Stadtwache Lautwasser

Lautwasser: Die Stadtwache

1.  Über die Stadtwache

Die Wache stellte bis 1385 TZ den größten Teil der Streitkräfte Lautwassers. Vorrangig kümmerten sich ihre Mitglieder darum die Stadt in Friedenszeiten zu sichern, wichtige Gebäude, Tore und die Grenzen des Fürstentums zu bewachen, sowie innerhalb der Stadt für Ordnung zu sorgen. Dabei stand der Wache nur sehr bedingt der Status einer echten Armee zu, da Lautwasser schon seit langer Zeit keine wirklichen Kriege mehr geführt hatte. Im Jahr des Blauen Feuers schließlich ging die Wache vollständig in den neu geformten Streitkräften, den Ainkhurn auf, die als Reaktion auf die wachsenden Bedrohungen der Region geformt wurden.

Die Stadtwache war kaum mehr als bessere Miliz, die nach dem Sieg über Pasuuk Rensha 1317 aufgestellt wurde und sich vor allem um die notwendige Sicherung der Ordnung kümmern sollte. Da Lautwasser seit der Herrschaft Nanathlor Grauschwerts keinen Krieg mehr führte, gab es kein stehendes Heer der Fürstenstadt.

2.  Von Wachleuten

Die Stadtwache hatte lediglich drei aktive Offiziere, die sich die Kommandantur aufteilten.

Tamara Lyonsfort:

Die derzeitige Oberkommandierende der Streitkräfte Lautwassers bekleidete noch vor einigen Jahren, den Posten des Kommandanten der Ostenhalle, bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem ihr Vorgänger, Harazos Thelbrimm ermordet wurde. Die stellvertretende Kommandantin Jaida Zerezal lehnte es angeblich ab, das Kommando zu übernehmen und schlug statt dessen Lyonsfort vor, mit der sie eine enge Freundschaft verbindet. Auf diesem Weg rückte die als freundlich bekannte Frau in den mittleren Jahren auf den höchsten Militärposten der Fürstenstadt und übergab das Kommando der Ostenhalle ihren vormaligen Stellvertreter Kahil.

Athir ibn Kahil:

Kommandant der Ostenhalle, seit dem Tod Hauptmann Thelbrimms und Nachfolger von Hauptmann Lyonsfort auf diesem Posten. Der Calishit trägt die typischen Merkmale seiner südländischen Herkunft, einen etwas kleineren, zierlichen Wuchs, auch wenn er durchaus ernstzunehmend kräftig scheint, dunkle Hautfarbe und pechschwarzes Haar, wie einen sehr starken Bartwuchs, der ihn immer stopplig aussehen lässt, auch wenn er sich täglich rasiert. Kahil erfreut sich in der Wachmannschaft großer Beliebtheit. Gerüchten zufolge soll er einst aus der Leibwache eines calishitischen Fürsten, Paschas, Sultans oder wie auch immer rekrutiert worden sein. Eine der wenigen "Macken", die man ihm nachsagt ist seine Vorliebe für Obst, vor allem Äpfel, die er selbst im Angesicht eines grausamen Mordes zu verzehren scheint.

Leutnant Ulfar Berengar:

Folgt noch



Darüber hinaus finden sich vor allem in der Ostenhalle noch einige Unteroffiziere, die jeweils Bereiche kommandieren.

Feldwebel Armathor Thaveruil:

Der Sonnenelf aus dem Haus Thaveruil wurde nach der Krönung des neuen Fürsten Alados Zweihand rekrutiert und verstand es rasch aufzusteigen. Zunächst diente er als Tempelwächter im Allgötterschrein, übernahm dann das Schlossviertel als Korporal und ist inzwischen Kahils Stellvertreter in der Ostenhalle.

Feldwebel Dwalin Steinschädel:

Der mürrische Zwerg ist Zeugwart und somit nur selten außerhalb der Ostenhalle anzutreffen. Er kümmert sich um Ausrüstung und Gerät der Truppe und scheint eine besondere Vorliebe für Balisten und ähnliche Gerätschaften zu haben, die er mit Hingabe pflegt.

