Mazan hat den 70igsten Lauf der Jahreszeiten hinter sich. Seine Haare haben ihre Farbe eingebüßt, weiß sind sie geworden und doch sieht man dunkle Stellen im Bart, welche die Esse hinterlassen hat. Sein Blick und seine Arme blieben trotz allem noch lange klar und stark. Nur seine Zähne haben ihm diesen Dienst nicht erwiesen. Die Geschäfte hat inzwischen sein Sohn übernommen. Das Rüstungsschmieden praktizierte er über 20 Jahre in seiner Schmiede, zuvor war er 30 Jahre auf der Walz, um bei geübten Schmieden des Umlands zu lernen. Seine Rüstungen sind wahrlich ordentlich, doch sind seine Waffen kaum zu gebrauchen.
Großer Stolz wohnt in ihm, vor allem was sein Handwerk angeht. Schmähungen seiner Schmiedkunst, nimmt er als persönliche Beleidigung und führt zum Flattern seiner wulstigen Lippen und zu einem ordentlichen Zornausbruch. Auch reagiert er empfindlich, wenn man sich über seine Lippen oder großen Augen belustigt. Doch kaum etwas ärgert ihn so sehr, wie sein Konkurrent Oldur Eisenbart, den er als Ursache für den schlechten Waffenhandel sieht.
Wegen Oldur verließ er seinen Stammplatz im Roten Keiler und genießt das Bier zum Feierabend nun im Schild. Dort sitzt er so manchen Abend und lässt sich über den "vorlauten" Zwerg aus und ist wohl auch nie abgeneigt, wenn es darum geht seinem Konkurrenten eins auszuwischen.
Autor: Jhaan