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| Name: | Velsharoon |
|---|---|
| Trivialnamen: | Der Gepriesene, Erzmagus der Nekromantie, Herr der Verlassenen Krypta, Der Nekromant, Patron der finsteren Leichname, Herr der Leichname, Herr der Vergessenen Krypta |
| Göttlicher Rang: | Halbgott |
| Heimatebene: | Dweomerherz |
| Gesinnung: | Neutral Böse |
| Klerikergesinnungen: | CN, NB, RN |
| Einflusssphären: | Nekromantie, Nekromanten, Leichname?, Untod |
| Verehrer: | Nekromanten, Sucher nach ewigem Leben, Leichname?, Kult des Drachen? |
| Domänen: | Böses, Magie, Tod, Untod |
| Bevorzugte Waffe: | "Schädelstab des Nekromanten" (Kampfstab) |
Inhaltsverzeichnis (ausblenden)
1. Einleitende Worte
Velsharoon (Vel - scha - rohn) ist ein junger Gott des Bösen, der Magie, des Todes und des Untodes, vergleichsweise gering noch an Macht, doch schlau und gerissen und besessen von Experimenten ohne jede Rücksicht auf das Wohl geringerer Wesen. Sein Sitz ist die Ebene Dweomerherz?, sein Symbol ein gekrönter Schädel auf einem schwarzen Hexagon, seine Waffe der Schädelstab. Verehrt wird Velsharoon von Leichnamen und solchen die es werden wollen, von Nekromanten und Anhängern vom Kult des Drachen?.
Wie auch der Gott selbst, so ist seine Kirche noch jung, es mangelt an festen Strukturen, wie sie sich in anderen Kirchen über Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg herausgebildet haben. Innerhalb der einzelnen Gruppierungen und Tempel, die sich jeweils in den Regionen gebildet haben, entstehen so jeweils eigene Hierarchien, die sich zum Teil auch noch wieder wandeln.
Diese noch jungen Gemeinschaften verbringen ihre Tage oft mit der Erforschung des Lebens, des Todes und des Untodes in mehr oder minder grässlichen, schrecklichen, verbotenen und unaussprechlichen Experimenten. Wenn eine ihrer Kreaturen ihren Zweck erfüllt hat, wird sie mit dem Symbol des Gottes gebrandmarkt und anschließend oft ohne Ziel in die Welt hinaus gesandt.
Die Kleriker des Gottes rauben Gräber aus, balsamieren Leichen ein, unterrichten Novizen und Magier in den Künsten der Nekromantie, in den Lehren des Gottes und im Wissen über Leben und Tod. Um sich zu finanzieren, nehmen sich oft Novizen und Kleriker niederen Ranges der geringeren Beschwerden der Bevölkerung der entsprechenden Landstriche an. Einige machtvollere Kleriker sind auch im Bunde mit dem Kult des Drachen? oder gar Teil davon.
2. Rituale des Kultes
Der Kult kennt in jeder Gruppierung noch seine eigenen Rituale, doch einige sind recht weit verbreitet. Diese sind das Bündnis der Krypta und der immer währende Pakt, die von mächtigen Klerikern ausgeführt werden und diesen erlauben, als Untote wieder zukehren oder wieder auf zu erstehen von den Toten, wenn sie nieder gestreckt werden. Beide Rituale beinhalten das Blut Unschuldiger, selbstverständlich Unmengen davon. Es wird gesagt, dass dies nur zwei von sieben Ritualen seien, mit welchen man die Unsterblichkeit erlange und dass Velsharoon sie enthüllt habe.
3. Das Dogma des Kultes
Das Dogma des Kultes ist um diese Unsterblichkeit herum errichtet. Es war der Untod durch welchen Velsharoon schließlich die Göttlichkeit erlangte, und so sagen die Lehren des Gottes, dass wahre Macht im Zwielicht zwischen Leben und Tod liegt. Wem es gelingt, sein Leben auszudehnen und den Tod und das Leben zu überwinden, der erlangt dadurch Wissen über die Welt, das anderen verschlossen bleibt und kann alles erreichen. Jedes Opfer wird durch das Ergebnis gerechtfertigt, niemand darf derlei Forschungen aufhalten. Wissen ist nach diesem Dogma Macht, das Wissen über Leben und Tod bringt Macht über alle Wesen, die lebenden als auch die unlebenden.
4. Die Geschichte Velsharoons
Als Sterblicher war Velsharoon ein mächtiger Nekromant der Roten Magier? und Kandidat für das Amt des Zulkirs? der Nekromantie. Allerdings nahm Szass Tam an seiner Stelle dieses Amt ein, nachdem er Velsharoon vertrieben hatte. Genaues findet sich zwar in keiner der Quellen, doch da Szass Tam seit dem Jahr 1159 ein Leichnam ist und schon vorher Zulkir? war, liegt Velsharoons eigene Geschichte zum größten Teil im Dunkel der Geschichte.
Irgendwann entdeckte Velsharoon allerdings einen Weg, beschrieben von Talos dem Zerstörer, der es einem mächtigen Magier ermöglichen würde, die Göttlichkeit zu erlangen. Mit Talos' Hilfe nutze er diesen Prozess und wurde zum Gott. Dies geschah im Jahre 1368, dem Jahre des Banners, demselben Jahr, in dem Cyrics Inquisition fast alle Tyrannos treuen Festungen der Zhentarim überrannte und den zweiten Tyrannostod verursachte, Cyric die Gottheit Leira tötete und Kelemvor Cyric als Gott der Toten verdrängte.