Korporal Melandra Caras:

"Korporal für Informationsgewinnung" ist die offizielle Bezeichnung ihres Postens, wobei sich mancher fragen wird, was damit gemeint sei. Eigentlich hat die Stadtwache keine Informationsabteilung, für dergleichen sind der fürstliche Spion und seine Helfer zuständig. Melandra jedenfalls ist vermutlich vor allem für ihr reizvolles Äußeres bekannt, sowie für ihre offenherzige und "kreative" Art die Uniformvorschriften zu dehnen. Im Zuge der Entlassungen und Umstrukturierungen unter der Hand des neuen Fürsten, wurde sie vom Feldwebel auf den Rang Korporal zurückgestuft.

Korporal Znorek Knochenbrecher:

Der halborkische Gefängisvorsteher und "Foltermeister" ist sicherlich mindestens so umstritten wie die Caras. Nicht nur aufgrund seiner Herkunft, sondern auch weil er seinem Namen alle Ehre macht, zumindest soweit man munkelt. Sein Dienstgrad war nie höher als Feldwebel, aber schon viele Male niedriger. Er wusste sich aber offenbar stets wieder in die Gunst seiner Vorgesetzten zu bringen. Der grobschlächtige Mann wirkt oft unfreundlich und kaltherzig. Wegen überflüssig grober Behandlung eines Gefangenen, wurde der einstige Feldwebel erst kürzlich wieder degradiert. Unter den einschlägig zwielichtigen Gestalten des Hafens ist Znorek berüchtigt, denn so mancher hatte schon das "Vergnügen" ihn im Kerker der Ostenhalle kennen zu lernen. Je nach Einstellung zur Behandlung von Verbrechern, gehen die Meinungen in der Bevölkerung über den Halbork weit auseinander.

Korporal Arden Sestler:

Sestler ist der Nachfolger des alten Beristan Jarrin, der seit der Herrschaft Nanathlor Grauschwerts in der Wache diente und vor kurzer Zeit verstarb. Über ihn ist nicht viel bekannt, außer seiner Beförderung, denn auf seinem Posten als Sekretariatsleiter der Osthalle ist er der Unteroffizier mit dem man es als Bürger üblicherweise zuerst zu tun bekommt, wenn man etwas von der Wache will. Sestler fiel zuvor als Wachmann nicht weiter auf.

Korporal Meiria Ceth'enae Nu'da'ihel:

Die Halbelfe hat nach ihrer Rekrutierung 1382 TZ rasch von sich reden gemacht und stieg ähnlich wie Armathor Thaveruil schnell auf. Im Moment ist sie unter Leutnant Berengar im Lager nahe Orlbar stationiert.

Korporal Kartas O'Dor?:

O'Dor ist schon lange Jahre im Dienst der Wache, er war einst Feldwebel und für die Einsatzplanung zuständig, im Zuge der Neuordnung und Entlassungen im Jahr des Schwarzen Banners schied er, wie viele Andere aus dem Dienst aus, bewarb sich danach aber neu und leitet nun das Brückenviertel der Stadt.

Korporal Sean Lambreth:

Der rothaarige Ffolk wirkt nicht unbedingt wie ein verantwortungsbewusster Beamter, mehr wie ein Halunke. Doch vielleicht trug ihm Hauptmann Kahil grade deshalb die Leitung des Hafenviertels an, in dem er sich ohnehin oft herumtreibt.


Auch unter den Mannschaften der Ostenhalle finden sich einige mit zusätzlichen Aufgaben.

Wachmann Sten Borson:

Borson nimmt man als Bürger der Stadt wohl meist zuerst akustisch wahr, wenn er die Rekruten über den Hof der Ostenhalle scheucht, vor allem aber, wenn er die Waffenausbildung leitet und über das Klirren der Hellebarden hinweg Anweisungen oder Lob brüllt.

Wachmann Storan Dondrat:

Der ältere, ernste Mann ist erwählter Priester des Helm und kümmert sich neben seiner Wachpflicht darum den Schrein des Wachenden an der Ostenhalle in Ordnung zu halten und kleine Messen abzuhalten.

Wachmann Zhalimar Setor:

Der bemerkenswert kleine Wachmann genießt den Ruf ein außerordentlicher Kämpfer mit dem Stab zu sein, was ihm ebenso im Umgang mit der Standardwaffe der Wache, der Hellebarde zu Gute kommt. Seine Fähigkeiten sorgten dafür, dass er für die Waffenausbildung der Wachleute zuständig ist.

