Stedd Rein †

Lautwasser Ainkhurn


Wer war Stedd Rein?

Bei manchen Geschichten ist es besser am Ende anzufangen und sie sich bis zum Anfang entspinnen zu lassen. Das trifft besonders dann zu, wenn man das Leben von Tyrannen oder Helden wiedergibt. Auf diese Art können wir die wichtige Lektion lernen, wie der Weg manchmal den Reisenden formt

Teseryne Reinsilber, Tochter von Talanthe Reinsilber, im Jahr der Unbändigen Magie


Stedd war der Begründer und Anführer der Roten Kameradschaft, sowie ein wichtiger Offizier der Armee von Lautwasser. Der jüngste Sohn eines reichen Kaufmanns, lernte lange Jahre im fernen Amn, der eigentlichen Heimat der Familie und kehrte in der spektakulären Nacht des Blutmondes zurück, gerade rechtzeitig, um Lautwasser zu retten. Im Anschluss galt er als Favorit für die Wahl des Grünen Regenten, der in dieser Schlacht gefallen war. Zum Schildtreff? des Jahres '72 jedoch, kehrte der Ork Otar überraschend mit den Malen Mielikkis aus den Wäldern zurück. Stedd, über diese Wahl in seinem Stolz verletzt, wandte sich von der Stadt ab und nahm seine treusten Männer mit sich, um gegen die Zentarim im Osten vorzugehen. Seit dem war er nur noch selten in der Stadt, stand allerdings in Verbindung mit diversen Persönlichkeiten, vor allem aus der Armee. Stedd war es, der mit seinen Männern zuerst an der Nachtjagd eintraf, als diese zerstört wurde und nahm die Verfolgung der Angreifer auf, allerdings vergebens. Der Verlust seines besten Freundes und Stellvertreters 1382 traf ihn sehr, in Andra Sturmwind gewann er jedoch eine fähige Nachfolgerin.

In der Schlacht bei Orlbar hatte er das Kommando über Lautwassers Truppen und stand dem ebenfalls kämpfenden Fürsten Alados zur Seite. Nachdem der Kampf gegen die Bestien des Kraters aussichtslos geworden war, opferte er sich heldenhaft, um das Entkommen des Fürsten zu sichern.

Beschreibung

Stedd Rein

Stedd war ein gut gebauter, kräftiger Mann Anfang Dreißig, dessen hellblondes Haar bereits ein paar silberne Strähnen aufwies, die jedoch meistens kaum zu sehen sind. Das frühe Weiß seiner Haare zeigt sich eher im dichten Bart, den er sich in den letzten Jahren wachsen ließ. Man konnte ihn sicher gut aussehend nennen, aber er strahlte vor allem das ruhige Selbstbewusstsein eines Anführers aus.
Unter seinen Leuten war er hoch geschätzt, da er sowohl ein guter Kommandant und Taktiker war, als auch ein Ohr für seine Leute hatte und trotz seiner verhältnismäßigen Jugend eine Art Vaterfigur für sie darstellen konnte.
Vor der Zusammenführung von Kameradschaft und Stadtwache trug er meist Rot, danach jedoch das Grün der Ainkhurn und wurde selten ohne Schwert gesehen. Er ritt zuletzt einen Apfelschimmel, und schien überhaupt eine Vorliebe für helle Pferde zu haben. Seine typische Verabschiedung lautete "Schwert und Verstand", eine Angewohnheit, die er von Stellvertreterin Andra Sturmwind übernommen hat und die dadurch zum inoffiziellen Gruß der Kameradschaft wurde. Selbst nach dem Aufgehen der Kameradschaft in Lautwassers Armee und dem Tod von Rein und Sturmwind, wird der Gruß noch benutzt.

Ruf

Ruf in Lautwasser:

Stedd genoss eigentlich einen sehr guten Ruf als Retter der Stadt und ehemaliger Anwärter als Grüner Regent. Grade junge Leute sahen in ihm den Verteidiger der Freiheit ihres Tals gegen die Knechtschaft der Zentarim. Einige Bürger der Stadt nahmen ihm jedoch übel, dass er damals die Stadt verließ, um seinem Stolz Rechnung zu tragen und glauben, dass er die Wahl Mielikkis nicht hätte anzweifeln dürfen.

Ruf in der Nachtjagd und der Wildnis:

Stedd war nicht selten in der Taverne an der Handelsstraße, hält sich aber sehr genau an Andar Ebertods Erklärung zur Neutralität und ließ seine Leute nur in der Nähe lagern, ebenso wie er darauf achtete, dass niemals zu viele Kameraden in Uniform im Schankraum saßen. Je weiter man nach Westen kommt, desto besser wurde auch der Ruf der Kameraden und ihres Anführers, da sie sich vor allem der Aufgabe widmeten, vermeintliche Marodeure der Zentarim davon abzuhalten, die Bevölkerung auf dem Land oder Händler anzugreifen.

Ruf in Llorkh:

Der Herrscher der Stadt hatte Stedd zum Mörder und Gesetzlosen erklärt, der auf dem Territorium der Stadt sofort gefangen oder getötet werden sollte. Dem einfachen Bürger war das vermutlich nicht ganz so wichtig, zumal die Kameradschaft bestrebt war, die Herrschaft zu stürzen und den Einfluss der Zentarim zu brechen, was sicher nicht Jedem in der Stadt missfiel.