Religion Götterliste Hauptpantheon

| Name: | Tyrannos (Bane) |
| Trivialnamen: | Schwarzer Fürst, Schwarze Hand, Fürst der Dunkelheit |
| Göttlicher Rang: | Höherer Gott |
| Heimatebene: | Die Einöden von Untergang und Verzweiflung |
| Gesinnung: | Rechtschaffen Böse |
| Klerikergesinnungen: | NB, RB, RN |
| Einflusssphären: | Hass, Tyrannei, Angst |
| Verehrer: | Tyrannen, böse Kriegsherren |
| Domänen: | Böses, Hass, Ordnung, Tyrannei, Zerstörung |
| Bevorzugte Waffe: | Die schwarze Hand des Tyrannos (Schwarzer Panzerhandschuh oder Morgenstern) |
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1. Symbol
Grünes Feuer/grüne Lichtstrahlen, die von einer schwarzen Faust gehalten werden; eine schwarze Faust, umrandet von grünem Feuer (die Symbolik mit dem grünen Feuer kam erst mit Tyrannos Rückkehr in der grünen Flamme durch Iyachtu Xvim, ist also in der jetzigen Form relativ neu)
2. Erscheinung
Tyrannos zeigt sich selten und lässt lieber seine Anhänger an seiner statt agieren. Wenn er sich doch zeigt, dann meist als eine schattenhafte, vage humanoide Gestalt, manchmal mit nacktem Oberkörper, manchmal in schwarzer Rüstung oder mit einem schwarzen Umhang. Über seiner rechten Hand trägt er immer einen juwelenbesetzten Panzerhandschuh, der auch gleichzeitig seine Waffe ist. Die Schwarze Hand von Tyrannos führt er wie einen Morgenstern. Tyrannos wird oft von Koravis, seinem teuflischen Raben, begleitet, der auch hier und da als Unheilskünder, Warnung für alle Feinde, Spion oder Bote fungiert.
3. Charakterisierung
Tyrannos ist, wie sein Name schon offenkundig macht, ein Tyrann. Er ist die eiserne Faust, der grausame Herrscher, steht für Diktatur und notfalls mit allen Mitteln, den subtilen wie den brutalen, durchgesetzte, stählerne Ordnung. Er ist herrschsüchtig, skrupellos, brutal und kompromisslos. Er will nichts geringeres als die letzte und endgültige, absolute (Schreckens-)Herrschaft über ganz Faerûn (und vielleicht darüber hinaus). Er ist berechnend und klug, unbarmherzig und besitzt einen eisernern Willen. Seine Rückkehr von den Toten ist für ihn ein Sieg über Tod und Sterblichkeit selbst, eine Bestätigung seiner Ansprüche auf die absolute Macht.
3.1 Zeitlinie/Interessante Fakten
| 1261 | Das Jahr er Hellen Träume: Die Zentarim werden gegründet. |
| 1312 | Das Jahr des Greifen: Die Dunkelburg wird von den Zentarim erobert. |
| 1316 | Das Jahr des Halsblutes: Teschental? gehört nun zu den Zentilern Länderein. |
| 1336 | Das Jahr der des Hochmantels: Die Zentarim erobern Dolchtal. |
| 1352? | Das Jahr des Drachens: Barbaren des Ritts zerstören eine Streitmacht der Zentarim auf dem Weg nach Glister. |
| 1355 | Das Jahr der Harfe: Die Zentilfeste erobert die Rabenzitadelle und verlegt ihre Truppen nach Yûlash? nachdem dort Bürgerkrieg ausbrach, das gleiche tut auch Fernberg. |
| 1358 | Das Jahr der Schatten: Die Zeit der Sorgen beginnt. Tyrannos und Torm erschlagen sich gegenseitig im Zweikampf in der Stadt Tantras?, Torm wird, da er in Erfüllung seines Dogmas starb, von Ao? wieder zurück geholt, Tyrannos aber bleibt vorerst tot. Die Götter Bhaal, Gilgeam, Ibrandul und Myrkul werden ebenfalls vernichtet. Mystra und Cyric steigen zu Göttern auf. |
| 1361? | Das Jahr der Jungfrau: Der erste Tyrannostod löst einen Krieg in der Zentilfeste aus. Die Kleriker Cyrics vertreiben die noch übrigen Anhänger Tyrannos in den Untergrund. |
