Helm

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Name:Helm
Trivialnamen:Der Wächter, der Wachsame
Göttlicher Rang:Höhere Gottheit (11)
Heimatebene:Haus der Triade
Gesinnung:Rechtschaffen Neutral
Klerikergesinnungen:RB, RG, RN
Einflusssphären:Beschützer, Schutzherren, Schutz
Verehrer:Kämpfer, Paladine, Söldner, Späher, Wächter
Domänen:Ordnung, Planung, Schutz, Stärke
Bevorzugte Waffe:"Ewig Wachsam" (Bastardschwert)

1.  Beschreibung

Helm ist der perfekte Wächter und findet besonders bei all denen große Verehrung, welche das Böse in Schach halten und gegen sein Wirken wachen. Ohne je an seiner Überzeugung zu zweifeln oder andere zweifeln zu lassen, ist er immer wachsam, bereit, sich keinen Augenblick der Nachlässigkeit gönnend. Aufgrund dieser Einstellung wird er oft für gefühlskalt gehalten, ein Umstand, der durch seine Erscheinung verstärkt wird. Helm erscheint als ein riesiger Mann in einer strahlend polierten Vollplatte. Die Gefühlskälte entspricht jedenfalls nicht der Wahrheit. Helm weiß lediglich, was er opfern muss, um die Schwachen zu beschützen, vor allem die Kinder. Denn trotz seiner Strenge, Unnachgiebigkeit und Treue ist er schier unendlich geduldig mit den Eigenarten der Kinder. Manche führen seine Eigenart, die er gegenüber allen anderen zeigt, auf eine tragische Verehrung, eine verlorene Liebe oder sogar auf den Wunsch zurück einmal der mächtigste Gott zu werden. Doch solche Überlegungen können für Helm selbst allein als verlorene Zeit gelten, welche besser in der Bekämpfung des Bösen genutzt werden sollte.

Der Wachsame erscheint nur seinen höchsten Priestern. Dann wird er von mehreren schwebenden Schilden umgeben, welche jeden Angriff, gleich welcher Natur, abwehren sollen. Man sagt Helm nach, er könne mit seinem bloßen Willen alle seine Anhänger von jeglicher Müdigkeit, Schwäche oder beeinflussender Magie befreien, sie erwecken und alarmieren. Zuweilen kann er auch die Form seines Symbols annehmen und als ein riesiger Panzerhandschuh den Zugang zu einer geweihten Stätte verbieten. Auch erschien er bereits als ein großer Vollhelm mit geschlossenem Visier. Der Wachsame ist nicht dafür bekannt, aggressive Magie einzusetzen. Doch dafür benutzt er Schutzmagie nur umso mehr oder warnt hohe Priester durch Visionen vor Gefahr. In einem solchen Fall können auch ihm geweihte Waffe anfangen zu vibrieren, zu leuchten oder zu singen. Helm ist dafür bekannt, dass Gebete an ihn oft Erwiderung finden und er die Fragen seiner Anhänger beantwortet, sogar jenen, welche ihn nicht zum Patron erwählten. Die Benutzung von Untoten, und sei es lediglich die magische Übernahme der Kontrolle für eine kurze Zeit, ein kurzfristiges Ziel und mit reinem Gewissen, ist seinen Priestern aufs Strengste verboten. Dies ist Helm ein unberührbarer Grundsatz.

„Sei wachsam, gerecht, treu und unerschütterlich in deinem Glauben!“

Segen für neue Novizen der Kirche

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2.  Der Klerus des Helm

Helms Klerus ist über halb Faerûn verstreut. Besonders im Norden sind die Helmiten sehr zu Gange, dem Chaos und Bösen entgegenzustehen, es zu bekämpfen, wann immer es sich zeigt und zu wachen, unermüdlich und ohne Unterlass. Ihre Kirchen ähneln zuweilen eher Verteidigungsanlagen und Ausbildungsstätten und sind das Resultat eines tief verwurzelten Pragmatismus. Auf ihren Mauern der wirksamste Schutz des Guten und der Ordnung: Der Helmit. Novizen werden durch große Strenge an ihre Aufgaben erinnert und der Klerus versucht die rechtmäßige Größe Helms wiederherzustellen, indem sie allen absolute Wachsamkeit, Reinheit und Vortrefflichkeit demonstrieren. Ein dem Wachsamen geweihter Leibwächter soll lebend ein unüberwindbares Hindernis sein. Sie werden allein in den Tempeln des Helm trainiert und finden dort alles vor, was für ihre Ausbildung erforderlich ist. Priester lassen sich an ihrer Affinität zu säuberlich polierten Vollplattenrüstungen erkennen, jedoch mit aufgeklapptem Visier. Rote Mäntel und Gottessymbole auf der Rüstung sind üblich. In südlicheren Regionen nehmen Gold- und Edelsteinzierde zu und Helmiten legen ihre Rüstung für gewöhnlich auch in ihren gut geschützten Tempeln nicht ab. Die Verwendung dieser traditionellen Ausrüstung reicht von Zeremonienzwecken bis hin zum Kriegszug.

