Vaasa
Karte von Vaasa

Regionen Faerûns: Vaasa

← Regionen Faerûns ← Die Kalten Lande

Hauptstadt:Keine
Bevölkerung:145.440 (60% Menschen, 30% Zwerge, 9% Orks
Regierung:Keine (früher Diktatur)
Religionen:Orkpantheon, Zwergenpantheon
Importgüter:Nahrung, Waffen
Exportgüter:Edelsteine, Felle
Gesinnungen:CB, NN, RN



1.  Überblick

Vaasa ist ein hartes raues Land, dessen Antlitz von hohen Gebirgen und einer gefrorenen Sumpflandschaft geprägt wird. Zivilisation oder gar große Städte sucht man in diesem Landstrich Faerûns vergeblich. Einzelne kleine Gehöfte und Lager sind allerdings keine Seltenheit. Die Menschen, die hier leben wurden stark vom Land gesprägt. Sie sind als raue, harte und zumeist auch böse Gesellen bekannt. Monsterhorden wie Riesen, Untote, Goblins und Orks sind in Vaasa keine Seltenheit. Die hohe unpässlichen Gebirge sind reich an Edelgesteinen und Metallen. Die meisten Blutsteine, die in Faerûn im Umlauf sind, wurden unter großem Einsatz in diesen Bergen geschürft.

Der Landstrich fiel einst in die Hand von Zhengyi dem Hexenkönig und ist durch diesen zu trauriger Berühmheit gelangt.

[Übersicht]

2.  Geschichte

Lange Zeit besaß Vaasa für die Geschichte Faerûns kaum eine Bedeutungen, wurde es doch nur von zähen Stämmen und sehr kleinen Siedlungen der Orks und Menschen bevölkert. Das raue, harte Land und das unwirtliche Klima ließ und lässt es bis heute nicht zu, dass man dort ohne die Hilfe mächtiger Magie größere zivilisierte Städte errichtete.

Im Jahre 1347 TZ? änderte sich für das wilde Vaasa allerdings vieles. Der Hexenkönig Zhengyi, ein Lich von großer Macht, entdeckte das unbeachtete Land für sich und errichtete in diesem Jahr seine Festung Perilous, die er stetig mit Horden von Goblins, Ork und Untoten, jedoch auch Riesen und Dämonen zu füllen begann. Er errichtete eine wahre Armee dieser Monster, während im nahen Damara sich die einzelnen Baronien durch Streitigkeiten wirtschaftlich wie politisch immer weiter voneinander entfremdeten. Dieser Uneinigkeit hatte der Lichkönig es letzten Endes zu verdanken, dass die Angriffe seiner Monsterhorden die Menschen Damaras schwer trafen. Die wohl berüchtigsten Schergen unter Zhengyis Führung war eine Gruppe von Banditen, die sich in den Galenabergen angesiedelt hatten. Sie wurden von einem Hohepriester der Orcus angeführt, der sich der Großvater der Assasinen nannte. Die Überfälle dieser Bande waren so schwer und grauenvoll, dass sie den Zorn vieler Menschen einten. Vermutlich nahm Zhengyi in seiner Arroganz davon keine Notiz. Wie ist es sonst zu erklären, dass er zuließ, dass sich eine mächtige Gruppe von Abenteurern angeführt von Gareth Drachenbann, einem Paladin des Lanthander zusammenfand, um gegen ihn und seine Schergen vorzugehen. Der Zorn der Menschen des Blutsteintales, dessen Bewohner wohl am meisten unter Zhengyi und seinen Schergen gelitten hatten, ging letztlich soweit, dass sie sich von den Abenteurern angeführt gegen ihre Widersacher erhoben. Männer, Frauen, selbst Kinder nahmen allen Mut den sie aufzubringen hatten und zogen gegen diese Bösewichte in den Kampf.
Der unermütliche und beispiellose Einsatz der menschlichen Bewohner rief weitere Hilfe auf den Plan. Halblinge und Zwerge, die die nahen Wälder und die Galenaberge selbst bewohnten, ja sogar Zentauren, schlossen sich ihrem Kampf an. Ihr größter Sieg bestand darin sich gegen die Mächte des Bösen unter der Führung von Gareth Drachenbann gemeinsam zu erheben.

