch es ist nicht bekannt, ob jener ebenfalls Harfner war, auch wenn man annimmt, dass er mit ihnen sympathisierte.
Personen mit denen Jaida häufiger verkehrt, stehen natürlich schnell in Verdacht Harfnerfreunde zu sein, sie ist öfter im Schloss zu sehen, selbst nachdem sie die Wache verlassen hat und macht auch oft Halt in der Nachtjagd. Besonders die dortige Bedienung Kikave schien bis zu ihrem Verschwinden gut mit ihr zu stehen. Deren Gefährte Savarin Falkner tut es womöglich immer noch. In jüngerer Zeit verkehrte sie recht offen mit der bekannten Bardin Erevyn und Sevilias Telar, bis zu dessen Tod, sowie weiteren Personen aus deren Umfeld, wie zum Beispiel der stellvertretenden Hofmagierin Jahra Windspiel und dem Elfen Ilaethas Korethil.

3.  Die Geschichte der Harfner

Es ist meine Pflicht als Harfner, wenn nötig, bei der Verteidigung Anderer zu sterben.
- Reisz Roudabush, Harfner, zu Krystin, einem Waffengefährten, kurz bevor er im Dienste der Harfner starb. Jahr der Schlange

Die Geschichte der Harfner, ebenso wie ihre "Organisation" ist verwirrend und sehr verschwommen. In den vielen Jahren seit ihrer Gründung haben sie sich vielen Aufgaben gestellt, einigen davon so subtil (und anderen mit so fatalem Ausgang), dass sie bekannt geworden sind. Darüber hinaus halten sie sich an die Weisung "Harfner bewahren Geheimnisse." Auf diese Weise ist es schwer die "geheime Geschichte", wie Elminster sie nennt, zusammenzufügen.
Weise und Abenteurer gleichermaßen versuchen nichtsdestotrotz so viel über die Harfner zu erfahren, wie nur möglich. Denn selbst in der kürzesten Erzählung kann sich viel verbergen, dass erklärt, weshalb sich in den Reichen so entwickeln, wie sie es tun.

Die Geschichte der Harfner lässt sich bis in die Tage von Myth Drannor? zurückverfolgen, als im Jahr der aufsteigenden Sterne? alle Völker begannen, friedlich zusammenzuleben. Natürlich gab es auch Wesen, die etwas gegen diese große Gemeinschaft hatten, sowohl von außerhalb, als auch in ihr. Um dem zu begegnen entschlossen sich die Weisesten aller Völker eine geheime Gesellschaft zu gründen, die keinem Herrscher verpflichtet sein sollte und im Verborgenen, außerhalb von Gesetz und Politik wirken konnte.
Eine junge Elfenmagierin, die als Stählerne Dame bekannt war willigte ein diese Gruppe zu führen, mit Hilfe eines Elfenrates und dreier Menschen, zu denen auch ein junger Magier namens Elminster gehörte.
Die Stählerne Dame, eigentlich Dalue Nebelwinter, war das letzte Mitglied einer alten Elfenfamilie, deren Symbol eine silberne Harfe, innerhalb einer Mondsichel, umgeben von Sternen war und die Gruppe aus verschiedensten Völkern und Professionen nahm dieses Symbol für sich an.
Da sie sich in der Abenddämmerung, irgendwo tief im Elfenhof verborgen zu treffen pflegten, geleitet vom Klang einer einzelnen Harfe, wurden sie bald "Die Harfner in der Dämmerung" genannt.
Schon von Beginn an, gab es mehr Frauen als Männer unter ihnen, doch in ihren Reihen fanden sich Leute aller Gesellschaftsschichten. Sie alle teilten die Liebe zur Natur und dem Frieden und das innere Feuer, für diese Dinge zu kämpfen.