Früher spielte die Kirche eine größere Rolle im Leben der Menschen. Sie war höchst geachtet und galt als der Wächter der Zivilisation gegen die Horden von Monstern im Norden, das Chaos, typischerweise die erste Verteidigungslinie bildend. Doch dies änderte sich mit der Zeit der Sorgen, als Helm der wichtigsten, von AO selbst anvertrauten, Aufgabe Folge leistete, die höheren Ebenen zu bewachen. Doch die Konflikte mit anderen Göttern kostete Helm unverschuldet Prestige, vor allem in seiner ehemaligen Hochburg: Dem Norden. Und noch heute werden Orte toter Magie manchmal „Helms Erbe“ genannt. Die jüngsten Aktivitäten der Helmiten in Maztica? taten ihr übriges, das Ansehen zu beschädigen. Das unnachgiebige und brutale Vorgehen der Eroberer und die tiefe Verstrickung der Kirche in deren Angelegenheiten hinterließ irreparable Spuren. Besonders Priester, die ihre Weihe noch vor der Zeit der Sorgen erhielten, neigen zu Dogmatismus und übermäßiger Strenge. Doch es gibt Hoffnung, dass sich die Menschen letztendlich den Idealen des Wachsamen erinnern und wenn es erst in der Stunde der Not sein wird. Denn zuletzt war es der Kirche des Wachsamen unmöglich mit dem Umfang der Missionierung von Anhängern Torms und Gonds Schritt zu halten, auch wenn deren Kirchengröße zurzeit noch geringer ist.

Typische Rangbezeichnungen der Kirche sind (aufsteigend): Novize, Adept, Vertrauter, Wachender, Ritterwächter, Hüter, Hochklinge, Hoher Wächter, Älterer Stahlauge. Weitere Titel erlangt der Helmit durch Übernahme zusätzlicher Aufgaben.

Sein bekanntester Orden, Die Wachsamen Augen des Gottes ist zugleich der, welcher den besten Ruf genießt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass ausschließlich Paladine in ihm dienen. Doch die Kirche bietet auch eine Reihe von anderen Orden Platz, welche ihren militärischen Arm bilden oder sehr spezielle Aufgaben ausfüllen. Mit der Besonderheit ihrer Aufgaben sinkt auch ihre Mitgliederzahl.

„Sorgfältige Planung ist übereilten Taten letztendlich immer überlegen.“

Typischer Ausspruch der Helmiten

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3.  Glaubenspraktiken

Der Sonnenaufgang ist die Gebetszeit der Helmiten. Aber auch das Beten vor Sonnenuntergang ist üblich. Am Schildtreff ist der einzige Feiertag der Kirche: Die Zeremonie zu Ehren Helms. Es gibt keine größere Ehre für den Helmiten als die Weihe durch die Kirche, welche ihn berechtigt den Reihen des Klerus als vollwertiges Mitglied beizutreten und als erwählter Diener des Wachsamen sein Leben zu widmen. Geschätzt ist es ebenso, in der Konsekration einen speziellen Gegenstand, den sogenannten Glymtul, dem Wachsamen zu weihen. Dies ist für gewöhnlich ein Gegenstand, welcher der betroffenen Person von größter Wichtigkeit ist.

Eine andere Zeremonie ist die Reinigung, welche für den Helmiten die Erneuerung des Glaubens darstellt und ebenso Teil der Kirchenhierarchie ist. Durch diese Zeremonie findet ein Glaubender wieder in die Reihen der Kirche zurück und erfährt Helms Gunst. Sie wird meist bei allen angewandt, welche in ihrem Glauben gefehlt haben und ihren Gott in ihrer Loyalität, ihrer Wachsamkeit oder Verehrung nicht gerecht wurden.

Eine weitere wird die Heilige Wache genannt. Traditionell wird diese Zeremonie benutzt, um einen Priester feierlich in den nächst höheren Rang zu weihen. Sie dauert die gesamte Nacht an. Allein durch seine Willensstärke und Konzentration muss der Helmit seine Waffe für die Dauer der Heiligen Wacht schwebend in der Luft halten. Dazu wird die Waffe von einem höheren Priester mit dem Zauber Levitation? belegt und überwacht.