| 1368 | Das Jahr des Banners: Die Anhänger Cyrics bewirken den zweiten Tyrannostod. Die Zentilfeste wird zur Hälfte und die Höllentorfeste? wird gänzlich zerstört. |
| 1369 | Das Jahr des Panzerhandschuhs: Die Zentarim verlieren die Kontrolle über Dolchtal. Xvim wird aus seinem Gefängnis unter der Zentilfeste befreit und steigt zu einem niederen Gott auf und Fzoul Chembryl? wird zum Führer des Kults um ihn. Er schafft es viele alte Anhänger Tyrannos zu Xvim zu bekehren. |
| 1370 | Das Jahr des Humpens: Fzoul stellt das Zepter des Tyrannenauges her und erschlägt Manshoon? den Führer der Zentarim. Die Zentarim werden von den Anhängern Manshoons gesäubert und Fzoul übernimmt die Kontrolle über das Schwarze Netzwerk der Zentarim. Nach Manshoons ableben erwachen mehrere seiner Klone und stiften eine Menge Verwirrung. |
| 1372 | Das Jahr der Unbändigen Magie: Tyrannos kehrt zurück. Er bricht aus seinem Sohn Xvim heraus und sein Kult bildet sich neu. Die meisten Anhänger Xvims und auch einige Cyrics konvertieren zu ihm zurück. |
3.2 Geschichte
Seine Sterblichkeit hat Tyrannos schon vor Jahrhunderten hinter sich gelassen, war jedoch schon zu jenen Zeiten allein von dem Wunsch besessen, als der am meisten gefürchteten, respektierte und gehasste Tyrannenherrscher die totale Herrschaft an sich zu reißen. Schon damals ein Tyrann und schon damals berechnend, grausam und skrupellos, begab er sich zusammen mit Bhaal und Myrkul auf die Suche nach der Göttlichkeit. In diesem Zusammenhang begegnete und unterwarf er einige der Verlorenen Götter. Er errang seinen Status als Gott später bei einem Glücksspiel mit Jergal. Bis zur Zeit der Sorgen verbreitete er, an der Seite Myrkuls und Bhaals, in Faerûn Angst und Schrecken. In dieser Zeit aber, erschlugen er und Torm sich gegenseitig.
3.3 Iyachtu Xvim
Iyachtu Xvim ist der halb-dämonische Sohn Tyrannos. Tritt in der Geschichte Faeruns erstmal auf, als er mit einer Armee von Tieflingen Westtor? erobert, dies aber nur 24 Jahre halten. Danach verschwindet er für knapp 600 Jahre von der Bildfläche und taucht erst 1369 wieder auf. Er wird aus einem Gefängnis unter der Zentilfeste befreit und steigt zu einem niederen Gott auf. Ihm dienen viele der ehemaligen Anhänger Tyrannos. Der Führer seines Kults ist Fzoul Chembryl, der später der Erwählte Tyrannos ist. Xvim wird im Jahre 1372 endgültig vernichtet. Aus ihm heraus bricht Tyrannos, der dies anscheinend die ganze Zeit plante. Nach diesem Ritual, konvertieren die meisten Anhänger Xvims zu Tyrannos.
3.4 Die Auferstehung Tyrannos' / Das Ende Xvims
In der Mittwinternacht? des Jahres 1372 TZ träumten die Priester Xvims von ihrem Gott, dessen Dämonische Gestalt in einem höllisch grünen Licht leuchtete. Die Flammen verbrannten Xvim und spalteten seine Haut. Aus der Hülle brach eine Gestalt in schwarzer Rüstung, die traditionelle Darstellung des Tyrannos, hervor, welche die recht Hand erhoben hatte. Die grünen Flammen sammelten sich in der Schwarzen Hand, die sich plötzlich zusammenballte und das Grüne Licht durch die Finger nach außen zwang. "Diene Niemandem außer Tyrannos!" befahl die Gestalt. An diesem Punkt erwachten die Kleriker, und ihre rechte Hand war von kalten, grünen Flammen umgeben, die nahezu eine Stunde lang bestehen blieben.
