Mystra

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Name:Mystra
Trivialnamen:Dame der Geheimnisse, Herrin des Unbekannten,
 Mutter aller Magie
Göttlicher Rang:Hohe Gottheit (18)
Heimatebene:Dweomerherz
Gesinnung:Neutral Gut (Rechtschaffen Neutral)
Klerikergesinnungen:CG, NG, RB, RG, RN
Einflusssphären:Magier und andere arkane Zauberwirker,
 jegliche Form der Magie, das Gewebe
Verehrer:Elfen, Gelehrte, Halbelfen, Hexenmeister,
 Incantatrix, Magier, Mystische Wanderer,
 Zauberfeuer-Benutzer, Zaubertänzer,
 gemeinhin Magier in jeder Form.
Domänen:Gutes, Illusion, Magie, Wissen, Zauber
Bevorzugte Waffe:"Sieben Sterne" (Shuriken)

1.  Natur

Mystra, die Göttin der Magie, ist eine Erscheinung der kosmischen Einheit. Sie beseitigt auftretende Störungen im magischen Gleichgewicht und stabilisiert die Kräfte der Magie. Sie erscheint als ein heller Lichtschein, den man mit einem Irrlicht vergleichen kann und beherrscht alle Zauber in ihrer höchstmöglichen Wirkung. Für einen Beobachter auf der Materiellen Ebene verändert Mystra ständig ihre Gestalt. Es wird ihr nachgesagt, dass sie die ersten Lehren unter den Rassen der Materiellen Ebene verbreitete, die zur Öffnung und schließlich zur Nutzbarkeit der magischen Kräfte führte. Viele Zauberer glauben daran, dass Mystra den Erfolg bei der Entwicklung neuer Zauber, Tränke und magischer Gegenstände bestimmt.

Sie ist eine geschäftige Göttin, welche das Gewebe überwacht und ausgleicht, somit allen ermöglich die rohe Magie zu zähmen und zu beherrschen. Im Grunde ist sie das Gewebe selbst. Sie ist damit eine der mächtigsten Götter, da sie alles tun kann, was Magie ermöglicht. Obwohl sie guter Gesinnung ist und durchaus in der Lage zu verhindern, dass bestimmte Sprüche und Artefakte geschaffen werden, tut sie dies selten. Lediglich wenn das Streben die Magie und das Gewebe selbst gefährdet, wird sie einschreiten.

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2.  Geschichte

2.1  Erste Inkarnation: Mystril

Am Anfang herrschte Schatten und Zwielicht in der Welt. Als die Göttinnen Selûne und Shar ihren Krieg von Licht und Schatten begannen, warf Selûne einen Teil ihrer selbst auf ihre Schwester. Diese wurde durchschlagen und verlor ebenfalls göttliche Essenz. Das war das Gewebe der Magie und aus ihm entstand nun Mystril, Göttin der Magie. Sie glich das Gewebe aus und stand auf Seiten Selûnes.

2.2  Zweite Inkarnation: Mystra

Den größten Einschnitt erfuhr sie zur Zeit Nesserils, im Jahr -339 TZ. Karsus, der größte Magier von Nesseril, wagte es, die Göttin selbst herauszufordern. Dieser Kampf zerstörte beinah das Gewebe und brachte damit auch die fliegenden Städte zu Fall. Mystril selbst opferte sich dabei und wurde vernichtet. Als Mystra wurde eine neue Göttin der Magie wiedergeboren und das Gleichgewicht im Gewebe wiederhergestellt.

2.3  Dritte Inkarnation: Mystra

Den nächsten Einschnitt erhielt sie in der Zeit der Sorgen. Mystra versuchte die Barriere zu durchdringen, welche Ao und Helm errichtet hatten. Auch dabei wurde sie vernichtet und das Gewebe geriet außer Kontrolle. Erst als die Magierin Mitternacht die Kraft des Gewebes unter ihre Kontrolle zwang, besserte sich der Zustand und sie wurde die neue Mystra. Die Verbündeten der alten Mystra blieben auch der neuen Göttin treu. So wird sie von Selûne unterstützt, aber auch von Kelemvor, welchen sie noch als Sterblichen kannte.

2.4  Anmerkungen

Die derzeitige Göttin Mystra ist somit die dritte, die diese Position inne hat.

Die menschliche Magierin Mitternacht stieg nach dem Ende der Zeit der Sorgen zur neuen Göttin Mystra auf. Ihre Feindin ist die Göttin der Dunkelheit, Shar, die ein zweites Magiegewebe, das Schattengewebe, kreiert hat; darüber hinaus Cyric, der mit der jetzigen Mystra zur Göttlichkeit aufstieg, und Tyrannos.

Azuth, Savras und Velsharoon sind ihre Berater und ihr untergeordnet.