Velsharoon diente Talos zwei Jahre lang loyal. Doch Talos hatte schon früher Sterbliche zur Göttlichkeit erhoben und sie anschließend konstant ihrer Macht beraubt. Velsharoon fühlte stets das Nachlassen seiner Kräfte und erkannte, dass er einen anderen Weg einschlagen musste. So wechselte er die Seiten und verbündete sich mit Azuth, dem treuen Diener Mystras, welche ihn nun vor der Rache des zornigen Talos schützt.
Im Geheimen hat mittlerweile Velsharoon seine Allianz zu Talos wieder aufgebaut und lässt seine Anhänger Chaos und Zerstörung durch die unkontrollierte Freilassung mächtiger Untoter in die Welt bringen. Kürzlich erst ist Shar an ihn heran getreten, um ihm ein Bündnis anzutragen, so dass Velsharoon womöglich bald nicht zwei sondern drei Herren dienen mag.
5. Velsharoons Beziehungen zu anderen Göttern
Azuth: Velsharoon dient Azuth, wenn dies auch nicht ganz freiwillig geschieht. Weder vertraut Azuth ihm, noch wäre dies gerechtfertigt, denn Velsharoon ist durchaus bereits damit befasst, Azuth zu hintergehen. Azuth akzeptiert Velsharoon nur, weil es Mystras Zwecken dienlich ist, die Talos Versuchen, die wilde Magie aus ihrem Portfolio zu stehlen, begegnen muss.
Cyric: Velsharoon hasst Cyric, der wie er Kraft von den Gottheiten des Todes zu stehlen sucht, als einen erbitterten Rivalen, der oft genug seine Pläne durchkreuzt hat.
Jergal: Jergal hasst, wie auch Kelemvor, Velsharoon für dessen Verlängerung des Lebens über den Tod hinaus. Jergal sieht den Tod als Bestimmung alles Lebenden und kann Velsharoons Vorgehen darum nicht akzeptieren.
Kelemvor: Kelemvor hasst Velsharoon für seine Unterstützung der Untoten, obwohl er mit dessen Herrin Mystra verbündet ist. Velsharoon bricht mit seinem Vorgehen die Gebote des Todes und unterstützt die Fortführung des Lebens durch den Untod über die natürlichen Grenzen hinaus. Auch bricht Velsharoon durch die Erhebung von Untoten den Frieden der Toten.
Lathander: Lathander der grundsätzlich allen Göttern des Untodes und der Untoten feindlich gegenüber steht, ist ein eingeschworener Feind Velsharoons, auch wenn er seiner Herrin Mystra freundlich gegenüber steht.
Mystra: Da Azuth Mystras loyaler Untergebener ist, zählt auch Velsharoon zu den ihr untergeordneten Göttern. Doch obwohl Mystra ihn vor Talos schützte, als er sich von diesem abwandte, ist Velsharoon alles andere als loyal ihr gegenüber, denn es mag wohl geschehen, dass er sich mit Shar einlässt und auch durch seine Verbindung zu Talos hintergeht er sie.
Talos: Talos hat Velsharoons Verrat nicht vergessen. Velsharoon wurde durch Talos Macht zum Gott erhoben und diente ihm zwei Jahre lang treu. Doch da er seine Kraft unter Talos Herrschaft stets nachlassen spürte, entzog er sich mit Azuths und Mystras Hilfe Talos Zugriff. Derzeit hat Velsharoon allerdings heimlich wieder ein wackliges Bündnis mit Talos aufgebaut, indem er seine Anhänger Zerstörung sähen lässt durch die Freilassung untoter Horden. Dennoch: Sobald sich die Gelegenheit jedoch bieten mag, wird Talos Velsharoon wohl eine Lektion erteilen.
Shar: Es beginnt sich zurzeit eine Verbindung zwischen Shar und Velsharoon abzuzeichnen, denn Shar ist kürzlich mit dem äußerst verlockenden Angebot der Nutzung des Schattengewebes an Velsharoon herangetreten. So steht zu vermuten, dass Velsharoon bald neben Mystra beziehungsweise Azuth und Talos noch einen dritten Meister haben wird. Shar, die mit dem Schattengewebe Vergeltung an ihrer verräterischen Tochter Mystra sucht und mit der finsteren Kraft dunkle Magier für sich zu gewinnen sucht, sieht in Velsharoon einen möglichen Verbündeten, dessen Anhängerschaft sie so Mystra entziehen kann. Der Nutzen für Velsharoon liegt auf der Hand, da er so Mystras Macht entzogen wird, zugleich Talos keine Rache an ihm üben kann. Nebenbei ist das Schattengewebe in seiner Art für Nekromantie und Beschwörung ideal. Allerdings ist fraglich, ob Velsharoon das Spiel, das er bisher mit seinen Verbündeten trieb, indem er sie gegeneinander ausspielte, mit Shar weiterspinnen kann, denn sie, die sich selbst als perfide Meisterin dunkler Intrige erwiesen hat, mag ihn nur zu schnell in ihren dunklen Netzen binden.
6. Besonderheiten
Velsharoon hat eine Besonderheit für einen neutral bösen Gott: die zugelassenen Klerikergesinnungen weichen von der Norm ab: NB, RN und CN sind zugelassen für Kleriker. Dies hat seinen Grund in dem noch existierenden Bund mit Mystra. Sollte eines Tages ein Bund mit Shar diesen ganz ersetzen, wird sich das wohl normalisieren.
7. Quellenangaben
- Faiths & Pantheons, S. 110f.
- Forgotten Realms Campaign Setting : Web Enhancement "Deities", S. 12
- Forgotten Realms Campaign Setting, S. 234
- Powers & Pantheons, S. 76ff.
- Magic of Faerûn , S. 7f.
Autor: Arnaeus