Die Jahre ließen sie viele Kämpfe fechten, gegen verschiedenste Bedrohungen und Monster. Ihre Gegner lichteten die Reihen der Harfner, doch sie blieben ihren Zielen treu und verfolgen sie noch Heute. Sie kämpften gegen Tyrannei in jeder Form und suchten Frieden zu stiften.
Doch es kamen die dunklen Tage vom Fall Myth Drannors und viele der Harfner starben im ersten offenen Kampf gegen die Finsternis, so auch die Stählerne Dame. Die Macht der Elfen über das Land war gebrochen und Menschen strömten in die Region und ließen sich nieder. Sie brachten auch die Kulte und Kirchen ihrer dunklen Gottheiten mit und die Elfen, schockiert über deren Grausamkeiten, zogen sich zurück.

Jene, die sich nicht nach Immeraska begeben hatten, gründeten die Handelssiedlung Elfenbaum in den Wäldern Cormanthyrs? und ersuchten ihre früheren Verbündeten um ein Treffen. Eine Tage vor Mittsommer im Jahr 720? TZ fanden sich Priester von Deneir, Eldath, Liira?, Mielikki, Milil, Mystra, Oghma, Selûne und Tymora, sowie der Elfengötter zusammen und Elminster erklärte ihnen, dass die Elfen ihre Hilfe für eine geheime Gruppe Helden bräuchten, die sich dem Treiben der dunklen Götter entgegenstellen wolle, ehe das gesamte Land in Krieg, Sklaverei und Tyrannei versunken wäre. Eine Gruppe, die gegen jedes Reich, dessen Macht zu groß würde und dass eitel auf seine Nachbarn blicken würde, oder die Natur nicht achten würde vorgehen konnte. Eine Gruppe, die keinem Herrscher oder Gott untergeben wäre, aber von Vielen unterstützt würde, so dass sie sich gegen die Macht des Schwertes zu erwehren vermochte.
Die Priester waren nicht gewohnt zusammen zu arbeiten und so entwickelte sich eine heftige Debatte, die beendet wurde, als die Gottheiten selbst Besitz von ihren Dienern ergriffen und durch sie sprachen. Etwas derartiges hatte man bislang auf Faerûn nicht gesehen. Am Ende kamen sie überein, dass sie alle die Organisation unterstützen würden, die ihnen allen half und doch keinem von ihnen diente. Jede Gottheit gab ein wenig ihrer Kraft, so dass die Harfner ihren Segen erhalten konnten, wenn sie ihm bedurften. (Dies ist der Ursprung der übernatürlichen Fähigkeiten des Harfner Kundschafters.)
Das Treffen inspirierte die Gründung von Hochtal? (Zyniker neigen zu der Annahme, die Kontrolle der Bergpässe hätte eine wichtigere Rolle gespielt, doch Elminster lächelte zu solch einer Anmerkung einst und murmelte: "Die Kontrolle der Harfner über die Pässe bitte."). Ebenso ist das Abzeichen Hochtals die "hohe Harfe" wegen dieses Treffen.
Die Harfner vermieden dort eine Festung zu errichten, sondern wirkten weiter im Verborgenen und installierten überall um den Treffpunkt geheime Lager mit Ausrüstung und Verpflegung. (Der Vertrag mit Cormyr, dass stets ein Kriegsmagier über dieses Tal wachen solle wurde von einem Harfneragenten am königlichen Hof arrangiert und wird noch Heute eingehalten.)

