Bibliothek AZ Sachgruppe E: Forschungsstelle Netheril
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Die Forschungsstelle Netheril ist eine Einrichtung des Arkanen Zirkels zu Llorkh. Sie widmet sich der Erforschung des untergegangenen Reiches Nesseril. Die Forschungsstelle besteht gegenwärtig aus einem fest reservierten Schreibpult im Haus des Arkanen Zirkels am Marktplatz. An diesem Schreibpult können die aktuellen Schriften in Arbeit eingesehen werden. Ebenso liegt das Verzeichnis aller Schriften der Forschungsstelle aus. Die Werke sind auf Nachfrage einsehbar. Verantwortlich für die Forschungsstelle ist Arkanistin Kathaphaia.

1.  Widmung

Das Hohe Königreich Netheril ist Inbegriff all dessen, was die Geschichte zu lehren hat. Im Königreich Netheril trat höchste Kunstfertigkeit, Wissenschaft und Schaffenskraft zutage, ebenso wie moralischer Verfall, Versagen, Frevel und Niedergang in unglaublichem Ausmaß. Die gesamte nachfolgende Geistesgeschichte, sei es Philosophie, Arkanwissenschaft, Staatskunst, Sphärenkunde oder Geschichtsschreibung, muss als ein bloßes Kommentar zu den Errungenschaften Netherils begriffen werden. Die Schatten Netherils fallen auch heute noch aus ferner Vergangenheit auf uns. Wir treffen sie allerorten an. Sei es am Alten Eulenbrunnen, als Ioun-Steine, als Zauberthesis, Kunstwerk, Handelsstraßen durch Chondath oder gar als ganzer Staat Illusk, der aus nesischer Hand begründet wurde. Freilich auch nicht zuletzt die Anauroch, das sicherlich schrecklichste Mahnmal nesischen Andenkens. Unsterbliche Namen verbürgen die Mächtigkeit, mit der Netheril auch heute noch aller Orten fortwirkt: Ioulaum, Nether, Karsus, Elorian, Congenio Ioun, Olostin oder Therion Gers. Es ist die Pflicht der gegenwärtigen Arkanwissenschaft, das Angedenken Netherils nicht nur zu ehren, sondern mit aufmerksamen Auge zu ergründen, wiederzubeleben und in seiner umfassenden, widersprüchlichen Gänze zu erfassen. - Insbesondere an einem historischen Ort wie Llorkh. - In Netheril verband sich höchste Leistung und tiefster Fall menschlichen Vermögens, aus dem zu lernen Pflicht und Geschenk der Gegenwart ist.

Die Forschungsstelle des Arkanen Zirkels zu Llorkh ist dieser Aufgabe gewidmet. Sie soll alles erreichbare Wissen um das Arkane Hochkönigreich sammeln und systematisch zum Gewinn für die Gegenwart auswerten. Sie widmet sich dabei allen Aspekten und Disziplinen nesischer Schöpfung, seien sie arkaner oder trivialer Natur, denn es ist die vorrangigste aller beispielhaften Lehren Netherils, dass Leben und Magie nicht zu trennen sind. Die Arkane Wissenschaft ist kein Residuum begrenzter Lehren, sondern die Magie durchdringt die Existenz allumfassend und zur Gänze. Darin liegt ihr Vermögen, ihre Bestimmung und unsere Pflicht als Arkanisten.

Kathaphaia
Adepta Maiora Alza Qaam Calim




2.  Geschichte Netherils

Ein beängstigender Stapel an Schriften markiert den Korpus der nesischen Reichsgeschichte. Ein Überblick über Epochen, Wendepunkte der Geschichte, wichtige Persönlichkeiten sowie Kartenwerk werden hier zusammengefasst.

Kathaphaia, A.M.: Die Morgendämmerung nesischer Hochmagie - Über die erste Begegnungszeit des frühen Netheril mit dem Elfenvolk der Earlann, 1383 TZ Gebundenes Vortragsmanuskript, 10 S.; Chondath
Kathaphaia, A.M.: Der zweite Fall des Karsus, 1387 TZ Gebundenes Manuskript, 45 S.; Drakonisch
Kathaphaia, A.M.: Der Hochwaldfund : Erläuterungen zum aufgefundenen Satz von Bestattungsreliquien aus dem Goldenen Zeitalter, 1387 TZ Pergamentsammlung, 20 S.; Drakonisch, Loross
Schend/Melka: Mythaltheorie, Alter unbekannt Foliant; Chondath
unbek.: In tiefstem Schatten eingewoben, Alter unbekannt Pergamentsammlung; aus dem Elfischen ins Drakonische
unbek.: Die Nesserrollen, Alter unbekannt Einfache Darstellung auf Chondath
Elkandur, Solanis: Ammarindar, 1388 TZ Chondath
Goldherz, Jerom: Die gefallenen Zwergenkönigreiche des Nordens - Ammarindar und Delzoun, 1384 TZ Chondath; offen zugänglich

3.  Staatswesen und Ordnung des Miteinander

Ein reich, erbaut auf arkaner Herrschaft. Was bedeutet dies? Welche Formen des Staates und der Herrschaft kannte Netheril? Wie lebten die Menschen dieser Tage und was lässt sich für die Gegenwart daraus gewinnen?

