Schlacht bei Orlbar

Die Schlacht bei Orlbar bezeichnet das Aufeinandertreffen der Heere von Lautwasser und Llorkh im kurzen Krieg zwischen den beiden Städten, 1385 TZ. Dieses wurde jäh beendet, als eine unbekannte Kraft aus dem Krater von Orlbar den Himmel grün erleuchtete und die Toten wieder auferstehen ließ. Ab da verwandelte sich die Schlacht in ein blutiges Gemetzel um das Überleben jedes Einzelnen.

1.  Zustandekommen

Nach dem Attentat auf die Herrscher in der Nachtjagd, entspann sich ein bewaffneter Konflikt zwischen den Städten, der sich bis zur Schlacht in kurzen Scharmützeln entlud. Ein großer Schlag Llorkhs gegen Lautwasser schien jedoch unvermeidlich. Gerüchten zufolge sollte dieser beim Gasthaus an der Flussstraße, oder in den umliegenden Gebieten stattfinden und die Präsenz der Ainkhurn in dieser Gegend schien noch kurz vor der Schlacht verstärkt, als erwarte man ihn dort.

Was letztendlich genau dazu führte, dass Llorkh sich entschied, die vormalige Grenze bei Orlbar zu überschreiten und über die Sümpfe westlich des Kraters vorzudringen ist ebenso unbekannt, wie das unerwartet schnelle Reagieren Lautwassers auf diesen Vorstoß. Wahrscheinlich ist, dass Späher der Fürstenstadt den Vorstoß frühzeitig entdeckten.

Hauptmann Stedd Rein entschied daraufhin den größten Teil der an der Flussstraße zusammen gezogenen Soldaten über den Fluss zu führen, um das feindliche Heer zu stellen. Der Fürst Alados Zweihand selbst zog dabei mit seinen Soldaten in die Schlacht.

2.  Die Schlacht

Die Armeen trafen im Sumpfgebiet aufeinander und fast sofort entbrannte ein heftiger Kampf zwischen Ainkhurn und Nachtklingen, der viele Soldaten tötete. Es ist schwer zu bewerten, wie der Kampf sich entwickelte, oder entwickelt hätte. Die Berichte der wenigen Überlebenden sind gezeichnet von Panik und dem Schrecken Orlbars. Es scheint gesichert das Ulfar Berengar, Leutnant der Ainkhurn und Kommandant der Streitkräfte Lautwassers im Westen schon gegen die Nachtklingen fiel.

Zu einem Zeitpunkt, als das Getümmel zwischen den Soldaten in vollem Gange und bereits für viele tödlich war, passierte plötzlich im östlich gelegenen Krater. Eine Art kuppelförmiger Lichtblitz erfüllte den Himmel und erleuchtete die Nacht grün. Daraufhin erhoben sich die Gefallenen als Versehrte Kreaturen Orlbars erneut und griffen die Lebenden an.

Schnell entwickelte sich der Kampf in ein Gefecht der Lebenden gegen die Versehrten, ohne Rücksicht auf die Farbe der Uniform. In der Verwirrung, die dies auslöste, starben sehr viele Soldaten beider Seiten.
Letztlich flohen die Soldaten oder zogen sich unter schweren Verlusten zurück. Der größte Teil von Lautwassers verbliebenen Streitkräften, ebenso wie einige Nachtklingen wichen nach Süden zur Furt, von wo die Ainkhurn gekommen waren. Dabei opferte sich Stedd Rein, um den Fürsten und seine Leibgardistin Tamara Lyonsfort zu retten.

3.  Nachwirkungen

Der Rückzug wurde an vielen Stellen zur Flucht und in der Folgezeit suchten die Kreaturen das gesamte Wildnisgebiet um Orlbar heim. Das Gasthaus Zur Nachtjagd wurde verbarrikadiert, um die lebenden Gäste und überlebende Soldaten zu schützen und konnte Stand halten. Die meisten Ainkhurn zogen sich in ihr Feldlager zurück, wo sie ebenso den Ansturm abhielten. Das Feldlager der Nachtklingen bei Orlbar wurde hoffnungslos überrannt.

Als Folge der großen Verluste beider Seiten gab jedoch auch Lautwasser seine Stellung auf und viele der umliegenden Gehöfte wurden verlassen und die Flüchtlinge in den Städten aufgenommen. In Llorkh begann man um den Südteil der Stadt einen Wall zu errichten, um sich zu wappnen, bei den vorgelagerten Höfen wurde eine Stellung errichtet.

Die großen Verluste (beide Heere verloren etwa zwei Drittel ihrer Stärke) sorgten dafür, dass die Kontrolle der Städte über das Umland geradezu unmöglich wurde. Beide zogen alle Soldaten zusammen um ihre Mauern zu schützen.
Die beiden Herrscher einigten sich rasch auf einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges, sowie einen Austausch der Gefangenen. Orlbar wurde dabei zur großen Gefahr der Region erklärt und fortan keinem Einflussbereich mehr zugeordnet.

4.  Bewertung

Die Tragödie wird sehr unterschiedlich bewertet. Natürlich ist die eigentliche Katastrophe in den Augen der Meisten vor allem eine Solche. Doch sie wirft auch Fragen darüber auf, wie es dazu kommen konnte. Ungeklärt ist, was die Kommandantur in Llorkh bewog, den gefährlichen Weg bei Orlbar zu wählen. Auch scheint nicht gesichert, welche Pläne damit verfolgt wurden. Waren die Gerüchte um den Vorstoß auf der Straße eine Finte und dies der Versuch den Gegner an anderer Stelle zu überraschen? Oder versuchte man lediglich einen weniger offensichtlichen Weg zur Nachtjagd zu nehmen?
Auch von Lautwassers Seite gibt es starke Zweifler. Die Entscheidung Stedd Reins, den Feind zu stellen und vor allem im Sumpfgebiet zu begegnen wird von Vielen als Fehler angesehen. Auch wurden Stimmen laut, die bereits vorher gewusst haben wollten, dass Orlbar eine solch große Macht berge und es Wahnsinn gewesen sei, überhaupt in der Nähe zu kämpfen. Fakt ist dabei jedoch, dass ein solcher "Ausbruch" bis zu diesem Zeitpunkt nie geschehen war, es bleibt also fraglich, wie dies abzusehen gewesen wäre.

Dennoch reißen diese Fragen Lücken in das Vertrauen der Überlebenden. Selbstverständlich sind keine Reaktionen Geldarr Ithyms in Llorkh bekannt, da der Herrscher wie eh und je in seiner Burg verweilt. In Lautwasser entlud sich der Unmut der Hinterbliebenen bei der Trauerzeremonie für die Gefallenen gegen den Fürsten, welcher - selbst offenbar von starken Schuldgefühlen geplagt - eingestand, für den Fehler verantwortlich und die vielen Leben rechenschaftspflichtig zu sein. Es wird sich zeigen müssen, wie sehr diese Ereignisse in der Zukunft Einfluss haben werden.

5.  Impressionen der Ereignisse

Hinweis: Die Hintergrundeindrücke dieses Forenthemas sind nicht allgemein verfügbares Wissen, sondern dienen lediglich der Untermalung in erzählerischer Form.


Autor: Jhaan