Die Armenküche und Heilstube in Llorkh

Die Armenküche und die Heilstube wurde in den ersten Monaten des Jahres 1384 TZ errichtet. Beides ist in einem umgebauten Lagerhaus im Hafenviertel zu finden. Einmal täglich zur Mittagszeit wird dort eine einfache, aber nahrhafte Mahlzeit an die Armen und Bedürftigen kostenlos ausgeteilt.

In der Heilstube finden alle Hilfe, die sich die Dienste der Tempel nicht leisten können oder wollen. Die Preise sind moderat, richten sich aber auch nach dem Einkommen der Person. Wer sich die Behandlung nicht leisten kann, kann statt dessen für einige Zeit für die Armenküche arbeiten. Denn helfende Hände werden dort immer gesucht.

Initiiert wurde dieses Projekt vom Stadtrat und Graf Amron von Wolfendorn, die Leitung hat jedoch die blauhaarige Heilerin Amafrey Sturmwind inne.

Im Gebäude ist eine Liste mit Geldgebern, die mehr als 10 Goldmünzen gespendet haben:

1200 GoldGraf Amron von Wolfendorn
100 GoldVivien Goldregen
18 GoldJolanta Goldsprosse

Lage in der Stadt

Im Hafen, etwas südlich vom Lederwerker an der großen Gasse, liegt das Lagerhaus 2 von dem Herrn Graufels. Dieses wurde nun umgebaut, so dass zwei Eingänge in das Gebäude führen. Durch den einen erreicht man die Armenküche, über den anderen die Heilstube. Damit liegt das Gebäude sicher nicht in der besten Lage der Stadt, aber es soll je gerade für die Bedürftigen, die zum großen Teil im Hafen hausen, erreichbar sein. Zudem ist es auch für Ortsunkundige auf Nachfrage leicht zu finden. .

Räumlichkeiten

Die Armenküche ist ein mäßig großer Raum auf dessen festgestampften Lehmboden einige Bänke aber kaum Tische stehen. Ein Teil des Raumes wird von einer Küche und einer Theke eingenommen, die ab den Morgenstunden besetzt ist um das Mahl zur Mittagszeit zu bereiten. Die Gesichter der Personen, die das Essen zubereiten und ausgeben wechseln oft. Dies liegt daran, dass ein Großteil der Personen dort ehemalige Kranke sind, die Amafrey zwar kostenlos behandelt hat, dafür aber einige Zeit hier arbeiten. Auch die Heilerin selbst ist dann und wann bei der Essensausgabe zu sehen, üblicherweise kümmert sie aber um die Heilkunst oder der Leitung ihres gesamten Projekts.

Im Gegensatz zur ehemaligen Armenküche des Tyrannos werden bei der Essensausgabe nicht ewig irgendwelche Predigten gehalten. Dennoch ist hier auch der Geist Amafreys zu spüren, die stets bemüht ist die Menschen zur Zusammenarbeit zu bewegen um so die Situation für alle etwas besser zu machen.

Sollte wer Ärger machen dürfte recht schnell merken, dass derzeit noch die schützende Hand des Stadtrates auf der Küche ruht und zwei Nachtklingen zur Not für Ordnung sorgen. Aber die ansonsten sehr ruhige und sanftmütige Herrin des Hauses ist sich nicht zu schade ein Machtwort zu sprechen oder einen Rüpel selbst hinaus zu werfen.

Von der Armenküche gibt es einen Durchgang zur Heilstube und zum Schlafgemach der Heilerin, welches aber immer verschlossen ist.

Die Heilstube bietet ein freundlicheres Bild. Der Boden besteht aus stets sauber gescheuertem Holzdielen. An den Wänden stehen Regale mit Tiegeln, Phiolen, kleinen Kästen, Arbeitsgeräten und Pflanzen. Auch einen kleinen Wandschrein gibt es, welche die Mondmaid mit Mantel und Stab zeigt – als Lehrerin, Heilerin und Hüterin der Geheimnisse der Weiblichkeit. In der Mitte des Raumes steht ein Arbeitstisch und zwei Stühle, an welchen die Beratungsgespräche geführt werden. Etwas abgetrennt findet sich eine art Ruhe- und Untersuchungsraum mit zwei Liegen. Ebenfalls kommt man durch eine Tür zu der Latrine des Hauses.

In der Heilstube ist Amafrey oft anzufinden, welche die Kranken und Verletzten behandelt. Entgegen früheren Gewohnheiten behandelt sie nun fast jeden, der sie um Hilfe ersucht, die Preise hängen dabei von Vermögen des Patienten ab. Sie mindert oder erlässt schon mal die Kosten, wenn der Untersuchte dafür in der Armenküche arbeitet oder ihr anderweitig einen Dienst erfüllt, der meist darin besteht, einem anderen Hafenbewohner in irgendeiner Art zu helfen.

Personal

Amafrey Sturmwind ist die gute Seele des Hauses, welche sich überwiegend mit der Heilkunst und Gesamtorganisation widmet. Die Zubereitung der Speisen und die Essensausgabe leitet Sariba, eine recht kräftige Frau Anfang vierzig, die sich durch eine laute Stimme und einen resoluten Umgang mit Ihren Hilfskräften auszeichnet. Orrel, ein ziemlich dünner und kleiner Mann von vielleicht dreißig Jahren, kümmert sich um die Logistik. Er organisiert den Transport der Lebensmittel zur Armenküche und sucht ggf, schon mal verdorbene Lebensmittel raus, die Amafrey mit ihren göttlichen Kräften reinigt.

Darüber hinaus sorgen zwei Nachtklingen, zumal in der Zeit der Essensausgabe, für Ruhe und Ordnung.

Im übrigen scheint die Heilerin kein Glück bei ihren Bediensteten zu haben. Durio Famori arbeitete einige Zeit bei ihr, enttarnte sich dann aber als Ritter des Cyric. Herr Pechstein war eine Art Mädchen für alles, bevor er aus Llorkh floh, der er unter Mordverdacht steht. Und die wanderende Ilmaterpriesterin Nalira war seit vielen Monden nicht mehr gesehen.