Kathaphaia, A.M.; Caentigern, Tyrnon: Kriegskunst und Arkangefecht Band 1 : Welche Rolle dem Militär in einer Stadt zukomme, 1386 TZ Buch, 60 S.; Chondath
Kathaphaia, A.M.; Caentigern, Tyrnon: Kriegskunst und Arkangefecht Band 2 : Die Disziplinen der Kriegskunst und die Tugend der Soldaten, 1389 TZ Buch, 70 S.; Chondath
Kathaphaia, A.M.; Caentigern, Tyrnon: Kriegskunst und Arkangefecht Band 3 : Arkane Gefechtslehre, 1389 TZ Buch, 90 S.; Chondath
Kathaphaia, A.M.; Caentigern, Tyrnon: Kriegskunst und Arkangefecht Band 4 : Disziplin und Heldentum, 1389 TZ Buch, 60 S.; Chondath

4.  Arkane Errungenschaften

Die arkanen Errungenschaften Netherils sind sicherlich das legendärste dieses alten Reiches. Legenden fliegender Städte und göttergleicher Zaubermacht sind noch heute allerorten bekannt. Die arkanen Geheimnisse sind zum Teil überliefert, oftmals verschollen. Dennoch nimmt diese Sachgruppe der Forschungsstelle nicht den prominentesten Platz ein.

Kathaphaia, A.M.: Rekonstruktion des Sphärenmodells nach Oberon, 1386 TZ Gebundenes Heft, 11 S.; Loross mir drakonischer Übersetzung
Kathaphaia, A.M.: Kraftflusstheorie nach Tolodine, 1386 TZ Gebundenes Buch, 98 S.; Drakonisch und teilw. Loross
Felyn: Herleitung der Thesis "Untoter Leutnant". Llorkh, 1390 TZ Gebundenes Manuskript; Loross; verschlossen

5.  Neuere Erkenntnisse und junge Blüten

Was bedeutet Netheril heute? Es gibt ein Erbe dieses Reiches, das es zu bewahren und zu befördern gilt. Die heutige Magie ist verkümmert, im Vergleich zum Großen Reich. Dennoch finden sich Bestrebungen das Alte im neuen wiederzufinden und Netherils reichhaltige Lehren nutzbar zu machen für die Gegenwart und Region.

Kathaphaia, A.M.: Programatik zu einer Arkanen Früherziehung, 1383 TZ Gebundenes Heft, 79 S.; verschlossen; aus dem Alzhedo ins Chondath
Lannaivan, Yaqueonna: Erweiterung der Programatik einer Arkanen Früherziehung, 1385 TZ Gebundenes Heft, 30 S.; verschlossen; Eflisch/Chondath
Akkiz: Konzeptionierung der Arkanen Früherziehung (Fragment), Kytorn 1387 TZ Manuskript, 15 S.; verschlossen; Drakonisch
Kathaphaia, A.M.: Die schöne Stadt : Herrschaft und Ordnung der Magokratie in der Gegenwart, 1384 TZ Gebundenes Buch; Drakonisch
Himmelfinder, Helias: Moralische Grundprinzipien der Anwendung und Erforschung arkaner Magie, 1386 TZ Aufsatz; Chondath; Abschrift aus der Abtei der Leuchtenden Hand
Phelaniityr, Halithan: Das Erscheinen der Schattenstadt, 1372 TZ Aufsatzsammlung; Elfisch;Abschrift aus dem Velti'Enorethal

6.  Philosophische Gespräche

Hier finden sich alte Texte und Übersetzungen wenig bekannter Schriften aus Netheril. Sie behandeln oftmals triviale Dinge oder sind von scheinbar irrelevantem Wert für den machthungrigen Arkanisten. Aber für das verständnis Netherils und seiner Kultur liefern sie bisweilen wertvolle Schätze.

Ioulaum: Über die Langlebigkeit, um 3169 NZ Pergamentsammlung; Niederschrift in Loross mit Übersetzung ins Chondath
Felyn (Bearb.): Das Wunder des Herrn, 1390 TZ [rekonstruiert] Kommentierte Pergamentseite in Thorass, Loross, Drakonisch

7.  Entstehung der Forschungsstelle

Ihren Grundstein erhielt die Forschungsstelle Netheril bereits in Flammleite 1382, als sich der Arkane Zirkel zu Llorkh gründete. Damals war es Arkanistin Kathaphaia ein wichtiges Anliegen, sich in Llorkh der Erforschung Netherils aufgrund der Nähe zur Anauroch zu widmen. Sie brachte diese Intention mit aus Calimhafen, wo sie in einem Institut ausgebildet worden war, das sich ganz dem Alten Netheril widmete.

Das Vorhaben brauchte lange Zeit der Vorbereitung, weil es im Streit zwischen Llorkh und Lautwasser und mit der Bedrohung durch Orlbar dringlichere Anliegen gab. Der erste Versuch auch die Elfen des Hauses Thaveruil und des Velti'Enorethal in Flammleite 1384 TZ einzubinden, scheiterten. Was zusätzlich die Pflege der Forschungsstelle erschwerte.

Im Frühjahr 1386 fand Kathaphaia letztlich Zeit und Unterstützung im Arkanen Zirkel die bisher ungeordneten Schriften der Forschungsstelle zu ordnen. zudem wurden sie um einige unglaublichen Wissensschätze erweitert, deren Herkunft über alle Maßen verwundern musste. Im Jahr 1388 geschah es, dass in Orlbar dann die Silberne Drachin Yriszdraliz befreit bzw. erlöst wurde. Dieses Ereignis bedeutete auch für die Forschungsstelle einen Wendepunkt. Denn nun trat mehr oder weniger offen zu Tage, dass Orlbar selbst ein Erbe des Karsus war. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte die Forschungsstelle dies aus Gründen der Geheimhaltung nicht offenlegen. Die schüchterne Forschungsstelle erschien plötzlich mit ganz neuer Gegenwartsrelevanz ausgestattet. Was daraus entstehen würde, war jedoch ungewiss.


Autor: Letos