Paladin

GrundklassenPaladinzauberKodex


1.  Die Rolle des Paladin

Der Paladin ist ein von eines Gottes Gnaden gesandter Streiter für das Gute. Zu diesem Gesandten wird, wer auf den Ruf seiner Gottheit antwort und das ihm auferlegte Schicksal akzeptiert. Paladin werden wollen mag so mancher, doch durch Strebsamkeit und Übung kann niemand zum Paladin werden, denn nur wer von den Göttern auserwählt ist, oder sein wird, dem wird die Ehre zuteil, als Paladin durch die Lande zu wandeln. Wer sich seinem Schicksal beugt, dem Ruf seines Gottes folgt, der kann jedoch bei einem erfahrenen Paladin, oder auch einem Orden, eine Ausbildung anstreben, ehe der eigene Weg beschritten wird. Alle Paladine, egal welcher Herkunft, Geschlecht und Religion sind einander kameradschaftlich verbunden.

Die drei wichtigsten Waffen des Paladins sind sein Mitgefühl, Gutes zu tun, sein Wille, das Gesetz aufrecht zu erhalten, sowie die gottgegebene Macht, Böses zu vernichten. Durch den göttlichen Beistand verfügt der Paladin über Kräfte, die ihn gegenüber Krankheiten unempfindlich machen und ihn vor Schaden bewahren können. Ferner sind ihm Fähigkeiten überantwortet, die ihn Wunden und Krankheiten heilen lassen, und ihn gegen Untote wie auch andere bösartige Kreaturen voller Effektivität zu Felde ziehen lassen. Weiterhin ist er mit Furchtlosigkeit gesegnet, oder auch verflucht, sodass sein Verstand von diesem Gefühl nicht vernebelt werden mag. Jede noch so geringe Aufgabe erachtet der Paladin in seinem Herzen als Test. Sie mag eine Gelegenheit sein, Tapferkeit zu zeigen, seine kämpferischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, neue Taktiken zu erlernen, oder eine Möglichkeit sein, Gutes zu tun.

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1.1  Kodex und Gesinnung

Der Paladin folgt einem ihm auferlegten Verhaltenskodex und hat stets in guter Absicht und in rechtschaffener Weise zu handeln. Verstöße gegen diesen Kodex können zum Verlust aller speziellen Fähigkeiten, Kräfte und Zauber des Paladins führen, deswegen wird er auch nie leichtfertig zur Waffe greifen. Indem ein ehemaliger Paladin Buße tut, kann er seinen Paladinstatus zurückerhalten, sofern er Vergebung erfährt. Ein Paladin, der nicht weiter als solcher aufsteigt, sondern einen anderen Weg beschreitet, kann nicht erneut als Paladin aufsteigen, selbst wenn er den Idealen des Kodex treu bleibt. Viele Religionen gestatten Paladinen jedoch unter konkreten Restriktionen, bestimmte Pfade zu beschreiten, ohne die Möglichkeit einzubüßen, als Paladin weiter aufzusteigen.
Legitime Autorität ist zu respektieren und des Paladins Handeln und Verhalten hat stets ehrenvoll zu sein - lügen und betrügen, sowie der Einsatz von Gift und ähnlichem ist ihm also untersagt. Solche Methoden führen zu charakterlicher Schwäche und die Konsequenz daraus ist unweigerlich schadhaft. Dennoch stehen dem Paladin vielfältigste Taktiken und Vorgehensweisen offen. Geschickte Nutzung des Geländes, wie auch Überraschungsangriffe sind anerkannte taktische Finessen. Auch sind weltliche Genüsse dem Paladin nicht verwehrt, doch ist er zur Mäßigung aufgerufen, um nicht in seiner Bereitschaft zur Bekämpfung des Bösen eingeschränkt zu sein. Bedürftige muss er Hilfe erfahren lassen, dabei sollte jedoch sichergestellt sein, dass diese die Hilfe wiederum nicht zu bösen Zwecken nutzen. So müssen jene bestraft werden, welche die Unschuldigen bedrohen, oder ihnen Leid zufügen. Der Paladin ist jedoch nicht verpflichtet, sich jedweder Ungerechtigkeit persönlich anzunehmen, wozu er auch gar nicht imstande wäre. Vielmehr ist er Vorbild und durch sein Beispiel führt er andere auf die Wege der Tugend. Die Lage einschätzen zu lernen, um sich und seine Kameraden nicht in ausweglose Situationen zu manövrieren ist dem Paladin außerdem geboten.

