Religion in den Reichen
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1. Über den Glauben

Die Götter Faerûns sind sehr aktiv in die Welt, ihre Geschichte und alles was auf ihr geschieht eingebunden. Die Zeit der Sorgen hat bewiesen, dass die Götter existieren und jeder Einwohner Faerûns ist sich dessen bewusst. Aus diesem Grund gibt es auch so gut wie keine ernsthaft Ungläubigen. Höchstens jene, die keinem bestimmten Schutzgott die Treue halten. Eine Schutzgottheit zu haben, ist keine monotheistische Wahl. Die Existenz zumindest der Hauptgottheiten Faerûns ist bekannt, der Guten wie auch der Bösen, ebenso wie jeder einfache Einwohner zumindest die Götter seiner Region kennt und ehrt oder fürchtet. So wird ein Schmied generell vielleicht Gond verehren und zu seinem Schutzgott bestimmen, doch auch Kossuth Respekt bezeugen, für das Feuer der Esse, welches er gab, ebenso wie er Tymora um Glück, oder Helm um einen Segen für die Klinge eines Wächters bitten kann. Es ist ebenso nicht unüblich einem bösen Gott zu opfern, um von seinen Tücken verschont zu bleiben, auch als Anhänger eines guten Gottes.
2. Warum wähle ich einen Schutzgott?
Einen Schutzgott zu wählen ist vielerlei Hinsicht von Vorteil und notwendig. Zum Einen kann ein Schutzgott seine Hand über den Charakter halten und ihm beistehen. Üblicherweise geschieht das nicht direkt, sondern durch die Taten seiner Kirche. Eine Spende im Tempel Tymoras mag einem den Segen der Priesterschaft eintragen. Als bekanntes Mitglied der Glaubensgemeinde jedoch, wird man anders behandelt. Womöglich vermag man so Wissen auszutauschen, oder Zuflucht in einem Tempel zu finden, wenn man ihn benötigt. Am Wichtigsten aber dürfte sein, dass man durch klerikale Magie nur dann wiederbelebt werden kann, wenn ein Schutzgott einen im Jenseits leitet. Ebenso landet die Seele eines Charakters ohne Schutzgott in der lebendigen Mauer, welche die Stadt des Gottesurteils umgibt, in der Kelemvor sein Gericht über die Toten hält. Dort ist er nicht nur für die Ewigkeit dazu bestimmt auszuharren, sondern auch potenzielles Opfer für die Dämonenhorden, welche sich immer wieder Seelen aus der Mauer stehlen, um sie zu peinigen.
3. Wie wähle ich eine Schutzgottheit?
Die Schutzgottheit eines Charakters ist eine, die er nicht nur kennt, sondern der er sich auch verbunden fühlt. Der Polytheismus Faerûns erlaubt es, als chaotisch guter Anhänger Tymoras ein Stoßgebet zu Loviatar zu schicken, sie möge einem Schmerzen ersparen. Einen Schutzgott zu wählen, der der eigenen Lebenseinstellung so grundsätzlich entgegensteht ist aber kaum denkbar. Ein böser Gott wird die Gebete eines guten Anhängers auch höchst selten erhören. Der Schutzgott sollte also in gewisser Weise irgendwie die persönliche Meinung des Charakters vertreten, es ist aber auch denkbar einen Gott nach der heimatlichen Prägung zu wählen (Chauntea als die "Erdmutter" auf den Mondscheininseln beispielsweise) und sich auf bestimmte, passende Aspekte zu beziehen. Ebenso wie man neben seiner Schutzgottheit auch die Aspekte weiterer Götter speziell verehren kann, wenn sie zu einem passen.
Für göttliche Zauberwirker aller Art gelten dabei besondere Regeln. Sie sind enger an die Gottheit gebunden und sollten nicht zu weit von dem abweichen, was der Gott vertritt. Das bedeutet, dass sie im Regelfall nur einen Gott zu ihrem Patron wählen dürfen, der höchstens einen Schritt, egal ob auf der Achse Rechtschaffenheit-Chaos, oder auf der Achse Gut-Böse, von ihrer eigenen Gesinnung entfernt ist. Die möglichen Gesinnungen für göttliche Zauberwirker jeden Gottes, lassen sich aber auch in den Beschreibungen der einzelnen Götter nachlesen.
In jedem Fall muss der Charakter sich für eine bestimmte Schutzgottheit entscheiden und kann nicht mehrere zur gleichen Zeit haben. Es ist dabei möglich den Glauben zu wechseln, allerdings ist dies natürlich, durch die Bindung zur Schutzgottheit bedingt, keine leichte Entscheidung, die man schnell treffen kann. Charaktere, die ihre Gottheit oft wechseln, können durchaus Gefahr laufen als glaubensschwach zu gelten und im Jenseits zu dem "Trügerischen" gezählt zu werden
4. Die Götter Faerûns
Die Götter der Reiche teilen sind in verschiedene Pantheons auf. Jedes Volk Faerûns hat ein eigenes Pantheon, wobei das menschliche Pantheon sich aus den Überresten alter Pantheons zusammensetzt, die vor vielen Jahren in den verschiedenen menschlichen Großreichen bestanden und mit ihrem Fall selbst ebenfalls aufgelöst wurden. Eine Ausnahme bildet das eigene Pantheon Mulhorands, das davon unabhängig existiert. Mischvölker wählen ihre Schutzgottheiten meist aus einem der Pantheons ihrer Herkunftsvölker aus. In den verschiedenen Regionen Faerûns genießen verschiedene Götter unterschiedliche Bekanntheit und bilden teilweise auch ein kleines regionales Pantheon aus dem der Menschen.
Eine Liste aller Schutzgottheiten, unterteilt in ihr jeweiliges Pantheon findet man hier.
5. Quellenangaben
- Kampagnenset Vergessene Reiche
- Faiths & Pantheons
- Forgotten Realms Campaign Setting , S. 64 (Uttebyn)
Autor: Jhaan