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4.  Beziehungen

Helms besondere Aufmerksamkeit gilt Tyrannos, Cyric und Shar, sowie den Manifestationen des Chaos: Talos, Garagos und Maske. Obwohl die Kirchen der noblen Götter Helm durchaus als einen Wächter für ihre Sache betrachten, versteht nur Torm Helm wirklich und die Beziehungen der beiden Kirchen sind sehr gut.

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5.  Glaubenslehre

Verrate niemals deinen Glauben! Sei wachsam! Sei bereit! Warte und beobachte sorgfältig! Sei gerecht und gewissenhaft in der Erfüllung deiner Pflichten. Schütze die Schwachen, die Armen, die Verletzten und die Jugend und opfere sie weder für andere noch für dich selbst. Erwarte Angriffe und sei bereit. Kenne deine Feinde. Pflege deine Waffen, sodass sie ihre Pflicht erfüllen, wenn sie gebraucht werden. Sorgfältige Planung ist übereilten Taten letztendlich immer überlegen. Gehorche immer deinen Befehlen, so sie den Idealen Helms nicht entgegen stehen. Zeige Stärke und Reinheit deiner Loyalität in der Rolle als Wächter und Beschützer.

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6.  Tempel & Klöster des Nordens

Niewinter - Helms Halt

Weniger als einen Tagesritt süd-östlich der Stadt Niewinter liegt das befestigte Kloster Helms Halt.

Die Abtei Helms Halt wurde 1350 TZ von einer Gruppe Glücksritter aus Tiefwasser gegründet und im Namen des Wachsamen geweiht. Obwohl sie ständigen Attacken ausgesetzt war, wuchs die Gemeinde über die Jahre an. Bis 1353 TZ wurde das Zentrum der Abtei mit Befestigungen gegen die Banditen und Monster des Niewinterwaldes gesichert. Seit fast zwanzig Jahren schon ist die Gemeinde auf über 700 hundert Mitglieder angewachsen. Helms Halt versorgt sich, dank eigenem Feldanbau und Herstellung des Nötigsten, völlig autonom.

Die wachsamen Mitglieder der Abtei patrouillieren die Pfade des Niewinterwaldes und die Region um ihre Gemeinde. Sie gewähren Reisenden Schutz und Hilfe, besonders wenn sie im Wald angegriffen wurden. Die Abtei untersteht Dumal Erard, Kleriker des Helm.


Silbrigmond - Das Haus Unbesiegbar

In der Stadt Silbrigmond, Hauptstadt der Silbermarken, befindet sich einer der Zentren für die Kirche des Wachsamen. Kleriker Erssler Thamm führt die Gemeinde der glaubensfesten Helmiten der Marken. Das Haus selbst liegt direkt an der östlichen Stadtmauer.

Der Tempel hat eine große Bedeutung für das Volk Silbrigmonds, ihre Fürstin Alustriel und die Kirche Helms. Obwohl so weit im Norden gelegen, ist dieser Ort wohl der einzige, der nicht unter Helms Rufschädigung in Folge der Zeit der Sorgen litt. Hier genießt der Wachsame immernoch höchste Anerkennung und die Kirche leistet einen kostbaren Beitrag zum Schutz der stets gefärdeten Silbermarken. So ist es nicht verwunderlich, dass die Garde der Fürstin, die Ritter in Silber, vornehmlich aus Helmiten besteht.

Diese Gemeinde des Wachsamen ist für ihre Toleranz und Offenheit Fremden gegenüber bekannt. Wer sich zum Wachsamen bekennt, wird von der Kirche unterstützt und die 'Brüder des Helm' fügen sich ganz in ihre Rolle den Schutz der Marken zu garantieren. Der Situation in Silbrigmond angemessen ist das Haus stark befestigt und Zierde sucht man vergeblich, denn es besitzt eine tragende Rolle in der Stadtverteidigung.


Sundabar - Halle der Wachsamkeit

An der Ostgrenze der Silbermarken beherbergt die trutzige Festung Sundabar einen Tempel und eine große Gemeinde Helmiten. Die Kirche des Wachsamen bezahlt hier gemeinsam mit der Fürstenallianz eine 2000 Mann starke Veteranenarmee, welche Festung und Umland schützen soll. Die Kirche steht hier eher im Dienst des Fürsten und versucht die stetige Kriegsbereitschaft sicherzustellen.

Die Priester der Halle der Wachsamkeit sind hier misstrauisch. Fremde, welche irgendwie auffallen, werden in den Tempel gebracht und auch mit göttlicher Magie verhört.

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7.  Quellenangaben


Autor: Mukade