Rotbergen

Das Adelsgeschlecht von den Roten Bergen



"Du wolltest mit den bösen Kindern spielen."
- Katerina Schwarzfeder, 1389 TZ


Das Geschlecht derer von den Roten Bergen ist ein sehr altes Adelshaus aus der Region um die Zentilfeste. Einige Historiker, meistens aus den Reihen des Hauses selbst, behaupten gar, die Familie wäre schon vor der Gründung des ersten kleinen Handelspostens 640 TZ in der Region ansässig gewesen. Immer wieder bemühen sich Ahnenforscher des Geschlechts, diese Umstände auch unumstößlich zu belegen. Jene von den Roten Bergen gelten gemeinhin als kultivierte Intriganten und Machtmenschen, die sich diszipliniert im Hintergrund der Geschichte hielten. Über die Jahrhunderte hat das Haus immer wieder vor allem namhafte Kavallerie-Offiziere sowie Ratgeber für die wirklich Mächtigen der wechselnden Obrigkeiten hervorgebracht, hat jedoch nie selbst nach der Macht gegriffen.

Innerhalb des Hauses erklärt man dies meist durch jene höfliche Zurückhaltung, die das Auftreten so vieler Familienmitglieder ausmacht. Außerhalb des Hauses weist man, wenn meist auch nur leise, dagegen durchaus auf mangelndes Potential zum wahren Aufstieg hin. Entsprechend alter Traditionen fühlt man sich mit der Kirche des Tyrannos verbunden, auch wenn sich einige Nebenlinien des Geschlechts eher Loviatar oder Waukeen zugewandt haben. Der Unwillen, sich in Glaubensfragen anzupassen, kostete das Adelshaus während der Unruhen rund um Tyrannos' Fall einiges an Einfluss und Besitztümern. Noch heute hat sich die Familie nicht ganz hiervon erholt und einige Nebenlinien der Familie scheinen sich dauerhaft vom Stammbaum derer von den Roten Bergen zu lösen. Und doch sind einige Nebenlinien bekannt, die sich noch heute eng mit dem Adelshaus verbunden sehen:


Nebenlinie Lhairan

Die Nebenlinie Lhairan findet ihren Ursprung in dem Spaßmacher, Gesellschafter und Meuchelmörder Shattaco Lhairan, der für seine Verdienste in die Familie aufgenommen wurde, selbst wenn heute niemand mehr genau benennen kann (oder will), um welche Verdienste es sich genau handelte. Innerhalb des Adelshauses gilt die Lhairan-Linie noch heute als bedenklich vergnügungssüchtig und unberechenbar. Dennoch sind die Lhairans immer wieder durch untypisch aggressive, bösartige Persönlichkeiten der ganzen Familie von Nutzen. Durch Valerius Taverion Lhairan wurde eines der kostbarsten Standbeine der Nebenlinie, "das Haus der Neun Segen", verkauft. Es ist wohl bezeichnend, dass es sich dabei selbst für Zentiler Verhältnisse um einen wahren Sündenpfuhl handelte.


Nebenlinie Schwarzfeder

Mutmaßlich aus Damara stammend, datieren historische Belege der Erblinie Schwarzfeder bis in das Jahr 775 TZ zurück, doch die Familie scheint erst seit 913 TZ in den Ränkelspielen des Adels der Zentilfeste Bedeutung erlangt zu haben. Es folgte ein bemerkenswert rascher Aufstieg und im Jahr 923 TZ soll Lord Mival Schwarzfeder gar ein Sitz im städtischen Konzil zugesprochen worden sein. Das er jedoch bereits zwei Jahre später auf nie geklärte weise verstarb, wird von seinen Erben gerne verschwiegen. Über die Jahrhunderte hinweg hat die Familie Schwarzfeder die meisten Zerrüttelungen ihrer Heimatstadt fast unbeschadet überstanden und einige namhafte Offiziere der Zentilar Armee hervor gebracht. Im Jahr 1368 TZ jedoch, wurde die Erblinie im Zuge der Inquisition gegen Anhänger des Tyrannos beinahe vollständig ausgelöscht.

  • Komtess Katerina Schwarzfeder
  • Graf Viktor Schwarzfeder 1306 - 1389 †: Im für ihn alleine viel zu geräumigen Anwesen der Familie Schwarzfeder residierend, verstarb Viktor im hohen Alter von 83 Jahren. Einst Offizier der Zentilar Armee, ein Bein doch nicht sein Leben im Krieg verloren, zollte der Adel dem Vetaran ein akzeptables Maß an distanziertem Respekt. Stolz, unnahbar, konservativ und verbittert soll er gewesen sein, doch in den letzten Jahren seines Lebens war Viktor in der Öffentlichkeit ohnehin kaum noch anzutreffen. Für über 40 Jahren Witwer und Kinderlos, hatte er die Dame Monika Rotbach zwei Jahrzehnte vor seinem Tod in sein Haus aufgenommen und böse Zungen behaupten, sie hätte sich nur seines Erbes wegen darauf eingelassen.


Familie Sheng

Die Familie Sheng stammt ursprünglich aus Kara-Tur?, vermutlich aus Shou Lung?. Vor mehr als sieben Generationen wurde der Urvater Sheng mitsamt seiner kleinen Familie einem Ahnherren von Rotbergen als Sklave verkauft. Noch heute wird dies innerhalb der Familie Sheng mit einem Feiertag geehrt.

Denn aus der ursprünglichen Sklaverei entwickelte sich mehr als banale Dienerschaft. Die Familie Sheng ist dem Adelshaus Rotbergen in absoluter Treue verbunden. Mittlerweile wohl ähnlich weit verzweigt wie das Adelshaus bilden die Shengs eine ganz eigene, stille Zwischenkultur an der Seite ihrer Herren. Es gibt keine Abweichungen davon innerhalb der Familie. Oder, so behaupten vielleicht die Edlen von Zeit zu Zeit hinter vorgehaltener Hand: Die Shengs halten sich selbst rein von Abweichlern. Sollte es doch einmal einen Zwischenfall geben, so wird der Verursacher vor die Ältesten der Familie gerufen und manchmal kehrt er einfach nicht mehr zurück, nur um alsbald durch einen Bruder, Cousin, Onkel oder Vetter in seinen Pflichten und Diensten ersetzt zu werden.


Familie Rotbach

  • Monika Rotbach


Hauptlinie "Von den Roten Bergen"

  • Jocasta von den Roten Bergen
  • Phenalope Lhairan-Rotbergen (Lhairan müttlerlicherseits, von den roten Bergen väterlicherseits)
  • Alethra von den Roten Bergen (Schwarzfeder mütterlicherseits) 896 - 942 TZ †
  • Natalya von den Roten Bergen (Schwarzfeder mütterlicherseits) 1282 - 1324 TZ †
  • Sebeletha von den Roten Bergen (Lhairan mütterlicherseits)