3.  Geschichte der Wache

Die Stadtwache wurde als Miliz von Nanathlor Grauschwert begründet, als dieser den Thron der Stadt bestieg. Die meiste Zeit leiteten Kalahar Zweihand und Harazos Thelbrimm, die "Panzerhandschuhe", wie man die beiden Führer der Streitkräfte nennt, die Wache und gaben ihr ihre Form.

Bis zum Jahr 1375 TZ gab es für den Hafen eine eigene Wache, die damals von den Schiffern und Dockarbeitern gegründet wurde. Beim "Sturm von Lautwasser" jedoch begingen die Hafenwächter den Fehler, sich mit den Feinden der Stadt zu verbünden und wurden endgültig abgeschafft, wodurch auch die jahrelange Feindschaft der Wachtruppen rigoros beendet wurde. Seit dem war die Stadtwache die einzige Truppe, die sich um die Sicherheit und Ordnung in der Stadt kümmerte.

1379 TZ wurde der bisherige Kommandant der Wache, Harazos Thelbrimm tot aufgefunden, offenbar Opfer eines geheimnisvollen Mörders, der in der Stadt umging. Eigentlich hätte seine Stellvertreterin, Jaida Zerezal die Aufgabe des Oberkommandierenden übernehmen sollen, doch sie verblieb auf ihrem Posten und die bisherige Kommandantin der Ostenhalle, Tamara Lyonsfort wurde befördert. Bis 1384 leiteten die beiden Frauen die Streitkräfte und der damalige Leutnant Kahil die Ostenhalle.

Als 1382 TZ Alados Zweihand, der Sohn des ehemaligen Panzerhandschuhs und Fürsten den Thron bestieg und die Ränge der Beamten und Wachleute großzügig ausgedünnt wurden, nach dem man mindestens einen Spion der Zentarim gefunden hatte, nahm auch der bisherige Stellvertreter Kahils, Arras Khatib seinen Abschied und es heißt er diene nun bei den Nachtklingen in Llorkh, was verständlicherweise für einige Gerüchte sorgte.

Im Anschluss daran wurden Rekrutierungen ausgerufen und eine größere Zahl Freiwilliger eingestellt, um die Reihen der Wache zu füllen.

Antreten der neuen Rekruten

Ende 1383 berief der Fürst einige Reservisten, darunter Leutnant Berengar ein, um an die Grenze im Osten auszurücken und Lautwassers Interessen um Orlbar zu sichern.

Zu Beginn des Jahres 1384 wurde dann bekannt, dass die Llorkher Streitkräfte die damalige, stellvertretende Kommandantin der Stadtwache, Jaida Zerezal gefangen genommen hatten, angeblich als sie versuchte Llorkher Stellungen bei Orlbar auszukundschaften. Glaubt man den Gerüchten, bot der Herrscher an, sie gegen eine erneute Anerkennung des Eids von Orlbar und einen kompletten Abzug der Lautwasseraner Streitkräfte aus der Nähe von Orlbar freizulassen, Fürst Alados Zweihand jedoch lehnte ab.
Kurz darauf wurde die Gefangene in einer riskanten und spektakulären Aktion befreit, zu der sich niemand offiziell bekannte. Natürlich vermutet man aber zumindest eine Duldung des Fürsten, vielleicht auch eine Beteiligung der Harfner.

Jaida schied direkt danach aus dem Dienst aus und ließ Kahil auf ihren Posten nachrücken, der kurz darauf auch zum Hauptmann befördert wurde.

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch den Krater von Orlbar, Llorkh und Dunkelelfen, die immer wieder die Oberfläche überfielen, kamen Gedanken einer Reform der Streitkräfte auf, um Lautwassers Schlagkraft zu stärken und den Gefahren gewachsen zu sein. Nach einem langwierigen Prozess entstanden so die Ainkhurn, in denen nicht nur die Stadtwache, sondern auch die Rote Kameradschaft und die Fürstengarde aufgingen.

4.  Quellenangaben


Dieser Inhalt ist ein offizieller Inhalt der Hochwaldallianz.
Er wurde von der Spielleitung verfasst und ist vor Bearbeitung durch ein Passwort geschützt.