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3.  Der Glaube

3.1  Dogma

Liebe die Magie um ihrer selbst willen. Nutze sie niemals als Waffe, um die Welt nach deinem Willen zu formen. Wahre Weisheit ist es, zu wissen, wann man Magie nicht einsetzen sollte. Magie ist die Liebe der Göttin, und Magie wirken heißt, zu ihr zu beten. Bemühe dich Magie weniger zu nutzen, als deine Kräfte wachsen, da oftmals die Gefahr ihren aktuellen Nutzen übersteigt. Magie ist Kunst, das Geschenk der Dame, und jene, die sie nutzen, sind sehr privilegiert - aber sei bescheiden, nicht stolz, während du dich daran erinnerst. Nutze die Kunst rasch und effizient, nicht sorglos und überschwänglich. Magie ist Liebe. Magie erfordert Weisheit und sollte aus den richtigen Gründen angewendet werden. Sei immer bereit zu lernen und versuche neue Magie zu schaffen. Neue Zauber und Sprüche zu entwickeln, ist eines der Hauptanliegen des Mystra-Glaubens. Die Magie ist das Geschenk der Dame.

3.2  Organisation der Kirche

Die Kirche Mystras ist eine sehr weit verbreitete Glaubensgemeinschaft. Die Tempel der Mystra haben zumeist einen umschlossenen Innenhof, von dem aus man die Sterne sehen kann und beinhalten fast alles von Laboratorien über Bibliotheken bis hin zu natürlichen Grotten und ganzen Sammlungen lebender, magischer Sprüche und animierter Objekte. Der größte Tempel ist das Haus der Wunder in Tiefwasser.

3.3  Gebete und Heilige Tage

Kleriker der Mystra wählen sich eine feste Tageszeit aus, zu der sie für ihre Zauber beten. Einige Kleriker feiern den 15. Marpenoth, den Tag des Aufstiegs Mitternachts zur Göttin Mystra, aber längst nicht alle. Es gibt durchaus auch Kleriker der Mystra, die der Göttin nicht anders danken, als nach jedem Zauber ein kleines Dankesgebet an sie zu sprechen.

3.4  andere wichtige Rituale

Der Sternenflug, ein Ritual dass einen Flugzauber solange aufrecht erhält, wie die Sterne am Himmel stehen. Der Sternenflug ist ein Initiationsritual für Leute, die den Mystraglauben annehmen möchten und wird auch dann abgehalten, wenn zwei Mystragläubige heiraten.

Das Magiefeuer ist ein Reinigungsritual, bei dem starke magische Ströme den Körper des Probanden durchlaufen. Oft erscheint er eingehüllt von blauen magischen Flammen und erlebt intensive Halluzinationen. Das Magiefeuer ist neben den Reinigungsrital auch ein Ritual der Erneuerung und Vergebung.

Die Hymne an die Dame ist ein ernstes Ritual, das zumeist an Beerdigungen abgehalten wird. Während die Lebenden ihre Trauerklage vorbringen, erscheinen Visionen von toten Magiern und Klerikern der Mystra. Mystra selbst schickt während dieses Rituals oft Visionen, die den weiteren Weg weisen sollen.

3.5  Klerikale Kleidung

Der offizielle Habit des Mystraklerus besteht aus einer einfachen blauen Robe, hin und wieder mit weiß abgesetzt. Eine blaue Kopfbedeckung ist Vorschrift, reicht aber von einer einfachen Mütze im Norden bis zu einer weit ausladenden und mit komplizierter Ornamentik besetzten Mitra im Süden. Das Symbol der Mystra war ein einfacher blauer Stern auf weißem Grund bis zur Zeit der Sorgen. Wenn neue Gegenstände geschaffen werden, wird natürlich das neue Symbol verwendet, aber man würde nie alte Symbole ersetzen oder unkenntlich machen. Daher findet es sich noch auf einigen Sakralien.

3.6  Verehrung

Mystras Kult bewahrt das Wissen um die Magie an geheimen Orten, so dass die Magie bewahrt bleibt, selbst wenn die großen Rassen Faerûns fallen sollten. Ihre Anhänger suchen auch nach jenen, welche die Gabe haben, oder das Potential die Magie zu nutzen. Ihre Kleriker sind ermutigt die Magie zu erforschen und auch neue Zaubersprüche zu schaffen. Orte ihrer Verehrung sind erfüllt vom Gewebe. Die Göttin achtet auch jene, welche noch immer ihre Vorgängerin ehren, die eine Rechtschaffen Neutrale Gesinnung hatte. Sie wurden nicht gezwungen ihren Kult zu verlassen, nur weil sie nun eine andere Gesinnung hat. Die meisten ihrer Kleriker sind auch in den arkanen Künsten bewandert und Magier oder Hexenmeister.

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4.  Orden und Vereinigungen im Dienste Mystras

Die Ritter des mystischen Feuers sind ein Paladin-Orden der Mystra, deren Aufgabe es ist, Kleriker und Tempel der Mystra zu schützen.

Der Orden der Sternschnuppe? ist eine Vereinigung von Waldläufern im Namen der Mystra, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, magische Objekte und seltene Spruchrollen ausfindig zu machen und die Stätten alter Magie zu erforschen.

Die Barden der Kinder der Sternenfeder? sind bekannte Bewahren alten magischen Wissens und Mystizismen.

Mystra sympathisiert mit dem Bund der Harfner und unterstützt diese teilweise aktiv.

Der Orden des Blauen Mondes. Eine Vereinigung die ihren Ursprung in Tiefwasser hat und der viele Paladine Mystras angehören. Der Orden besteht aus Dienern Mystras und Selûnes.

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5.  Quellenangaben


Autoren: Turike