Die wenigen "alten Harfner", welche die vergangenen Zeiten überlebt hatten ("Über ein Dutzend, aber nicht viel mehr" wie Elminster sagt) nahmen den Segen der Götter und errichteten ein geheimes, Informationen sammelndes Netzwerk, dass sich langsam und vorsichtig über den Norden, an der Schwertküste und in den Herzlanden ausbreitete. Die Harfner benutzten auch religöse Stätten und Klöster als Ausbildungslager und Rückzugsorte und bald stärkte sich das Vertrauen der Kirchen in ihre neuen Verbündeten.
Viele Jahre vergingen und die Zahlen der Harfner wuchsen langsam, so geheim wie möglich und die Organisation vervollkommnete ihre Techniken Freunde und Verbündete zu gewinnen und es bildeten sich eine Menge dieser Harfnerfreunde.
996? TZ wurden die Niederlassungen der Heralde von Faerûn begründet, stark durch die Harfner beeinflusst. Hinter den Heralden standen die gleichen Priesterschaften, die auch die Harfner unterstützten und sie leisteten einen wichtigen Beitrag bei der Bewahrung und genauen Aufzeichnungen von Stammbäumen und der Geschichte im Norden. Sie gaben den Harfnern aber auch Tarnidentitäten und die Möglichkeit offen Informationen zu sammeln. Die Heralde gaben sich nach außen neutral gegenüber dem Volk von Faerûn, doch die Harfner nutzten ihre Tracht und ihre Stützpunkte. Das Sprichwort: "Verletze einen Herald und du findest einen blutenden Harfner" stammt aus jener Zeit.
Doch wo die Harfner im Verborgenen wirkten gingen ihre Feinde, die Diener und Priester finsterer Gottheiten offen und gewaltsam vor und breiteten sich immer weiter über Faerûn aus. Bald schon wurden sie sich der schattenhaften Organisation bewusst, die im Untergrund gegen sie kämpfe und suchten sie mit allen Mitteln auszumerzen. Als im Jahr der heulenden Axt? ein Leichnam?, ausgesandt von finsteren Mächten, nach dem Anderen durch die Harfner besiegt wurde, sandten ihre Feinde ganze Armeen aus, um sie zu vernichten und höchsten Harfner sammelten was sie konnten von ihrer Organisation und verbargen sich erst einmal.
Elminster und sein Freund Khelben "Schwarzstab" Arunsun beschlossen gemeinsam, dass die Harfner sich einmal mehr verändern und eine "Untergrundarmee von Abenteurern" werden müssten.

Um zu verstehen wie und weshalb die Harfner wurden was sie sind, muss man auch von den Auserwählten sprechen, doch dies sind Geheimnisse, die nur wenige Lebewesen auf Faerûn überhaupt kennen und von ihnen offen zu sprechen kann sehr gefährlich sein. Wie Lehrmeister ihren Schülern oft sagen: "Obacht wenn du leben willst!"
Elminster wie auch Khelben sind beide Auserwählte der Mystra, zwei der wenigen Sterblichen, die einen Teil ihrer Macht, das sogenannte Silberfeuer in sich tragen. Mit ihrer Erwählung geht auch die Langlebigkeit, womöglich sogar Unsterblichkeit (sofern sie einem gewaltsamen Tod ausweichen) einher.
Nur wenige Sterbliche würden sich von solcher Macht nicht korrumpieren lassen und so gab es auch Fehlschläge, wie Sammaster?, der sich selbst als gottgleich ansah und den finsteren Drachenkult begründete. Die Harfner wurden mit ihm fertig und schaffte sich so neue Feinde. Selbst bei Elminster ist nicht sicher, ob er seinen Dienst an Mystra unbeschadet überstand, einige seiner frühen Erinnerungen könnten ebenso von einem älteren Magier wie Azuth stammen, die ihm eingepflanzt wurden, um ihn zu dem willigen und weisen Werkzeug zu machen, das Mystra benötigte.
Doch was auch immer die Wahrheit über Elminsters Vergangenheit sein mag, Mystra erkannte wie selten solche Wesen wie er oder Khelben waren und beschloss die Entstehung ihrer Erwählten selbst in die Hand zu nehmen.

Hier soll natürlich noch viel mehr hin

4.  Wichtige Personen

Wenn ich gewusst hätte, was für ein schlechter Harfenspieler ich sein würde, hätte ich ein anderes Symbol gewählt. Aber als ich es bemerkte war es bereits zu spät. Das ist es beinahe immer.
- Elminster von Schattental? an den Grafenbund gerichtet, im Jahr des Wendelturms

Hier gibt es sicher welche zu nennen

5.  Quellenangaben


Autor: Jhaan