Die höchstrangigen Amtsträger der Kirche vermuteten, dass die Erschaffung Xvims immer schon ein Teil von Tyrannos Plan war und dass er von ihm erschaffen wurde, um seinen eigenen Tod zu verhindern. Xvim dachte, er sei ein unabhängiges Wesen, doch er war nichts als eine Saat der Macht des Tyrannos, die schliesslich heranreifte und so die Schwarze Hand zurückkehren ließ. Die Konvertierung der Anhängerschaft Xvims in Gläubige des Tyrannos war in wenigen Tagen vollbracht. Der neu geborene Gott erlangte die Einflussspähre der Angst und nahm so seinen Status als Höherer Gott wieder an. Die Kräfte des Guten befürchten, dass die Kirche des Tyrannos mit ihrem Eifer und unter der Führung dieses erfahrenen, intelligenten Gottes einen Wandel im Gleichgewicht der Macht in der Welt bewirken könnte.
4. Der Klerus/Riten
Kleriker des Tyrannos beten zu ihm um Mitternacht. Es gibt keine offiziellen, allgemeingültigen Feiertage, jedoch werden vor großen Schlachten, Wagnissen, Eroberungen o.ä. solcher (un)heiligen Feste anberaumt und die Hohepriester und verdienten Kleriker Tyrannos beraumen auch weitere Riten und Feste an, wenn es ihnen durch Tyrannos geboten erscheint. Die heiligen Riten und Feste beinhalten eine Versammlung der Anhängerschaft, düstere Gesänge und dumpfen Trommelschlag zu einer Opferung, klassischerweise auf einem schwarzen Altar. Geopfert werden intelligente Kreaturen, traditionell gern Einhörner?, Jungfrauen, Kinder, Paladine und celestische Kreaturen. Seit neuestem zählen auch Kleriker Cyrics zu den bevorzugten Opfern. (Allerdings gibt es einen Feiertag gegen Tyrannos, der diesen nunmehr auf perfide Art amüsiert: Sein Todestag wurde überall in den Reichen mit rauschenden Festen gefeiert, die Menschen tanzten auf den Straßen und priesen sein Ende... bis Tyrannos zurückkehrte.)
5. Bündnisse
Seine Verbündeten sind sorgfältig gewählt und sollten seinen Zielen nützen. So pflegt Tyrannos Allianzen mit Loviatar, Maske, Malar und Talona. Diese Gottheiten fürchten den Tyrannen und so sind diese Allianzen hauptsächlich auf Angst und Macht begründet, also nicht gerade unverbrüchlich.
6. Feinde
Seine Feinde sind alle, die ihm bei seinem Ziel im Wege stehen und die sich ihm nicht bedingungslos unterwerfen, also eigentlich alle übrigen Gottheiten. Der Herr des Hasses besitzt jedoch genug Klugheit und Berechnung, um Bündnisse und Allianzen zu pflegen (s.o. "seine Verbündeten). Einen besonderen, unversöhnlichen Hass hegt er jedoch gegen die Gottheiten Torm, Cyric, Mystra, Tempus, Helm, Lathander, Oghma und Ilmater, in eben dieser Reihenfolge.
7. Dogma
Diene Niemandem außer Tyrannos. Fürchte ihn immer und lass andere ihn noch mehr fürchten, als du es tust. Die Schwarze Hand wird auf diejenigen niederfahren, die am Ende gegen sie stehen. Widersetze dich Tyrannos und stirb oder finde die Loyalität zu ihm ihm Tod wieder, denn er wird sie erzwingen. Unterwirf dich seiner Welt, so wie es von seinem hohen Klerus verkündet wird, denn wahre Macht kann nur in seinem Dienst erlangt werden. Verbreite die dunkle Angst des Tyrannos. Es ist das sterbliche Schicksal all derer, die ihm nicht folgen, die Macht durch ihre Hände rinnen zu sehen. Diejenigen, die sich ihm entgegenstellen, werden noch früher und qualvoller sterben als jene, die anderen Göttern huldigen.
8. Der Tyrannoskult in der Spielwelt
Der Tyrannos Kult findet vor allem in Llorkh Bedeutung, wo der Tyrannos Tempel steht. Dort besitzen die Tyraniten, geführt vom Priester Abelard vom Richtertor und unterstützt durch die schwarze Garde des Tyrannos, den einzigen markanten Einfluss auf der Hochwaldallianz.
9. Quellen
- Faiths & Pantheons, S. 14ff.
- Forgotten Realms Campaign Setting, S. 237f.
- Faiths & Avatars, 36ff.
- Old Empires, S. 46 (Bane in Mulhorand)
- Forgotten Realms Campaign Setting (ADD 2.0), S. 56 (Bane als toter Gott)