Waldelf

VölkerElfen

1.  Volksmerkmale der Waldelfen

Attributsanpassungen¹: +2 Stärke, +2 Geschicklichkeit, -2 Konstitution,
-2 Intelligenz
Bevorzugte Klasse: Waldläufer
Spezialfähigkeiten: Jede die alle Elfen besitzen.
Stufenanpassung: keine
Automatische Sprachen: Handelssprache, Heimatregion, Elfisch
Zusätzliche Bonussprachen: Chondathan, Drakonisch, Gnollisch, Gnomisch, Goblinisch, Sylvanisch

¹ Nach den unten genannten Quellenbüchern zu Faerûn haben Waldelfen zusätzlich einen Malus von -2 auf Charisma. Diese Quellen stammen alle noch aus der originalen 3. Edition, während in der überarbeiteten Edition (3.5) Waldelfen außerhalb der Kampagnenwelt "Vergessene Reiche" die Attributsanpassungen haben, wie sie oben geführt und in NWN2 umgesetzt sind. Die Hochwaldallianz verwendet sie auch ohne den zusätzlichen Abzug, der das Volk gegenüber Anderen benachteiligen würde.

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2.  Erscheinungsbild

Waldelfen sind auch als Kupferelfen, oder Sylvanische Elfen bekannt, da sie kupferfarbene Haut haben, die zuweilen einen grünen Einsschlag hat.¹ Sie besitzen meist schwarzes oder braunes Haar, mit selteneren kupferfarbenen oder blonden Abweichungen. Ihre Augen sind von hellbrauner, dunkelbrauner oder grüner Farbe.

¹ Aus Gründen der Darstellbarkeit (es kann nur eine konkrete Farbe für den Hautton in NWN2 gewählt werden), sollte ein kupferbrauner Ton ausgesucht werden und das Grün ggf. vernachlässigt.

Waldelfen bevorzugen es, sich schlicht zu kleiden, ähnlich wie Mondelfen, jedoch nicht in so auffälligen Farben. Sie verwenden einfache Schnitte und verzieren sie mit natürlichen Mustern. Besonders stolz sind sie auf ihre kunstfertig hergestellten Lederrüstungen, die sie oft auch tragen, wenn keine direkte Gefahr droht.
Unabhängig vom Material verwenden sie meist dunkle Grüntöne und Erdfarben, die sich gut mit ihrer natürlichen Umgebung decken. Waldelfen sind eher bescheiden und verzichten daher meist auf Verzierungen und Schmuck.

Waldelfen sind ebenso wie ihre Vettern ähnlich groß wie Menschen, jedoch üblicherweise stämmiger gebaut und deshalb etwas schwerer als andere Elfen:

Geschlecht: Größe Gewicht
Waldelf, männlich 152-198 cm (Ø 175) 47-118 kg (Ø 70)
Waldelf, weiblich 140-185 cm (Ø 163) 38-109 kg (Ø 61)

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3.  Charakter

Die Waldelfen Faerûns leben weitaus ursprünglicher als ihre zivilisierten Verwandten, zurückgezogen in den Tiefen der Wälder. Ihre Geduld ist legendär und sie gelten als ruhig und gelassen, ein Volk, das nur schwer zu überraschen ist.

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4.  Geschichte der Waldelfen

Waldelfen sind das jüngste der elfischen Völker, auch wenn ihre Geschichte die vieler Anderer an Länge übertrifft. Einzartig sind sie, weil sie die einzige Elfenart sind, die auf Faerûn heimisch ist (was von ihnen oft als Ehre empfunden wird). Die ersten Kupferelfen kamen nicht von Außerhalb, sondern entstanden einige Jahrhunderte nach dem letzten Kronkrieg aus einer Vermischung anderer Elfenvölker.