Die kommenden Monate brachten schweren, kalten Regen, der ihren Kampf zum erliegen brachte und ein harter Winter, den die Menschen in diesen Landen auch Wolfswinter nannten, kündigte sich an. Dieser brachte Hunger und große Kälte mit sich. Zudem hatte es der Hohepriester nocheinmal geschafft mithilfe eine ganzen Horde an Worgs das Blutsteintal anzugreifen und so den Mut der Menschen in die Knie zu zwingen.
Doch bei all dem Pech kam den Menschen auch ein glücklicher Zufall zuhilfe. Gareth Drachenbann und seine Abenteurer stießen tiefer in die Blutsteinminen der Galenas vor und trafen dort auf Svirfneblin, die sie davon überzeugen konnten sich dem Kampf unter Tage anzuschließen. Nachdem sie gemeinsam eine Gruppe von Duergars, die für den Hexenkönig in den Tiefen schürften, bezwangen, schwor der König der hiesigen Tiefegnomen Ruggedo ewige Freundschaft zur Baronie des Blutsteintales. Der damalige Baron Tranth vermählte zum Dank für dieses Bündnis seine Tochter Christine mit dem mutigen Abenteurer Gareth Drachenbann und übergab ihm gar die Baronie. Die Menschen, die indes den schweren Winter überstanden hatten, hofften, dass der Frühling gemeinsam mit den nun wieder neu erschlossenen und geöffneten Minen eine bessere Zukunft bringen würde. Und so kam es auch, dass die Svirfneblin gemeinsam mit dem Zwergenklan Orothiar tausende Blutsteine in das kleine Tal brachten und damit eine neue Zeit des Wohlstandes für die Menschen im Blutsteintal einläuteten. Mit dem Reichtum kamen allerdings auch neue Probleme. Viele reiche Menschen oder solche die es einmal werden wollten, strömten in die Stadt und besiedelten das unwirtliche Land. Baron Drachenbann besaß allerdings genug Weitsicht um sie an den Rand der Stadt ihre Häuser bauen zu lassen und wies sie an in eine starke und wehrhafte Armee zu investieren. Zudem setzte er Vertraute und Freunde als Verantwortliche ein. Andere Barone waren neidisch auf den neuen Reichtum im Blutsteintal und unter einer Reihe von Streitigkeiten begann der erste Blutsteinkrieg. Die Barone hatten allerdings nicht mit der Stärke Gareths Baronie gerechnet und fielen letztlich dem Krieg zum Opfer. Aus diesem ersten Krieg ging Damara als neu geeintes Königreich hervor.

Diese neue Einigkeit entging auch dem bis dato verschwundenen Hexenkönig in Vaasa nicht. Er entschloss sich seine Armee gen Damara erneut zu entsenden, bevor man sich dort zu sehr vom rauen Winter erholt hatte. Die mutige neue Armee des Blutsteintales gelang es allerdings diese zurück zu schlagen.

Gareth zog darauf erneut mit seinen Abenteurern aus um Zhengyi den Ursprung seiner Macht zu rauben: Orcus selbst. Sie reisten in die Abyss und stahlen den Stab des Dämonenherrschers und brachten ihn auf Tiamats Ebene und zerstlrte ihn dort entgültig in ihrem Blut. Gareth Drachenbann zog daraufhin nach Vaasa um die Festung des Lichlords mitsamt seines Herrschers zu zerstören und den Fluch dieser Land entgültig von Damara zu nehmen.