Es steht dem Paladin nicht vollends frei, mit welchen Gefährten er sich umgibt. Für gewöhnlich arbeiten Paladine gerne mit jedermann zusammen, der tapfer und ehrlich ist und sich dem Guten verschrieben hat. Er kann sich jedoch auch darauf beschränken, nur rechtschaffen gute Mitstreiter als Gefährten zu akzeptieren. Niemals wird ein Paladin sich willentlich mit Personen umgeben, welche böse Absichten verfolgen. Weiterhin wird er die Zusammenarbeit mit jemandem nicht aufnehmen oder fortsetzen, der immer wieder gegen den Kodex des Paladins verstößt, oder diesen verspottet.

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2.  Die Paladinorden Faerûns

Viele Paladine organisieren sich in Orden, da sie sich untereinander näher stehen, als anderen Erwählten ihres Glaubens.

Liste der Paladinorden in Faerûn

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3.  Wichtige Attribute

Der Paladin als halber Zauberwirker (seine Klassenstufe wird für die Berechnung der Zauberstufe halbiert), benötigt wie ein Kleriker das Attribut Weisheit zur Bestimmung der relevanten Werte seiner Zauber. Sein Charisma bestimmt hingegen wie gut er Untote vertreiben kann und modifiziert den Angriffswurf beim Versuch böse Wesen niederzustrecken. Zudem verstärkt es seine Fähigkeit zu heilen, in dem er Hände auflegt und erhöht den Bonus auf seine Rettungswürfe.
Eine solide Stärke ist für den Paladin wie für jeden Nahkämpfer wichtig, ebenso eine gute Konstitution, die seine Trefferpunkte erhöht.

Selbstverständlich muss ein Paladin nicht zwingend ein Ritter in schwerer Rüstung sein, es ist aber das übliche Bild dieser Klasse.

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4.  Klassenfertigkeiten

Alle Handwerke, Beruf (Gelehrter), Beruf (Medikus), Diplomatie, Heilen, Klettern, Konzentration, Mit Tieren umgehen, Motiv erkennen, Parieren, Schwimmen, Springen, Wissen (Adel & Etikette), Wissen (Militär & Taktik), Wissen (Religion)

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5.  Tabelle: Werteübersicht

Bezugsattribut für Zauber:Weisheit
Gesinnung:Rechtschaffen Gut
Trefferwürfel:w10
Skillpunkte:2 +Intelligenzbonus (x4 auf der 1. Stufe)
Umgang mit Waffen:Alle einfachen und alle Kriegswaffen
Umgang mit Rüstungen:Alle Rüstungen und alle Schilde

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6.  Tabelle: Stufenaufstieg

StufeABRettungswürfeSonstiges
  ZähigkeitReflexWillen 
1+1+2+0+0Böse Absicht Entdecken, Böses niederstrecken 1/Tag
2+2+3+0+0Göttliche Würde
     Hand auflegen
3+3+3+1+1Aura der Tapferkeit
     Göttliche Gesundheit
4+4+4+1+1Untote vertreiben
5+5+4+1+1Böses niederstrecken 2/Tag
6+6/+1+5+2+2Krankheit kurieren 1/Tag
7+7/+2+5+2+2 
8+8/+3+6+2+2 
9+9/+4+6+3+3Krankheit kurieren 2/Tag
10+10/+5+7+3+3Böses niederstrecken 3/Tag
11+11/+6/+1+7+3+3 
12+12/+7/+2+8+4+4Krankheit kurieren 3/Tag
13+13/+8/+3+8+4+4 
14+14/+9/+4+9+4+4 

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7.  Fähigkeiten

Böses Niederstrecken: Der Paladin kann gegen böse Kreaturen einen besonders heftigen Schlag durchführen. Er addiert seinen Charismabonus auf den Angriff und seine Klassenstufe auf den Schaden.

Göttliche Würde: Ab der 2. Stufe addiert der Paladin seinen Charismabonus auf alle Rettungswürfe.

Hand auflegen: Einmal pro Tag kann der Paladin sich oder einen Verbündeten um einen Wert heilen, welcher seinem Charismabonus multipliziert mit seiner Klassenstufe entspricht.

Aura der Tapferkeit: Ab der 3. Stufe ist der Paladin gegen jede Art von Furcht immun. Verbündete in einem 3 Meter Radius um ihn herum erhalten +4 auf ihre Rettungswürfe gegen Furchteffekte.

Göttliche Gesundheit: Mit Erreichen der 3. Stufe erlangt der Paladin Immunität gegen alle Arten von Krankheiten.

Krankheit kurieren: Ab der 6. Stufe erhält der Paladin die Fähigkeit einen Verbündeten von Krankheiten zu befreien. Die Anzahl der täglichen Anwendungen erhöht sich alle 3 Stufen.

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8.  Tabelle: Zauber pro Tag

StufeGrad 1Grad 2Grad 3Grad 4
1----
2----
3----
40---
50---
61---
71---
810--
911--
1011--
11110-
12111-
13111-
142110

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9.  Quellenangaben


Autoren: Arnaeus (Grundlage), Wildman (Rollenbild), Garalor (Ergänzung)