Nachdem in den Kronkriegen die meisten Zivilisationen der Ersten Blüte vernichten wurden, blieben tausende Elfen heimatlos zurück. Familien waren zerrissen und für viele Jahrhunderte (bei den Elfen als die Wanderjahre bekannt) zogen diese Elfen umher und lebten nomadisch. Einige Elfen zogen sich in ihre alten Heime zurück und bauten sie neu und kleiner wieder auf, schufen so die zweite Generation elfischer Reiche. Doch ein großer Anteil Elfen verspürte keinen Drang mehr danach. Diese Elfen (vor allem Mond-, Sonnen- und Wildelfen) schworen sich, ihr Volk nie wieder von inneren Streitigkeiten teilen zu lassen und zogen sich in die tiefsten Wälder zurück, um dort Sicherheit vor dem Wahnsinn der Welt zu finden.

Doch anders als bei den Grünelfen weiter südlich, verfielen diese Siedlungen nie der Wildheit und Barbarei. Statt dessen formten sie engen Gemeinschaften, die mit gleichgesinnten Elfen in Kontakt blieben. Über die Zeit entfernten sich diese abgeschiedenen Elfen vom alten Wissen ihres Volkes und formten eine neue, eigene Art: Die Waldelfen.

Während Sonnen- und Mondelfen nach den Kronkriegen Reiche wie Immerdar und Immeraska schufen, war das große Reich der Waldelfen Earlann? im westlichen Hochwald, gegründet um -4600? TZ. Die Elfen Earlanns nahmen Kontakt zu anderen Völkern auf und handelten mit ihnen, standen in Freundschaft zum Zwergenreich Delzoun, kurz nachdem es -3900 TZ? gegründet wurde und schulten die frühen Nesserer in Magie um -3830? herum.

Das Menschenreich Nesseril übertraf schon bald seine elfischen Nachbarn, in militärischem und magischem Potenzial und wuchs alarmierend schnell. -3533? entdeckten die Nesserer die Nesserrollen in den Ruiden von Aryvandaar? und begannen die Magie auszunutzen, machtvoller und furchtbarer, als es sich selbst die Sonnenelfen der Ersten Blüte je gewagt hatten.
Jahrhundertelang versuchten die Waldelfen Earlanns im Stillen Nesserils Stolz und Ausbreitung zu überwachen, doch -339 TZ? zerstörten sie sich selbst, als Karsus die Göttlichkeit suchte und statt dessen den Kataklysmus und die Zerstörung über sein Volk brachte. Die Elfen Earlanns nahmen viele Überlebende Nesserer auf und erlaubten ihnen in Ascalhorn? zu siedeln.

Elfen und Menschen des Nordens lebten für eine Weile in Frieden, doch Ascalhorn war es bestimmt durch die Torheit der Magier zu fallen. Die sorglose Beschwörung von Scheusalen führte zu einem plötzlichen und furchtbaren Ansturm von Teufeln, die die Stadt 882 TZ? überrannten. Dieses Mal überlebte Earlann die Zerstörung seiner menschlichen Nachbarn nicht. Bereits geschwächt durch die Abwehr anstürmender Orkhorden, fiel es bald nachdem Ascalhorn zur Höllentorfeste wurde.

In den Jahren seit dem Niedergang Earlanns haben die Waldelfen keine neuen Reiche errichtet, sie entschieden sich für Verborgenheit und Wachsamkeit als Schutz, statt Festungen und Städten.
Auch wenn sie den Ruf des elfischen Rückzugs ebenso hörten, kamen sie ihm doch nicht nach. Seit der Ruf verstummt ist haben die Waldelfen sich in ihren verborgenen Heimen in den Tiefen der Wälder zu einem starken und selbstbewussten Volk entwickelt, dessen Vorsicht und Behutsamkeit durch ihr Mitgefühl ausgeglichen werden.
Die Waldelfen des Hochwaldes träumen von der Wiedererrichtung Earlanns, diesmal jedoch als Ansammlung kleiner Siedlungen und wachsamer Wildhüter, statt ummauerter Städte und stolzer Krieger.

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5.  Waldelfen im Spielgebiet

Die größte Population von Waldelfen auf ganz Faerûn findet sich im Hochwald und so finden auch immer wieder Vertreter dieses Volkes ihren Weg in das Delimbiyrtal.

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6.  Quellenangaben

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Autoren: Dunkelelf, Jhaan (Tabelle, Anpassungen)