Im Jahre 1373 TZ erhebt Sammaster eine Armee von Orks und Riesen in Vaasa und zieht gegen das Blutsteintor, welches den Blutsteinpass durch die Galenaberge gen Damara abgrenzt. Es gelingt ihnen das Tor zu zerstören und die kleine Stadt Blutstein anzugreifen. Die Armee Damaras erwehrt sich gegen den Angriff, doch in dessen Folge muss König Gareth Drachenbann durch einen Verrat der von eingeschlichenen Mitgliedern des Drachenkultes verübt wird, sein Leben lassen. Seine Seele wird in der Ebene der Schatten gefangen gehalten bis er von einer Gruppe von Paladinen und Drachenritter unter der Führung von Brimstone errettet wird. Anschließend zieht er mit seiner damaranischen Armee erneut in den Kampf und kann die Riesen- und Orkshorden entgültig zurückschlagen.

Die Geschichte Vaasas ist eng mit der Damaras verbunden und kann wohl nie völlig voneinander getrennt betrachtet werden. Heute ist Vaasa nochimmer ein wildes Land voller Monster, das von vielen Abenteurern auf der Suche nach Herausforderungen bereist wird.

[Übersicht]

3.  Geographie

Vaasa wird von gewaltigen Bergen und einem großen Gletscher umschlossen, das es größtenteils vom Rest Faerûns isoliert. Die Landschaft wird von vereisten Mooren und einer Tundra geprägt.

Der Große Gletscher
Einst wurde dieses Gletscher durch Magie des Gottes Ulutiu geformt und bedeckte vor 300 Jahren noch zusätzlich große Teile Damaras. Innerhalb des Gletscher sollen zahlreiche Monster wie weiße Drachen, weiße Rothe und Geister leben. Allerdings ist es auch Heimat für viele seltene Pflanzen, die nur in großer Kälte existieren können. Im Inneren soll sich zudem vagen Gerüchten zu Folge der eisige Palast einer Aurilpriester befinden, die den Namen Iyraeclea trägt. Immer wieder gehen dort auf sonderbare Art und Weise junge, vielversprechende, neugierige Magier verloren.

[Übersicht]

4.  Interessante Orte

Darmshall
Eine Abenteurergruppe, die den Namen Zehnklingen (Tenblades) trug, gründete einst diese kleine Stadt im südwestlichen Vaasa. Die Stadt überlebte den Aufstieg und Fall des Hexenkönigs und ist heute eine Ansammlung von Farmen und Häusern. Eine Stadtmauer schützt ihre Grenzen, welche von 500 Männern in Waffen gehalten wird. Die unermüdlichen Krieger werden von Gelgar Talongard angeführt. Da Frauen in Darmshall eine Seltenheit sind, sendet der Heerführer seine Leute immer wieder gen Regionen wie Impiltur und Telflamm um dort neue Weiber für Darmshall zu begeistern.

Delhalls und Talagbar
Zwei alte Zwergenminen, die vor kurzem entdeckt wurden und große Vorkommen an Blutstein, Rubinen und Smaragde bergen. Auch Metalladern von Kupfer und Eisen konnte dort gefunden werden.

Palischuk
Diese kleine Stadt, die mehr einer Festung gleicht, wird von Halborks gehalten. Sie liegt nahe der Festung Perilous und die Halborks leben dort ein sehr hartes Leben. Anfeindungen stehen ihnen im Weg, die sie allerdings zu überwinden im Stande waren. Heute handeln sie mit dem Blutsteintal, Darmshall und benachbarten Zwergen.

Festung Perilous
Einst war diese Festung Heimat des Lichs Zhengyi, der in Damara als Hexenkönig von Vaasa bekannt wurde. Die Festung ist aus dunklen harten Stein erbaut und wurde einst mit der Hilfe von Dämonen von Schreckenswölfen, Riesen und anderen Monstern bevölkert. Als Gareth Drachenbann den Lich besiegte, stürzte mit ihm auch diese Festung teils zusammen. Heute wird die Festung häufig von Drachen heimgesucht, die dort ihren Hort errichten wollen. Diese werden allerdings zumeist sehr rasch von Abenteurern vertrieben.

[Übersicht]

5.  Quellen

[Übersicht]

6.  Anmerkung

Viele der Begriffe und Örtlichkeiten sind frei aus dem Englischen übersetzt.

[Übersicht]


Autoren: Revenge